Weriant
Graf in Kärnten
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† nach 928/54
Sohn des N.N.
Störmer Wilhelm: Seite 421
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"Früher Adel.
Studien
zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich
vom 8. bis 11. Jahrhundert."
In Kärnten hatte in der Mitte des 10. Jahrhunderts ein Weriant [48 Reindel, Luitpoldinger 199f.
nr.100,215 nr. 105.], dessen Frau eine LUITPOLDINGERIN
war, die Verwaltung des Königsgutes inne.
Als er sich 953/54 wie Pfalzgraf
Arnulf am Aufstand Liudolfs gegen
OTTO
beteiligte, rückte Hartwig -
nach H. Dopsch [49 Dopsch,
Aribonen 37ff., 134 (auch zum folgenden).] ein Verwandter des Erzbischofs
Odalbert von Salzburg
und Gatte einer LUITPOLDINGERIN
- in die Kärntener Reichsfunktionen nach.
Mitterauer Michael: Seite 184,197,233,239
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"Karolingische Markgrafen
im
Südosten."
Den Namen von Wilhelms Sohn Pernhard
erfahren wir aus einer Zeugenreihe von 930. Ebenso aber hieß auch
ein Sohn Erzbischof Odalberts
und der Rihni [25 Hauthaler 1, 142/81.] sowie ein Sohn des Kärntner Edlen Weriant
[26 Hauthaler 1, 119/57.].
Arpo ist sonst nicht mit
Sicherheit nachzuweisen [49 Vielleicht
ist er mit jenem Arpo
identisch, der 927 zwischen den vornehmen
Salzburger Vasallen Reginhard und Weriant gleich nach mehreren Grafen
bei einem Rechtsgeschäft in Maria Saal als Zeuge genannt wird
(Hauthaler 1, 69/2).].
Bis dahin ist der Name
Berthold in Bayern sehr selten, in Kärnten
überhaupt nicht anzutreffen. Es muß daher auffallen, wenn
man schon 928 unter den Söhnen
des Kärntner Edlen Weriant
einem Perthold begegnet. Er
wird zusammen mit seinen Geschwistern
Pernhart, Hildegard und
Vuoza und seiner Mutter Adalaswint bei einem
Tausch seines Vaters erwähnt, bei dem dieser für Güter
zu Haus im Ennstal den Hof Friesach erhält. Wenn in derselben
Urkunde berichtet wird, dass der Besitz in Haus von den Herzögen
Arnulf und Berthold stammt, dann ist der Grund
der Namengebung sofort
klar. Weriant hatte
verwandtschaftliche Bindungen zum Herzogs-Haus,
wahrscheinlich durch seine Gattin
Adalaswint, die eine Tochter Markgraf
Liutpolds gewesen sein könnte. Der Name Pernhart unter Weriants
Söhnen weist in dieselbe Richtung.
Tangl, Karlmann: Seite 264
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"Die Grafen, Markgrafen und
Herzoge
aus dem Hause Eppenstein"
Im Jahre 928 übergibt Erzbischof
Adalbert Friesach in den Besitz
des edlen Mannes Weriant und seiner Gemahlin Adalswinde und seiner
Söhne Berthold und Bernhard und seiner Töchter Hildegard und
Vuoza unter der Bedingung, dass
Friesach auf die Lebensdauer dieser
genannten Personen im Besitz derselben bleiben, nach dem Absterben
derselben aber samt einer zweiten Besitzung Weriants im Ort Hus, welche
er von den Herzögen Arnulf und Berthold erhalten hatte, an
Salzburg zurückfallen sollte. Der Heimfall hätte nach dem
gewöhnlichen Lauf der Dinge etwa nach 50 bis 60 Jahren geschehen
sollen, geschah aber nicht, sondern Friesach blieb, vielleicht in Folge
eines späteren neuen Vertrages, bei den Nachkommen Weriants - denn
als solche müssen die drei Wilhelme,
Grafen von Friesach und
Zeltschach angesehen werden, - erscheint 1015 als der Hauptort
der
gleichnamigen Grafschaft und wurde 1042 von der Gräfin Hemma nach
dem Tode ihres Gemahls Wilhelm
und ihrer beiden Söhne dem von ihr
zu Gurk gestifteten Frauenkloster geschenkt, welche Schenkung von dem
damaligen dabei persönlich anwesenden Erzbischof Balduin
bestätigt wurde.
oo Adalaswint von Bayern, Tochter des Markgrafen Luitpold
†
Kinder:
Perthold (Berthold)
†
Hildegard
†
Vuoza
†
Pernhart (Bernhard)
†
Literatur:
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Dopsch, Heinz: Der bayerische Adel
und die
Besetzung
des Erzbistums Salzburg im 10. und 11. Jahrhundert, in: Mitteilungen
der
Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 110/111 1970/71 Seite
125-151
- Mitterauer Michael: Karolingische
Markgrafen
im
Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band
123.
Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite
184,197,233,239,241,245 - Mitterauer Michael: Slawischer
und bayrischer
Adel
am Ausgang der Karolingerzeit. Seite 701-712 -
Reindel, Kurt: Die bayerischen
Luitpoldinger
von
893-989, in: Quellen und Erörterungen zur bayerischen und
deutschen
Geschichte, NF 11, 1953 Seite 199,215 - Störmer
Wilhelm: Früher Adel.
Studien
zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich
vom 8. bis 11. Jahrhundert. Teil I und II. Anton Hiersemann Stuttgart
1973
Seite 421 - Tangl, Karlmann: Die Grafen,
Markgrafen und
Herzoge
aus dem Hause Eppenstein, Archiv XV Seite 264 -