CXIX. MAURINUS
Über den Grafen Maurinus,
der mit KARL
III. auf dem
Rückwege von
Rom im
März 881 in Siena war, wo in Anwesenheit des neuen Kaisers und
seines
Anhanges ein Streit zwischen den Kirchen von Siena und Arezzo
entschieden wurde [1
MG DD Karl III. Seite 51, nr. 31 (= MANARESI, I placiti Seite 332, nr.
92). Zu der Nennung eines Morinus comes in
einer Parmenser Urkunde von
877/Dezember vgl. den Anhang: Grafennennungen in
Urkundenfälschungen.], ist wenig bekannt.
Immerhin scheint er jener
Maurinus gewesen zu sein, der
(873-876) cum suis complicibus
in
Ravenna eindrang, Besitzungen der Papstanhänger plünderte und
den
päpstlichen Vestarar zur Übergabe der Stadtschlüssel an
den Erzbischof
Johannes X. zwang, welcher sich
mit dem Papst überworfen hatte [2
MG Epist. VII. Seite 312, nr 62. Zur Situation in Ravenna vgl. L.
DÜMMLER, Geschichte des ostfränkischen Reiches II² Seite
55 und Seite 391.].
Der
Papst exkommunizierte ihn dafür und beschwerte sich bei der
Kaiserin
Angilberga.
- Mit dem Pfalzgrafen Mauritius aus
der Zeit von 835-844
darf er wohl nicht mehr identifiziert werden.