XXIll. AMELRICH (I.)
Der mit der Tochter des Pfalzgrafen
Lanfranc vermählte Markgraf
Amelrich (II.) nennt
sich in einer Urhunde vom 30. Januar 954 filius quondam item Amelrici comitis et marchionis.
Dieser Amelrich (I.) habe auch - wie weiter betont
wird - dem Kloster Nonantola pro
anima Ingelburge avie mee Land in
Bagnoli (10 km sö. Monselice) geschenkt [1 GLORIA,
Padua I Seite 61, nr. 42 (= CESSI, Documenti II Seite 62, nr. 39).].
Weitere sichere Nachrichten über ihn fehlen [22 Am 10.
März 928 ließ König Hugo bei einem Besuch
Ferraras
für Amelricum,
qui et Amizo vocatu, habitator Ferrariae, cum
coniuge sua nomine Teoperga ein Schutzprivileg ausstellen. Es
heißt darin: nullus etiam in
illorum castris neque villis placita
tenere audeat, neque potestative ingredi temptet; nemo quoque eorum
liberos homines neque servos inquietare presumat iniustae
(SCHIAPARELLI, I dipl. di Ugo Seite 41, nr. 14 = MURATORI, Ant. It. V
Seite 937). Da dieses Ehepaar Besitzer von Kastellen und ganzen
Ortschaften war, könnte gut eine Identitat mit dem Vater des im
Gebiet
von Ferrara so reich begüterten
Amelrich II. vorliegen. Wenn
schließlich unter der am 2. August 910 in Gagium bei Rovcscello
(Geb. von
Ostiglu/Po) ausgestellten Urkunde des
Grafen Anselm II. von Verona ein
Sign. + manus Isoni ex franquorum genere vasso
Amizoni teste zu
finden ist (TIRABOSCHI, Nonantola II Seite 94, nr. 72), dann
scheint es, daß hier ein Vasall dieses mit Kastellen
ausgestatteten
Mannes aus Ferrara und das heißt offenbar ein Vasall Amelrichs I. -
zugegen war. Am 10. Juli 919 unterschrieb auch ein Almerico
vivente
lege salica in Cologna/Po (25 km nö. Ferrara) eine Urkunde
(CdL Seite
833, nr. 483).]
Er war ein Salfranke. Das ergibt sich eindeutig
aus dem Rcchtsbekenntnis seines Sohnes.