XVII.    ALKERIUS


Zu den Großen König BERENGARS in der Zeit nach den Rivalenkämpfen mit WIDO zahlte auch der Graf Alkerius. In einem Diplom BERENGARS vom 30. November 896, mit dem dieser mansum unum iuris regni pertinentem de comitatu Verosense situm in villa Runco (= Ronco) an den Presbyter Bonipert überträgt, interveniert Alkerius. Noster fidelissimus comes wird er dabei von BERENGAR genannt [1
SCHIAPARELLI, I dipl. di Berengario I. Seite 51, nr. 16.]. Als BERENGAR am 21. Februar 904 der S. Alexanderkirche von Bergamo das nahe der Stadt gelegene Fiskalgut Murgula schenkte, geschah das gleichfalls auf Intervention Alkers. Mit ihm intervenierten damals noch Bischof Hildegar und Pfalzgraf Sigifred [2 SCHIAPARELLI, a.a.O. Seite 124, nr. 43: Hildegarium venerabilem episcopum et Sigifredum gloriorum sacri palatii nostri comitem nec non et Alkerium comitem nostram exorasse clementiam ...].
Welchem Familienkreis Alkerius angehörte und nach welchem Volksrecht er lebte, ist unbekannt [3
DOZIO identifizierte ihn in CdL Seite 892, Anm. 2 mit einem Archarius, qui fuit vassus Sigefredi comiti, filius bone memorie Adelgisi partibus Francie, der in einer Urkunde aus Civate genannt werde. Sein Vorschlag ist aber unhaltbar, da das Original dieser Urkunde - zur Zeit Universitätsbibliothek Halle/Saale, Sammlung Morbio - nicht Archarius, sondern Anscharius, qui fuit vassus Sigefredi, aufweist; vgl. MANARESI, I placiti Seite 497, nr. 133. Nicht möglich ist weiterhin eine Identifizierung mit dem in den Gesta Berengarii lib. II, v. 157 ff., Seite 106 genannten Alcherius, einem aus dem Franken-Reich zur Unterstützung WIDOS 888 nach Italien gekommenen Großen. Dieser wurde vom heros Athesinus (Waltfred von Verona) niedergestreckt.].