Folchard
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Sohn des Grafen N.N.
 

Wenskus Reinhard: Seite 119
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"Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel."

Ein jüngerer Folchard, wohl der 856/77 genannte Corveyer Mönch, tradiert - wohl beim Eintritt in das Kloster - um 867 in einem Ort mit einem IMMEDINGER-Namen: Hrotberteshusen im Nethegau [1023 Der Erzbischof Rotbert von Trier war ein Bruder der Königin Mathilde.]. An eben dem gleichen Ort hat aber schon etwa ein Jahr vorher ein Abbo an Corvey Gut übertragen [1024 Trad. Corb. A § 230/ B § 455.]. Dass dies kein Zufall ist, wird dadurch gesichert, dass Folchard schon um 854 in einem nicht mehr genau zu lokalisierenden Ort namens Wegballidi eine Tradition für seinen ungenannten Bruder vornimmt [1025 Trad. Corb. A § 170b/B § 394b.]. Und in eben diesem, wohl sehr kleinen Ort schenkt wieder Abbi [10126 Daß Abbi und Abbo wahllos nebeneinnander für die gleiche Person gebraucht wird, zeigt schon die Überlieferung des Abbi, der sich 785 unterwirft. Er wird in den Ann. regni  Franc. Abbi, beim Poeta Saxo aber Abbo genannt; vgl. W. Schlaug (wie Anm. 507) Seite 54.] um 870 für seinen Bruder Haruth [1027 Trad. Corb. A § 250/B § 475. Daß Folchard und Haruth zur Familie gehören, läßt sich auch durch einen Gedenkbucheintrag aus dem IMMEDINGER-Bereich stützen; vgl. K. Schmid (wie Anm. 2931) Seite 19ff.].