LIV.    CUNTHART,


Kaiser LUDWIGS II. jugendlicher Neffe, kämpfte nach den Angaben des sehr späten Chronicon Salernitanum [1
MG SS III Seite 532.] im Jahre 872 mit einem Teil der fränkischen Truppen erfolgreich gegen die in Süd-Italien vorrückenden Sarazenen, während andere ebenso tüchtige Truppenteile unter dem Befehl der Grafen Unroch I., Otto von Bergamo, Egifred, Arding I., Remedius und Boso I. standen. Neuntausend Feinde sollen von Cuntharts Leuten niedergestreckt worden sein [2 Dazu vgl. E. DÜMMLER, Ostfränk. Reich II² Seite 266 und 342 und P. KIRSCH, Erhebung Berengars Seite 86, Anm. 1. - L. M. HARTMANN, Geschichte Italiens III Seite 309 nennt die ganze Nachricht des Chron. Salernit. „schon durchaus sagenhaft".]. Cunthart selbst sei jedoch mit vielen anderen im Kampfe gefallen.
Als kaiserlicher Neffe und wohl als Sohn der Schwester LUDWIGS II., Berta [3
Vgl. S. HELLMANN, Die Heiraten der Karolinger Seite 25, Anm. 6. Bei E. BRANDENBURG, Die Nachkommen Karls des Großen, ist Cunthart nicht verzeichnet.], darf er, wenn man dieser Quelle einen Aussagewert zumißt, durchaus als Franke angesehen werden.