Begraben: Trier, Dom
Jüngerer Sohn des Grafen
Bruno I. von Isenburg
(† vor 1210) und der Theodora von Wied, Tochter
von Graf Dietrich († um 1200) und der N.N.
Bruder von Graf Dietrich dem
Älteren von Isenburg († 1253), Graf Bruno
II. von Isenburg (†
vor 1256), Agnes von
Isenburg
Neffe von Graf Georg von Wied († 1217), Graf Lothar von Wied († 1.3.1244), Erzbischof Dietrich II. von Trier († 28.3.1242), Herrin Isalda (Theodora) von Eppstein († 1223), Vogt Konrad Vogt von Andernach († nach 1215), Propst Metfried von St. Paulin in Trier († nach 1220), Äbtissin Ida von Vreden
Groß-Neffe von Erzbischof Rudolf von Trier († 1197), Kanoniker
Burkhard zu St. Gereon in Köln († nach 1183), Kanoniker Theoderich zu St. Gereon in Köln († nach 1183)
Enkel von Graf Rembold von Isenburg († um 1175)
Lexikon des Mittelalters: Band I
Spalte 1003
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14. Arnolf II., Erzbischof von Trier seit 1242
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†
5. November 1259 in Montabaur
Begraben: Trier, Dom
Sohn Brunos
von Isenburg und Theodoras
von Wied, DOMKANONIKER in MAINZ und TRIER,
vermutlich 1212 DOMMCELLERAR,
1217 ARCHIDIAKON und 1228 DOMPROPST in TRIER, zudem PROPST und
ARCHIDIAKON von ST. MARIEN in ERFURT (1236-1242).
Bei erstmaligem Wahlausschluß des übrigen Klerus und der
Laien berief ihn die Mehrheit des Domkapitels zum Nachfolger seines
verstorbenen Onkels Dietrich II.
von Wied. Der von König KONRAD IV. anerkannte
Gegenkandidat Propst verzichtete bald darauf gegen Entschädigung,
aber erst Rudolf von St. PaulinRudolfs
Tod beendete die
Kriegswirren und sicherte Arnolds
Anerkennung. Die Bischofsweihe empfing er im Juni 1245.
Reichspolitisch bezog Arnold II. zunächst an der Seite der Erzbischöfe von
Köln und Mainz Front gegen die STAUFER und gehörte zu den
Wählern der Gegen-Könige
HEINRICH RASPE (1246) und WILHELM VON HOLLAND (1247). Nach
dessen Tod spaltete er aus territorialpolitischen Gründen die
rheinische Kurfürstengruppe und betrieb 1257 in Frankfurt die vom
französischen König unterstützte Wahl ALFONS X. VON KASTILIEN zum
römischen König gegen RICHARD
VON CORNWALL. Seine Bistumspolitik war von Kämpfen gegen
den Adel, dem Ausbau des Städte- und Burgenwesens (1254 Beitritt
zum Rheinischen Städtebund), dem erfolglosen Ausgriff auf die
Reichsabtei Prüm sowie von Konflikten mit der Geistlichkeit
bestimmt.
H.-J. Krüger