Waimar III.                                     Fürst von Salerno (989/99-1027)
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    - März 1027
 

Sohn des Fürsten Johannes II. von Salerno (983-999)
 

Lexikon des Mittelalters: Band VIII Seite 1933
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Waimar III., Fürst von Salerno (989-1027)
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Von seinem Vater Johannes II. im März 989 zum Mitregenten erhoben, hatte er seit 999 die Alleinherrschaft inne. In dieser Zeit hatten die Sarazenen wieder ihre Raubzüge aufgenommen und belagerten 1001 sogar Salerno. Dank der Hilfe normannischer Ritter, die sich auf der Rückkehr von einer Pilgerfahrt in das Heilige Land befanden, konnten sie zurückgeschlagen werden. 1012 erhielt Waimar III. Gelegenheit, eine Rolle in der internationalen Politik zu spielen: Unter der Führung des Meles von Bari erhob sich Apulien gegen die byzantinische Oberherrschaft; Meles mußte ins Exil gehen und bat die langobardischen Fürsten von Capua, Benevent und Salerno um Hilfe. Waimar III. engagierte sich mehr als die anderen für ihn und stellte ihm Kontingenete normannischer Ritter zur Verfügung. Als Meles bei Cannae eine Niederlage erlitt und Salerno dadurch den Repressalien der Byzantiner ausgesetzt war, versuchte Waimar III. eine Annäherung an Byzanz, was wiederum einen Konflikt mit Papst Benedikt VIII. hervorrief, der den Byzantinern feindlich gegenüberstand und statt dessen den deutschen Kaiser HEINRICH II. begünstigte. Dieser zog 1022 nach Italien, zwang Capua, sich zu ergeben, nahm dessen Fürsten Pandulf in Haft und ließ Salerno durch Erzbischof Pilgrim von Köln belagern. Waimar III. zog es vor, Friedensverhandlungen einzuleiten, anerkannte die Oberhoheit des Kaisers und übergab dem Papst einen seiner Söhne als Geisel. Als der Kaiser wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, erhielt Waimar III. seine Handlungsfreiheit zurück und konnte nach kurzer Zeit eine Vorrangstellung unter den langobardischen Fürsten gewinnen. Nicht zuletzt erhöhte es sein Prestige, dass er bei dem neuen Kaiser KONRAD II. die Freilassung Pandulfs von Capua erwirken konnte, dem er auch half, sein Fürstentum zurückzugewinnen. Nach seinem Tod im März 1027 trat sein Sohn Waimar IV., den er bereits 1018 zum Mitregenten erhoben hatte, die Nachfolge an.



Herrmann, Klaus-Jürgen: Seite 51,55,60,66,70
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"Das Tuskulanerpapsttum (1012-1046)"

Im Januar 1015 weilte Erzbischof Michael von Salerno in Rom; er dürfte mit dem Tuskulaner auch die politische Situation und die Haltung des Fürsten Waimar von Salerno bei einer künftigen Konfrontation erörtert haben.
Der zweite apulische Aufstand brach bereits nach einem Jahr zusammen. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die normannischen Söldner immer wieder Verstärkung erhielten. Den Anfangssiegen, die sich auf innere Streitigkeiten in der byzantinischen Leitung zurückführen ließen, wußte der neu bestellte Katepan Boiannes sehr wohl zu begegnen; es gelang ihm im Oktober 1018, die Aufrührer-Armee bei Cannae so gründlich zu schlagen, dass das Feuer der apulischen Aufstandsbewegeung erlosch. Melo, der jegliche Fortführung des Kampfes als unnütz einschätzte, ließ die Reste seiner Truppen bei Pandulf und Waimar zurück und setzte sich - wohl nach Rücksprache mit Papst Benedikt in Rom - nach Deutschland ab. Die Koalition der Langobarden-Fürsten brach schnell auseinander.
Während Benedikt und HEINRICH von Benevent nach Troia vorrückten, zog Erzbischof Pilgrim gegen Capua, wo es ihm gelang, Pandulf IV. gefangen zu nehmen. Die anschließende Einnahme Salernos gestaltete sich dagegen diffiziler. Die Stadt war stark befestigt und mußte 40 Tage lang belagert werden, ehe sich Waimar entschloß, seine nominelle Unterwerfung unter Kaiser und Papst durch die Stellung seines Sohnes als Geisel zu bekunden . Der Umstand, dass der Fürstensohn dem Papst als Geisel anvertraut wurde, zeigte einmal mehr das Vertrauen, das HEINRICH in Benedikt setzte.
Waimar von Salerno, der 1022 nur unter dem Eindruck des Pilgrimschen Heeres sich der deutsch-päpstlichen Koalition unterworfen hatte, unterstützte genauso wie die Griechen den ehemaligen Landesfürsten Pandulf IV. von Capua.
 
 
 

  oo N.N.
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Kinder:

  Waimar IV.
          -3.6.1052

  Pandulf
         -

  Guido
         -
 
 
 
 

Literatur:
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Herrmann, Klaus-Jürgen: Das Tuskulanerpapsttum (1012-1046), Anton Hiersemann Stuttgart 1973 Seite 51,55,60,66,70 -