CXVI.    MARIUS,


Graf von Bergamo, wurde in co anno, quando Imp. Lotharius cum exercitu in Francia cum fratrihsis ad patrem perrexit, mit dem Bischof Heribert von Lodi als kaiserlicher Nuntius von LOTHAR I. nach Verona geschickt, damit er dort die Stadtmauer und andere Befestigungsanlagen wiederherstellen lasse. Mit seinen beiden Brüdern Pippin und Ludwig dem Deutschen zog LOTHAR im Jahre 830 und dann wieder 833 zu - oder vielmehr gegen - seinen Vater. In diese Jahre ist demnach Graf Marius zu setzen. Wird in unserer Quelle, einer im Jahre 837 über diesen Vorgang angefertigten Notiz [1
FAINELLI, Cod. dipl. Veronese Seite 205, nr. 147.], die Restaurierung der Befestigung Veronas in einer so engen Verknüpfung mit LOTHARS Unternehmungen in Francien erwähnt, so liegt der Schluß nahe, daß LOTHAR womöglich damals schon mit einem schlechten Ausgang der Ereignisse rechnete und die Verteidigungseinrichtungen der Grenzstädte seines seit einigen Jahren verwalteten Reichsteils für den Bedarfsfall gebrauchsfertig machen wollte, wie er 834 nach seinem Abzug aus Francien - soviel THEGAN, die Vita Hludovici und die Annales Bertiniani uns mitteilen - ja auch die Alpenpässe verbauen ließ [2Vgl. BM² nr. 931d.].
Weiteres ist über diesen Grafen nicht zu ermitteln [3
Ist er mit dem Pfalzgrafen Maurinus zu identifizieren?].