Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Seite 1931
********************
Waifer, Fürst von Salerno (861-880)
----------
Mitglied einer beneventanischen Adelsfamilie, die 839
nach der Ermordung
Sicards
von Benevent nach Salerno geflüchtet war und in den politischen
Kämpfen eine aktive Rolle spielte (die zur Trennung Salernos von Benevent
unter Fürst Siconulf [839-849]
und später zur raschen Aufeinanderfolge der Fürsten
Sico, Petrus
und Ademarius
führten). 861 wurde Waifer nach
einem Aufstand, in dem Ademarius abgesetzt
wurde, zum Fürsten akklamiert. Zur Festigung seiner Macht stützte
er sich auf die Freunde und Verwandten, dies einen Aufstieg zum Fürsten
gefördert hatten, und ernannte sie zu Gastalden und Judices. Gleichzeitig
strebte er danach, den Zusammenhalt in seiner Familie zu bewahren und sie
enger in die Gesellschaft von Salerno einzugliedern, indem er in der Oberstadt
von Salerno die Kirche S. Massimo gründete, deren Eigentumsrechte
er einer aus seinen Kindern und anderen Verwandten gebildeten Familiengruppe
übertrug. Während sich die Autorität des Fürsten von
Salerno im Innern verstärkte, erlitt sie nach außen hin einen
drastischen Schwund, das sich sowohl die Gebiete im Norden Kampaniens,
die nunmehr selbständig von den Grafen von Capua regiert wurden, als
auch die Gastaldate Tarent, Matera und Acerenza, die zuerst von den Sarazenen
und danach von den Byzantinern erobert wurden, seiner Kontrolle entzogen.
Nachdem Waifer 877 seinen Sohn Waimar
I. zum Mitfürsten erhoben hatte, zog er sich im August 880
in das Kloster Montecassino zurück.
oo N.N.
-
Kinder:
Waimar I.
- 901