Markward II. (IV.)                           Herzog von Kärnten (1073-1076)
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1010/20-16.4.1076
             (16.61076 Klaar)

Ältester Sohn des Herzogs Adalbero von Kärnten aus dem Hause der EPPENSTEINER und der Beatrix von Schwaben, Tochter von Herzog Hermann II.
 

Brandenburg Erich: Tafel 32 Seite 65
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

X. 83. MARQUARD, Herzog von Kärnten
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* ca. 1020, + 1076 16. VI.

Gemahlin:
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Liutberge
       + vor 1103

Anmerkungen: Seite 156
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X. 83.-84 Ankershofen

Ergänzung (Rösch): Marquard III. Herzog von Kärnten, 1 X 83.



Schwennicke, Detlef: Tafel 24
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"

MARKWART IV.
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    + 16. VI 1076

1039 Graf der KÄRNTENER MARK
gründet St. Lambrecht

  oo LIUTBIRG
                + 15.XI...

Tochter von Liutold II. Graf von Plain



GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 111
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10. MARKWART IV.
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F. (1039 nach 28/11) nobilissimi ducis Adalberonis filii Marchwart et Adalbero, interiectu temporis Bebenbergensis ecclesie factus episcopus, ad altare s. Marie in loco Geisenvelt tradiderunt predium Bernchoven (Berghofen G Neuhausen AG Vilsbiburg) pro anima patris sui in eodem monasterio sepulti in manum Eberhardi comitis (von Ebersberg) eiusdem Geisenveldensis ecclesie constructoris,
Zeugen Heberhardus et Ernestus fratres eiusdem ducis, Chuono de Ebenhusen, Chuono de Vochburch
MB 14, 185; eV.
1035 Juni Bamberg siehe 8
c 1040 Marhwart de Viehtpach Zeuge von Schenkungen des Grafen Adalbero II. von Ebersberg Hundt, Ebersberg 142 n 36 f.;
(nach 1045/53) siehe 11
1050 29/5 Regensburg Kaiser HEINRICH III. bekundet, dass der Herzog (sic) Friedrich (sic statt Markwart) und sein Bruder (sic statt Vetter) Marchward (sic statt Friedrich) auf dem Grunde des praedium Viehpach, das sie nach Erbrecht besaßen, eine Kirche zu Ehren der Heiligen Maria und Georg erbauten und durch den Bischof Michael (sic, 942-972) von Regensburg weihen ließen, ferner von letzterem in Gegenwart prenominati augusti imperatoris die plef genannte Freiheit (wohl pfarrliche Rechte) erwirkten und der Kirche Weingärten, Äcker und Zehnten zuwandten DD 5, 550 f. n 395 (Fälschung noch aus dem 11. Jh., vielfach anscheinend aus dem Gedächtnis)
c 1065 Marchwart, Sohn des Herzogs Adalbero von Kärnten, seine Gattin Liutpirc und seine Söhne übergeben dem Erzbischof Gebhard von Salzburg (seit 1060) und seinem Vogte Engilpert den Zehnten von allen ihren in der Diözese Salzburg gelegenen Stallhöfen, wofür sie den ganzen Zehnten im Aflenztal (Obersteiermark), der zu der dortigen Kirche gehört, erhalten, Spitzenzeugen Fridarich, Marchwart, Liutolt Salzb. UB 2, 161 ff. n 95
c 1067 6/6 Tolmein Marquard Vogt des Bischofs Altwin von Brixen, udZ. Marcwardus, item Marquardus Acta Tirol. 1, 67 n 183
c 1070 Ehevertrag des Freisinger Vizedoms Adalbert mit seiner Gattin Bertha, Spitzenzeuge Heinrich filius Marchwardi Carithiensis comitis n Q 5, 319 f n 1469
1072 17/7 Michaelbeuern Einweihung der neuen Klosterkirche durch Erzbischof Gebhard, Spitzenzeugen Ludwich comes et Chazale comes et Marchwart et filius eius Marchwart  Salzb. UB 11, 771 ff.
1072 25/12 Bamberg rex (HEINRICH IV.) Bertholdo duci Carnotensium ducatum sine legitima discussione absenti abstulit et Marcwardo cuidam propinquo suo tradidit Lamperti Annales ed. Holder-Egger 140
IV. 1074 15/6 Aquileja Marchward Vogt des Patriarchen Sieghard Meichelbeck, Hist. Fris. 1 b, 521 n 1248 a
+ (1076) 16/6 St. Lambrecht: Marchwardus institutor huius loci Necr. 2, 328.

Gemahlin:
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Liutbirg siehe oben zu c 1065; ihre Herkunft erhellt aus dem Namen ihres zweitältesten Sohnes Liutold, sie war eine Tochter Liutolds II. aus dem Hause der WILHELMINE und LIUTOLDE, der Ahnen der Grafen von Plain (siehe da n 11)
+ 15/11 St. Lambrecht: Liupirgis ducissa Carynthie mater fundatoris (ducis Heinrici) Necr. 2, 340
            Admont: Liuza comitissa Necr. 2, 206.


Thiele, Andreas: Tafel 494
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II"

MARKWART II. (IV.)
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    + 1076

Markward II. bekam durch den kaiserlichen Cousin alle Allodien zurück, wurde Graf im Viehbachgau und in der Kärntner Mark und war ab 1056 der eigentliche Herr in Kärnten und verhinderte entschieden die Inbesitznahme durch die von der Kaiserin-Witwe Agnes eingesetzten landfremden Herzöge Welf III., Konrad III. und Berthold I. Er wurde 1070 Markgraf von Istrien-Krain, zog 1072 mit Kaiser HEINRICH IV. gegen Ungarn und wurde Herzog von Kärnten. Er half 1053-1055, den bayerischen Aufstand niederzuschlagen, stritt nach 1057 mit Bischof Adalberts Nachfolger und weigerte sich, die vom Bruder verliehenen Gebiete zurückzugeben. Er wurde Vogt von Aquileia, womit ein weiterer bedeutender Machtzuwachs verbunden war. Er war eine bedeutende kaiserliche Stütze, gründete das Kloster Lambrecht und wurde dessen Vogt, war auch zeitweise Vogt in Brixen.

  oo LIUTBIRG VON PLAIN, Tochter des Grafen Liutold II. von Plain
               +



Tangl Dr. Karlmann: Seite 231
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"Die Grafen, Markgrafen und Herzoge aus dem Hause Eppenstein"

Der Mönch Burkhard von St. Gallen sagt, dass Kaiser HEINRICH auf die Nachricht von der Wahl Rudolfs von Rheinfelden zum deutschen König, gleich nachdem er das Osterfest zu Verona zugebracht habe, unter Begleitung des Herzogs Marquard und seines Sohnes Liutold durch Kärnten nach Deutschland zurückgekehrt sei. Da nun dies im Jahre 1077 geschah und der Ostersonntag jenes Jahres auf den 16. April fiel, so hätte nach dieser Nachricht, Herzog Marquard am 16. April 1077 noch am Leben sein müssen. Dieser Nachricht steht aber die Angabe in der Epochis Benedictino-Lambertinis entgegen, dass Herzog Marquard am 16. November des Jahres 1076 gestorben sei.
Nach Burkhard könnte Marquard erst am 16. April 1077 gestorben sein, und doch erscheint sein Sohn Liutold in einer schon vor jenem Tage wahrscheinlich schon im März, vielleicht gar schon im April jenes Jahres zu Pavia ausgestellten Urkunde als Herzog.
Marquard und seine Gemahlin Luitpurg, von der es unbekannt ist, ob sie vor oder nach ihrem Gemahl gestorben ist, sollen zufolge der im Stifte St. Lambrecht fortbestehenden Überlieferung in der Kirche zu St. Martin im Greut, östlich von Neumarkt, wo Luitpurg ein Frauenkloster gestiftet haben soll, begraben worden sein.
Herzog Marquard hinterließ vier Söhne Luitold, Heinrich, Ulrich und Hermann, die als solche geschichtlich erweis bar sind. Außer diesen werden noch drei andere Söhne Adalbero, Marquard und Hartmann und drei Töchter Beatrix, Kunigunde und Hemma zugeschrieben.
 
 
 
 

1045/50
   oo Liutbirg von Plain, Tochter des Grafen Liutold II.
              -15.11. vor 1103
 
 
 
 

Kinder:

  Liutold
  um 1045/50-12.5.1090

  Heinrich III.
  um 1050-4.12.1122

  Markward Graf
         - vor 16.6.1076

  Ulrich Abt von St. Gallen
        -21.12.1121

  Hermann Bischof von Passau (1085-1087)
  um 1055-   1087
 
 
 
 

Literatur:
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Boshof, Egon: Die Salier. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1987, Seite 171,199 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 32 Seite 65 - Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 51,121,125,169 - Klaar, Karl-Engelhard: Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten, Klagenfurt 1966 Seite 33-34,97-107 - Lampert von Hersfeld: Annales/Annalen Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 2000 Seite 164,184 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen Römischen Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 -
Tangl, Karlmann: Die Grafen, Markgrafen und Herzoge aus dem Hause Eppenstein,  Archiv XVI Seite 231 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 494 -