Jüngerer Sohn des Edelherrn Bernhard II. zur Lippe
und der Heilwig von Are-Hochstaden, Tochter von Graf Otto I.
Gebhard II. zur Lippe war
seinem Vater in dessen kriegerischen und religiösen Art sehr ähnlich,
wurde Probst zu Paderborn und 1219 Erzbischof von Bremen.
Er betrieb kreuzzugsartig die Unterwerfung der Stedinger Bauern, stützte
sich auf Oldenburg und unterwarf Stedingen brutal nach der siegreichen
Schlacht bei Altenesch (1234). Er verzichtete dafür auf Hoheitsansprüche
in Oldenburg, gewann und sicherte Stade und Dithmarschen gegen Dänemark.
Er machte 1227 die Schlacht bei Bornhöved gegen Dänemark mit
und vermittelte Frieden zwischen Dänemark und Schauenburg-Holstein
und Schwerin. Er markierte die erzbischöfliche neue Großmacht
und stand zuletzt völlig unter dem Einfluß seines Neffen Simon
I.