CXV. MARCARIUS von Friaul
Dieser dux, der in einem Brief Papst Hadrians I. (von
776-778) an König KARL erwähnt wird [1 MG Epist.
III Seite 590, nr. 63 (= CESSI, Documenti I Seite 54, nr. 35). ]
und den KARL nach des Papstes
Wunsch mit der
Wiedereinsetzung eines von den Griechen in Istrien (- das damals noch
nicht der fränkischen Herrschaft unterstand -) geblendeten
Bischofs in
sein Bistum betrauen sollte, muß in den Gebieten nördlich
oder
nordwestlich der Alpen beheimatet gewesen sein. Auf ihn als Nachfolger
des langobardischen Herzogs Hrodgaud muß
ganz besonders die
Nachricht [2
Ann. Einhardi ad 776, Seite 45.]
von der Einsetzung fränkischer Grafen nach der Niederwerfung des
Friauler Aufstandes bezogen werden.
Wenn in einer Urkunde aus Aquileja ein Masselius
prestante domini
misericordia dux genannt wird, welcher der Badia di Sesto im
Januar 778 villam unam que sita est
in montanis que dicitur Forno
schenkte [3
DE RUBEIS, Dissertationes variae eruditionis Seite 292. ],
so darf man in der Edition des Diploms durch DE RUBEIS
(1762) wohl einen Lesefehler vermuten und in diesem dux den Herzog
Marcarius von Friaul sehen [4
Vgl.
schon A. HOFMEISTER, Markgrafen Seite 265.].
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