LXIV. EREMBERT
Urkunden Kaiser LUDWIGS II., KARLS III.
und BERENGARS
I., die den
Kanonikern der Kirche von Reggio eine Stiftung ihres Bischofs Sigefred
(und andere Besitzungen) bestätigen, schließen immer in
Gavassa massarii
duo et unum de parte Eremberti comitis
et in Faennio massaricium unum
... in die Bestätigung ein [1
TORELLI, Le carte Reggiani Seite 34, nr. 12 (= MURATORI, Antiqu.
Italiae
V Seite 191) von 857/Januar/11; MG DD Karl III. Seite 137, nr. 85 von
883/Juni/30; SCHIAPARELLI, I dipl. di Berengario I. Seite 60, nr. 20 -
von
898/November/6 und Seite 382, nr. 48 - von (907)/November/6.].
Von diesem Erembert (Herembert, Heribert), der möglicherweise
ein
Graf
von Reggio war, ist weiter nichts bekannt. Sehr fraglich ist es,
ob man
noch das Diplom LOTHARS
I. vom 4. Mai 839 für cuidam fideli nostro
Eremberto nomine, das
Erembert ex comitatu Hastense
quendam curtem
nostram Eburlas (= Ivero) verleiht [2 BENASSI,
Parma I Seite 106, nr. 3 (= MURATORI, Ant. It. I Seite 579). -
Diese Urkunde liegt bemerkenswerterweise im selben Archiv wie die in
Anm. 3
zitierte.], auf ihn beziehen darf.
Wenn sich am 14. August 865 der zweimal im Gefolge LUDWIGS II.
nachweisbare Hermenulf us comes als filius
b. m. Heremberti bezeichnet
[3
BENASSI, Parma I Seite 233, nr. 5 bis = Anhang. Vgl. Skizze Ermenulfus.],
so möchte man in ihm einen Sohn unseres Grafen vermuten. Wie
für
Ermenulf wäre aber dann
auch für Graf Erembert
die Abkunft
von einem
jenseits der Alpen beheimateten Geschlecht wahrscheinlich. Zu einer
gesicherten Aussage kann man aber hier nicht gelangen.