XXI.    AMELGISUS, vicecomes von Piacenza


Ende Juni 892 führte in Piacenza der Sigefredus comes ipsius civitatis eine gerichtliche Untersuchung über das Recht der S. Peterskirche zu Varsi auf Besitzungen im Gebiet von Placenza durch. Unter der Urkunde über diesen Vorgang findet sich auch das Signum + manu Amelgisi uicecomes ipsius ciuitatis Placentine, qui interfuit [1
SCHIAPARELLI, Documenti inediti dell'archivio capit. di Piacenza Seite 190, nr. 2 (= MANARESIi, I placiti Seite 355, nr. 99).]. Dieser Amelgisus war wie Sigefred ein treuer Parteigänger der WIDONEN. Von Kaiser LAMBERT erhielt er deshalb auch im Januar 895 auf Fürsprache des Grafen Everard et cum consensu Sigefredi comitis quasdam res iuris nostri publici . . . in ius proprium et hereditatem perhennem, hoc est massaricia quattuor in comitatu et pago Placentino de eodem pertinentes comitatu [2 SCHIAPARELLI, I dipl. di Guido e di Lamberto Seite 71, nr. 1. ].
Weiteres ist über Amelgis nicht bekannt. 897 findet man den Franken Helmericus, der im Juni 892 beim Gerichtstag in Piacenza noch als gewöhnlicher Vasall Sigefreds zugegen war, in der Vicegrafen-Stellung in Piacenza.