Begraben: Heilsbronn
Ältester Sohn des Burggrafen Konrad I. von Nürnberg
und Adelheid von Frontenhausen, Tochter von Graf Heinrich II.
Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 223
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Friedrich III., Burggraf von Nürnberg
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* um 1225, + 14.8.1297
Cadolzburg
Begraben: Heilsbronn
Vater: Konrad I. Burggraf von Nürnberg
Mutter N.N. von Leiningen
1. oo um 1246 Elisabeth von Andechs-Meranien (+ 1273)
2. oo um 1275 Helene von Sachsen
Witwe des Herzogs Heinrich III. von Schlesien zu Breslau ( + 1309)
Besitzer des Gebietes rings um die Cadolzburg (westlich
Nürnberg) und Bayreuth (durch die Meranische Erbschaft).
Später Gewinn von Gebieten am Obermain und im Fichtelgebirge.
Hiermit Begründung des fränkischen Doppelterritoriums
des Markgrafentums Ansbach-Bayreuth.
1273 Belehnung mit der Burggrafschaft in Nürnberg
durch König RUDOLF VON HABSBURG.
1278 auf dem Marchfeld Träger der Reichssturmfahne.
Friedrich III. hat
die erfolgreiche Territorialpolitik der schwäbisch-fränkischen
HOHENZOLLERN
eingeleitet, die durch Königstreue und Reichsdienst Lehen und Rechte
gewannen.
Literatur:
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NDB 5; BWB 1; G. Schumann, Die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach,
1980.
Mast, Peter: Seite 13
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"Die Hohenzollern. Von Friedrich III. bis Wilhelm II."
Haben wir in der Abenbergischen Erbschaft die Urform des
Fürstentums Ansbach zu sehen, so konnten noch unter Burggraf Konrad
durch die Heirat seines Sohnes und Nachfolgers
Friedrich
die Ausgangspositionen
für die Kulmbach-Bayreuther Territorialbildung gewonnen werden.
Sie stammten aus der umfangreichen Hinterlassenschaft des Hauses ANDECHS-MERANIEN,
das 1248 mit Otto II. ausgestorben war, dessen Erbtochter
Friedrich geheiratet hatte. Es handelte sich um das Gebiet um
Bayreuth und um Hof (welch letzteres die HOHENZOLLERN erst 1373
unmittelbar in Besitz nahmen).
Auch unter Friedrich III.
nahmen die hohenzollernschen Burggrafen
eine reichstreue Haltung ein. Friedrich hatte wesentlichen Anteil
daran, dass 1273 RUDOLF VON HABSBURG
zum deutschen König gewählt wurde; er selbst war es, der ihm
die Nachricht davon überbrachte. 1278 sehen wir ihn auf dem Marchfeld
im Kampf gegen den Böhmen-König Ottokar
II. mit der Sturmfahne des Reiches. Schließlich verhalf
er RUDOLF auch zur rechtlichen Grundlage
dafür, daß er mit dem Untergang König
Ottokars heimgefallenen Lehen Österreich, Steiermark und
Krain seinen Söhnen zuwenden konnte. Denn Burggraf Friedrich
ist es gewesen, der den Kurfürsten die zur Belehnung notwendigen Willebriefe
(den Konsens zu den königlichen Belehnungsurkunden) abgerungen hat.
Nach einer zeitgenössischen Reimchronik hat den König niemand
mehr betrauert als er, der RUDOLF noch
auf dessen letzter, von Todesahnungen erfüllten Reise nach Speyer
begleitet hatte.
Die HOHENZOLLERN waren in ihrem Dienst für
das Reich durchaus auf ihre Kosten gekommen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang
vor allem der große Lehensbrief des Jahres 1273, der die politische
Stellung der Nürnberger Burggrafen erstmalig rechtsverbindlich fixiert
haben mag und ihnen darüber hinaus die weibliche Erbfolge zusicherte.
1246
1. oo Elisabeth von Meran, Tochter des Herzogs
Otto I.
um 1225-18.12.1272
1275
2. oo Helene von Sachsen, Tochter des Herzogs
Albrecht I.
-12.6.1309
Kinder:
1. Ehe
Johann Ersterbe
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1261/62 ermordet
Siegmund
-
1261/62 ermordet
Maria
-25.11.1298
oo Ludwig V. Graf von Öttingen
-9.11.1313
Adelheid
- 1306/07
1270/73
oo Heinrich II. Graf von Castell
- 1308
Elisabeth
- vor 1288
oo Gottfried III. Graf von Hohenlohe
- 1290
2. Ehe
Johann I.
1278/80-25.2.1300
Friedrich IV.
1287-19.5.1332
Anna
-
1357
um 1295
oo Emicho I. Graf von Nassau-Hadamar
-7.6.1334
Literatur:
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Franzl, Johann: Rudolf I. Der erste Habsburger
auf dem deutschen Thron, Verlag Styria 1986, Seite 87, 92-95,104,117,121,133,146,150,158,160,179,186,191,224,229,
232,269 - Mast, Peter: Die Hohenzollern. Von Friedrich III. bis
Wilhelm II. Styria Verlag Graz/Wien/Köln 1988 Seite 13 - Witte,
Heinrich: Burggraf Friedrich III. von Nürnberg und der zollernsche
Besitz in Oesterreich -