Hermann Grothe: STAMMTAFELN Europäische Herrscher- und Fürstenhäuser
Tafel 154,152
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1860
*******************
Leiningen, Grafen von
----------------------
Adelsfamilie (Leiningen, heute Altleiningen, Rheinland-Pfalz, Kreis Frankenthal)
1128 wird Emich als 1. gesichertes Mitglied des 1. Hauses LEININGEN genannt, das mit den Rauhgrafen, den Wildgrafen und den Grafen von Veldenz stammverwandt war. Es wurde ca. 1212 von Friedrich von Saarbrücken, dem Sohn der Lukarde von Leiningen, beerbt. Er wurde der Stammvater des 2. Geschlechts von Leiningen, das heute noch besteht. Im Spätmittelalter teilte sich das Haus in die 3 Linien Leiningen-Dagsburg, Leiningen-Hardenburg und Leiningen-Rixingen. Ausgangspunkt der Territorialherrschaft war die Amtsgrafschaft in 3 alten Landgerichten des Wormsgaues. Hinzu traten Lehen vom Reich, der Pfalzgrafschaft bei Rhein, den Klöstern Hornbach, Murbach und Weißenburg, die Vogtei über das Kloster Limburg, Allodien und nicht eingelöste Reichspfandschaften. Es gelang nicht, ein größeres zusammenhängendes Herrschaftsgebiet zu schaffen; der Besitz verteilte sich im Wormsgau - mit Stammburg Leiningen und Hausstift Hönningen (gegründet ca. 1120) - und im Speyergau. Hinzu kamen als Mitgift 1225 Dagsburg (Dabo, Frankreich, dep. Bas-Rhin), 1224 Ormes (dep. Meurthe-et-Moselle) und Rixingen (Rechicourt, dep. Moselle). Mitglieder des Geschlechts waren Bischöfe von Speyer.
Literatur:
----------
I. Toussant, Die Gft.en L., Pfalzatlas, K 67, 68, Textbd. II, 1056-1107
- Ders., Die Gf.en von L., 1982.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------