CIV.    Markgraf KONRAD,


der Sohn Berengars II. und Willas, wurde in den letzten Jahren der Herrschaft seines Vaters in Italien (ca.957-961) als Verwalter der Grafschaft Mailand eingesetzt [12 SCHIAPARELLI, I dipl. di Ugo e di Berengario II. Seite 380, nr. 7. ]. Als OTTO I. 961 in Italien erschienen war, wurden auch seine Besitzungen - wie die seines Vaters und seiner Brüder, König Adalbert und Markgraf Wido - konfisziert und am 12. September 963 dem Bischof Wido von Modena übertragen [2
MG DD Otto I. Seite 370, nr. 260. ]. Obgleich er auch nach dem Willen des byzantinischen Kaisers 968 noch ein Heer von 7-8.000 Panzerreitern aus Süd-Italien gegen OTTO DEN GROSSEN anführen sollte [3 LIUDPRAND, Legatio cap. 30, Seite 191.], damals also noch in Oppositioneller Haltung gegen OTTO gestanden haben wird, so hat er sich doch später mit OTTO ausgesöhnt. Als marchio schenkte er am 30. September 987 zusammen mit seiner Gemahlin Richilda, der Tochter des Markgrafen Arduin Glabrio, den Kanonikern der Kirche von Vercelli das Castell Caresana mit Zubehör [4 BSSS 70 (Vercelli) Seite 18, nr. 16. - Vgl. auch E. BRANDENBURG, Die Nachkommen Karls des Großen Seite 91, nr. 38.].
Als Sohn König Berengars II. und Enkel Markgraf Adalberts von Ivrea war er selbstverständlich fränkischer Abstammung.