LX. EGITINGUS
wird im Gedenkbuch von S. Giulia in Brescia [1 Codice
necrol.-liturg., ed. VALENTINI Seite 67 (= 37r des
Originals).] als comes
erwähnt. Da
der
Eintrag Egitingus
commes direkt unter Ingelfredus commmes steht,
dürfte er der sonst auch als Aitingus oder Egiringus [2 Vgl. Skizze Ingelfred.]
bezeugte
Sohn
des Grafen Ingelfred (von Verona)
gewesen sein. - Offenbar verwaltete
er die Grafschaft Verona in
Gemeinsamkeit mit seinem Vater und wohl auch noch einige Zeit
nach dessen Tode. Erst ab 930/31 ist Milo
als Graf von Verona
nachweisbar.
Als Sohn des Grafen Ingelfred
war Graf Egitingus auch
alemannischer Abkunft [3
LEICHT veröffentlicht in seinen Scritti vari II, 2 Seite 40, nr. 1
die
bruchstückhaft erhaltene Urkunde einer gewissen Imeltruda
honesta
femina, que professa sum ex nacione mea lege vivere Alamannonum,
Tochter eines Grimoald und
Gemahlin eines ungenannten Franken. Das am
21. November 927 ausgestellte Diplom beinhaltet eine Schenkung an das
Kloster St. Maria di Sesto und wurde
consentiente propinquis parentibus
abgefaßt. Am Anfang der Zeugenreihe befindet sich nun auch
das
Signum
manus Aitingo con ... eiusdem femine, qui hanc
paginam consentiente ad omnia scripta [subscripsit]. Hier hat
man noch einen weiteren
Beleg für den Grafen Egitingus
und dessen alemanischc Abkunft vor
sich.
Der Zusammenhang zwischen Egitingus,
Imeltruda und Grimoald wird
eindeutig durch den bereits genannten Gedenkbucheintrag (vgl. Skizze
Grimaldus) bestätigt.
Wahrscheinlich bezieht sich auch die von MURATORI, Ann. It. II Seite
135 veröffentlichte Urkunde einer
Immeltruda
honesta femina, die das alemannische Recht bekannte, auf diesen
Personenkreis.].