V    A D E L B E R T U S (von Reggio?)


Ein weiterer Graf Adelbert ist uns aus einer Reggianer Urkunde des Jahres 937 bekannt. Bei einer Untersuchung der Besitzverhältnisse der Kirche von Reggio trat damals ein Prando ministeriale Bertille commitisse et filiorum eius inclitis comitbus Guidone et Adelberto simul et Rodiberto auf [1
TORELLI, Le carte Reggiani Seite 124, nr. 49 (TIRABOSCHI, Modena I Seite 104, nr.85).].
Adelbert war also ein Sohn des Grafen Bertald (von Reggio?) [2
Vgl. Skizze Bertald.] .
Weitere eindeutige Nachrichten über ihn fehlen. Wahrscheinlich darf man in ihm, da um diese Zeit kein anderer Graf Adelbert auftritt [3
In Parma war damals bereits ein Maginfredus Graf.] und wie deshalb schon G. FASOLI vorschlägt, auch den am 13. April 945 unter den ersten Anhängern Berengars II. auftretenden Adelbertus comes erblicken [4 SCHIAPARELLI, I dipl. di Ugo Seite 232, nr. 80 (= MANARESI, I placiti Seite 551, nr. 144).]. Ungewiß ist, ob er mit einer gewissen Ildeburga vermahlt war [5 OTTO I. bestätigte (MG DD Otto I Seite 367, nr. 258) wie auch einige seiner Nachfolger (GLORIA, Padua I Seite 68, nr. 46; Seite 110, nr. 77; Seite 170, nr. 133; Seite 176, nr. 139; Seite 341, nr. 317) - dem St.-Zacharias-Kloster bei Rivalta/Venezien den Besitz der im Regnum Italiae gelegenen Güter und dabei auch loca denominata,
quas ibi contulit per cartula offersionis Ingelfredus commes, filius quondam Grimaldi, et Ildeburga commitissa, uxor Adalberti commitis, cum suis heredibus, sicut textus ipsorum cartule legitur. Es waren Güter in finibus Montissiricani (= Monselice): in Petriolo, Cona, Sacco, Lupa, Liquencia und Laurenciaca. Eine Identifizierung des hier genannten Grafen Adelbert, Gemahl der Gräfin Ildeburga, mit Adelbert, dem Sohn Bertalds (von Reggio), kann deshalb erwogen werden, da auch die Witwe des Grafen Wido, des Bruders Adelberts aus Reggio, im Gebiet von Monselice begütert war. - Nicht außer acht zu lassen ist aber auch, daß die Vorfahren Markgraf Amelrichs II., unter denen ein Adelbert bekannt ist, reichen Besitz im Gebiet von Monselice hatten.
].
Über das Rechtsbekenntnis seines Bruders Wido ist Adelberts fränkische Abkunft gesichert