Rainulf Drengot                              Graf von Alife und von Caiazzo
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    -30.4.1139
     Troia/Apulien
 

Sohn des Grafen Robert von Alife, Caiazzo und S. Agata de'Goti
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 422
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Rainulf Drengot, Graf von Alife und Caiazzo, Herzog von Apulien
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     + 30. April 1139

Sohn Roberts, Graf von Alife, Caiazzo und S. Agata de'Goti

Nach dem Tod des Herzog Wilhelms von Apulien (25. Juli 1127) half er seinem Schwager Roger II., Graf von Sizilien, sich des Herzogtums Apulien zu bemächtigen. Als jedoch Rainulfs Gemahlin Matilde ihn verließ und zu ihrem Bruder nach Sizilien flüchtete, entstand zwischen den Schwägern eine erbitterte Feindschaft. Im April 1135 verbündete sich Rainulf Drengot mit Papst Innozenz II. gegen den König von Sizilien. Er verteidigte Neapel während einer viele Monate dauernden Belagerung. Auch im Bewußtsein der Zeitgenossen wurde Rainulf bald zur Symbolgestalt des Unabhängigkeitsstrebens des normannischen Feudaladels gegenüber den Hegemonieplänen der HAUTEVILLE: Während des Süditalienzugs LOTHARS III. (Frühjahr 1137) trug der Graf von Alife wesentlich dazu bei, daß die Kaiserlichen alle festländischen Provinzen des Königreiches Sizilien erobern konnten. LOTHAR ernannte Rainulf Drengot zum Herzog von Apulien und setzte damit die bereits im 11. Jh. von HEINRICH II. (Meles von Bari) begonnene S-Italienpolitik fort. Die Fahnenbelehnung Rainulfs nahmen der Papst und der Kaiser gemeinsam vor. Nach dem Abzug LOTHARS leistete Rainuld Drengot, nur unterstützt vom Fürsten von Capua, König Roger II., allein Widerstand. Nach anfänglichen Siegen und der Eroberung der Capitana mußte er schließlich sogar die Stadt Alife, das Zentrum seiner Grafschaft, aufgeben, die zerstört wurde. Er starb eines jähen Todes in Troia.



  oo Mathilde von Sizilien, Tochter des Grafen Roger I.
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Literatur:
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Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 46,47,49,51,57,64-66,68-70,72-76,113,185,186,Taf.2  -