Arnold II. von Isenburg                 Erzbischof von Trier (1242-1259)
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um 1190
5.11.1259
              Montabaur

Begraben: Trier, Dom

Jüngerer Sohn des Grafen Bruno I. von Isenburg ( vor 1210) und der Theodora von Wied, Tochter von Graf Dietrich ( um 1200) und der N.N.
Bruder von Graf
Dietrich dem Älteren von Isenburg ( 1253), Graf Bruno II. von Isenburg ( vor 1256), Agnes von Isenburg
Neffe von
Graf Georg von Wied ( 1217), Graf Lothar von Wied ( 1.3.1244), Erzbischof Dietrich II. von Trier ( 28.3.1242), Herrin Isalda (Theodora) von Eppstein ( 1223), Vogt Konrad Vogt von Andernach ( nach 1215), Propst Metfried von St. Paulin in Trier ( nach 1220), Äbtissin Ida von Vreden
Groß-Neffe von Erzbischof Rudolf von Trier (1197), Kanoniker Burkhard zu St. Gereon in Köln ( nach 1183), Kanoniker Theoderich zu St. Gereon in Köln ( nach 1183)
Enkel von
Graf Rembold von Isenburg ( um 1175)

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1003
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14. Arnolf II., Erzbischof von Trier seit 1242
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      † 5. November 1259 in Montabaur

Begraben: Trier, Dom

Sohn Brunos von Isenburg und Theodoras von Wied, DOMKANONIKER in MAINZ und TRIER, vermutlich 1212 DOMMCELLERAR, 1217 ARCHIDIAKON und 1228 DOMPROPST in TRIER, zudem PROPST und ARCHIDIAKON von ST. MARIEN in ERFURT (1236-1242).
Bei erstmaligem Wahlausschluß des übrigen Klerus und der Laien berief ihn die Mehrheit des Domkapitels zum Nachfolger seines verstorbenen Onkels Dietrich II. von Wied. Der von König KONRAD IV. anerkannte Gegenkandidat Propst verzichtete bald darauf gegen Entschädigung, aber erst Rudolf von St. PaulinRudolfs Tod beendete die Kriegswirren und sicherte Arnolds Anerkennung. Die Bischofsweihe empfing er im Juni 1245.
Reichspolitisch bezog
Arnold II. zunächst an der Seite der Erzbischöfe von Köln und Mainz Front gegen die STAUFER und gehörte zu den Wählern der Gegen-Könige HEINRICH RASPE (1246) und WILHELM VON HOLLAND (1247). Nach dessen Tod spaltete er aus territorialpolitischen Gründen die rheinische Kurfürstengruppe und betrieb 1257 in Frankfurt die vom französischen König unterstützte Wahl ALFONS X. VON KASTILIEN zum römischen König gegen RICHARD VON CORNWALL. Seine Bistumspolitik war von Kämpfen gegen den Adel, dem Ausbau des Städte- und Burgenwesens (1254 Beitritt zum Rheinischen Städtebund), dem erfolglosen Ausgriff auf die Reichsabtei Prüm sowie von Konflikten mit der Geistlichkeit bestimmt.
H.-J. Krüger

Quellen:
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Wattenbach-Schmale I, 349ff.

Literatur:
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DHGE I, 577f.
NDB I, 378
P. Neu, RhVjbll 26, 1961, 255ff.
F. P. Sonntag, Das Kollegiatstift St. Marien zu Erfurt. 1962, 111f.
A. Gerlich, Rhein. Kfs.en und dt. Kgtm. im Interregnum (Fschr. J. Bärmann, Gesch. Landeskunde III, 2, 1967), 44ff.
F. Pauly, Aus der Gesch. des Bm.s Trier II, 1969, 96ff.
F.-J. Heyen, Archiv für mittelrhein. Kirchengesch. 21, 1969, 28ff.
F.-J. Heyen, Die Grabkirchen der Bf.e v. Trier (Fschr. H. Heimpel III, 1972), 594ff.
K. Ganzer, ZRGKanAbt 58, 1972, 166ff.


Literatur:
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www.wikipedia.de -