Friedrich I.                                    Graf von Kastl und Habsberg
------------
    -11.11.1103
 

Jüngerer Sohn des Grafen Hermann I. von Kastl und der Haziga von Dießen, Tochter von Graf Friedrich II.
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 199
*****************
12. FRIEDRICH
---------------------

F. Nach einhelliger Kastler Überlieferung (Reimchronik Vers 175 ff, Fragment 3 Moritz 2, 117, 129) ein Sohn von 4
1102 12/5 Papst Paschalis urkundet das zu Kastl von Berengar (13), Friedrich und seinem Sohn Otto und die Gräfin Leukard (Tochter von 2) zu gründende Kloster Kehr-Brackmann II 1, 18 n 1: Graf Friedrich, nobiles vir, bringt Petershausener Mönche dorthin; nach seinem Tode setzt sein Sohn Otto, summae nobilitatis, seine Bemühungen fort Casau monast. Petershus. SS 20, 675;
+ 11/11 1103 und in Kastl begraben Kastler lat. Chronik und Reimchronik Vers 490 ff Moritz 2, 104, 145.
Gemahlin
Bertha-Alberada siehe 11
vgl. Annalista Saxo 6, 679
+ 1/1 (angeblich 1103) Kastler Reimchronik Vers 495 ff Moritz 2, 145, nach der lat. Chronik am 2/1 Moritz 2, 104; Michelsberg: Albrat con versa zum 1/1 Schweitzer im 7. Bericht des hist. Ver. zu Bamberg 89.



HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER


Gewin Dr. J.P.J.: Seite 124
*************
21. FRIEDRICH
----------------------

Graf von Kastl, stiftete das Kloster Kastl im Jahre 1102: H. Reg. 272.  Er besaß die Kirche zu Pfaffenhofen (Oberpfalz): H. Reg. 300.
+ 1103.



Friedrich I. gründete das Kloster Kastl zusammen mit dem Sohn und ist quellenmäßig wenig greifbar.

Fenske, Lutz: Seite158
***********
"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen"

Nach der demonstrativen Trennung von seinem kaiserlichen Vater wandte sich HEINRICH V. nach Bayern, wo ihn bereits ein Kreis Hochadliger vom bayerischen Nordgau, mit dem er schon zuvor in Verbindung gestanden hatte, erwartete. Diese Fürsten, zu denen Markgraf Diepold II., Graf Berengar von Sulzbach und Otto von Habsberg-Kastl gehörten, werden nicht nur durch ihre Mittäterschaft an einem kaiserfeindlichen Aufruhr in einen politischen Zusammenhang gerückt, sondern waren auch verwandtschaftlich miteinander verbunden. Darüber hinaus aber vereinte sie ein religiös-kirchlich begründetes Gemeinschaftsbewusstsein, da Berengar, Graf Friedrich von Habsberg-Kastl, sein Sohn Otto und die Mutter Diepolds, Luitgard, gemeinsam Stifter des Klosters Kastl waren, das 1103 durch Mönche Hirsauer Observanz besiedelt wurde.
 
 
 
 

  oo 2. Bertha-Alberada von Schweinfurt, Tochter des Herzogs Otto III. von Schwaben
                 -1.1.1103

        Witwe seines Bruders Hermann II.
 
 
 
 

Kinder:

  Hermann III. Graf von Kastl
         -23.9. vor 1125 ermordet

  Otto Graf von Habsberg
        - 26.9. wohl 1125

  Judith
       -

  oo Ministerialer
 

  Friedrich Graf von Ammertal
        -
 
 
 

Literatur:
-----------
Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977 Seite 158 -