Clementia von Namur                    Herzogin von Zähringen
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um 1110/15 -28.12.1158
 

Älteste Tochter des Grafen Gottfried von Namur aus seiner 2. Ehe mit der Gräfin Ermesinde I. von Luxemburg, Tochter von Graf Konrad
 

Brandenburg Erich: Tafel 27 Seite 54
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XII. 243 b. CLEMENTIA
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* ca. 1110, + 1158 28. XII.

Gemahl:
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ca. 1130
Konrad Herzog von Kärnten
       + 1152 8.I.



Thiele, Andreas: Tafel 68
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

CLEMENTIA
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    + 1158

  oo um 1130
      KONRAD Herzog von Zähringen
                + 1152



DIE ZÄHRINGER: Band I Seite 42 Anm. 40,215
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"Eine Tradition und ihre Erforschung."

Bertold V. ist aber bekanntlich am 18. Februar gestorben. Im St. Peterer Totenbuch ist zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht er selbst, sondern - mit der Differenz eines Tages (19. Februar) [40 Mit Differenz von ebenfalls einem Tag erscheint etwa auch der Todestag von Clementia, der Gattin Herzog Konrads, im Nekrolog von St. Peter (28. Dezember) und in der Urkunde ihres Sohnes Rudolf von Lüttich (27. Dezember) wegen der größeren zeitlichen Nähe der Lütticher Quelle ist ihrer Angabe wohl der Vorzug zu geben.] Bertold III. eingetragen worden.
Auf Grund seiner Ehe mit Clementia von Namur gelang es Herzog Konrad im niederdeutschen Raum Fuß zu fassen, wo später sogar sein Sohn Rudolf auf dem Lütticher Bischofsstuhl eine weithin beachtete Wirksamkeit entfaltete.

Heyck, Eduard: Seite 326-328
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"Geschichte der Herzoge von Zähringen."

Zu ihres Gatten Gedenken schenkte die verwitwete Herzogin Clementia an der offenen Gruft dem Kloster ein Gut zu Röthenbach (BA. Neustadt) und eine purpurne Casula und bestätigte auf des Bischofs Hermann von Konstanz Mahnung dem Kloster sofort auch seine bisherigen Freiheiten.
Der Herzog kann höchstens in den 60-er Jahren seines Lebens gestanden haben, als er starb, da sein Vater, Bertold II., 1079 geheiratet hatte und Konrad erst der dritte der Söhne, zu denen noch die vier Töchter in Betracht zu ziehen sind, war. Legt man sein mutmaßliches Alter und dazu das erste datierte Auftreten seiner Kinder einer ungefähren Berechnung zu Grunde, so ist anzunehmen, dass er seine Gemahlin Clementia ungefähr zu der Zeit heimgeführt hat, da er durch seines Bruders jähen Tod selber zur Leitung des zähringischen Hauses berufen wurde. Sie war die älteste Tochter des Grafen Gottfried von Namur von dessen zweiter Gemahlin Hermensende Gräfin von Lützelburg, und also eine Schwester jenes unruhigen Heinrich von Namur und Lützelburg, dessen Fehde der Regierung König KONRADS so viel zu schaffen machte. Wie der Herzog diese seine Gemahlin kennen gelernt hat, läßt sich nicht bestimmen; möglicherweise ist Bertold III., den ja seine Verbindung mit HEINRICH V. in die niederrheinischen Gegenden führte, der Vermittler gewesen. Clementia war von den Ihrigen für den Verzicht auf spätere Erbfolge in Namur und Lützelburg aus dem Erbgut mit zwei Burgen nebst dem dazu gehörigen Gebiet ausgestattet worden, die für ihre neue Heimat so günstig als möglich gelegen ausgewählt waren und sie verwaltete diesen Besitz, ohne ihn aus den Händen zu geben, wie es ihre zwei Stiefschwestern taten, die ihrem Schwager, dem Grafen Balduin von Hennegau, dem Erben von Namur und Lützelburg, auch ihr persönliches Erbe abtraten. - Dem Kloster St. Peter blieb sie auch als Witwe eine Gönnerin; schon oben wurde erwähnt, wie vor ihr eine noch zu Konrads Zeiten eingeleitete Schenkung zur Ausführung kam und nach den Zeugen zu schließen war es an dem gleichen Tag, als vor der von zähringischen Ministerialen umgebenen Herzogs-Witwe ebenfalls ein zähringischer Dienstmann, Kuno von Opfingen, für den Fall, dass er keinen rechtmäßigen Sohn mehr erhalte, dem Kloster ein Gut zu Bikkensohl (BA. Altbreisach) vermachte. Auch zwei Dorsalien hat sie St. Peter geschenkt. - Am 28. Dezember 1158 ist sie, also fast sieben Jahre nach ihrem Gemahl, gestorben und neben ihm in der Familiengruft zur Ruhe bestattet worden.
Der erste Sohn unseres Wissens, den sie dem Herzog geboren hatte, führte dessen Namen; dieser junge Konrad wird mit (und zwar vor) seinem Bruder Bertold in einem Vertrag mit St. Peter erwähnt, den noch der 1132 gestorbene Abt Eppo abschloß. Zur Nachfolge im Herzogtum aber sollte er nicht gelangen. Als sein Vater Herzog Konrad 1146 zu Worb im Gericht saß, waren, wie wir gesehen haben, nur seine Söhne Bertold und Adalbert bei ihm und diese beiden erscheinen dort als die zunächst berufenen und handelnden jüngeren Vertreter des zähringischen Hauses. Aber auch schon vorher, 1140 zu Schwemmingen war Bertold mit dem Vater und im April 1141 war wiederum derjenige Sohn, den Herzog Konrad mit sich auf dem Hoftag des Königs nach Straßburg nahm, Konrad war also wohl schon 1140 nicht mehr unter den Lebenden. Der Tag, an welchem er starb, ist überliefert: Ein 4. Januar, und man begrub ihn in St. Peter.
 
 
 
 

 um 1130
  oo Konrad Herzog von Zähringen
       um 1090-8.1.1152
 
 
 
 

Kinder:

  Konrad
          -4.1. vor 1140

  Berthold IV.
         -8.9.1186

  Rudolf Bischof von Lüttich (1167-1191)
          -8.8.1191
           Dorf Herdern

  Clementia
  um 1135- um 1173

    1147/48
  1. oo Heinrich der Löwe
          1129-6.8.1195

  1163
  2. oo 3. Humbert Graf von Savoyen
              1.8.1136-4.3.1189

  Adalbert Herzog von Treck
         - nach 1195

  Hugo Herzog von Ulmburg
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Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 27 Seite 54 - DIE ZÄHRINGER. Eine Tradition und ihre Erforschung. Herausgegeben von Karl Schmid. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1991 Seite 173,219,331,333,375,378 - Heyck, Eduard: Geschichte der Herzoge von Zähringen. Freiburg im Breisgau 1891 Seite 326-328 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 68 -