Tochter des Markgrafen Otto III. "der Weiße"
im bayerischen Nordgau aus seiner 2. Ehe mit der Irmgard von Turin,
Tochter von Markgraf Manfred II. Odelrich
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 81
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34. BEATRIX
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F. s. 32;
Beatrix nupsit (Lücke)
marchioni = Graf Heinrich von Hildrizhausen in Schwaben, Markgraf
auf dem Nordgau
(1061 13/2 Waldteil im Quellengebiet der Fichtelnaab
liegt in der Grafschaft [an der oberen Naab] des Grafen Heinrich
und in der Mark Nabburg DD 6, 89 f. n 69
1069 27/10 Wurz AG Neustadt an der Waldnaab im Nordgau
liegt in der Grafschaft [an der oberen Naab] des Heinrich DD 6,
285 f. n 226
c 1070 Heinricus marchio de Hiltershusen Codex
Hirsaugiensis Bibl. d. hist. Ver. Stuttgart 1, 58
1071 comes Heinricus Zeuge für die Gründung
von Banz von Guttenberg, Bamb. Reg. n 418 unter b
1078 Heinricus [obiit] in pace Bernoldi Chronicon
SS 5, 435).
Zu den Kindern der Beatrix gehört
Bischof Eberhard von Eichstätt (1099-1112), durch den Schweinfurt
an das Bistum Eichstätt kam Heidingsfelder, Eichst. Reg. n 297.
Fenske, Lutz: Seite 245
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"Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen
Sachsen"
Im Jahr 1100 erwarb das Erzstift Magdeburg von dem homo liber et ingenuus O. umfangreichen Besitz. Initiatorin und eigentlich handelnde Person bei dem damals getätigten Rechtsgeschäft war die Markgräfin Beatrix, die Witwe des Markgrafen vom bayerischen Nordgau Heinrich von Hildrizhausen. In der darüber ausgestellten Urkunde übertrug Beatrix dem Erzstift die Burg Schweinfurt mit dem dortigen Eigenkloster und anderen Besitz. Bei dem liber homo O., den die Urkunde als den Traditor nennt, handelt es sich um den erblindeten Sohn der Beatrix, Otto, der zu einem nicht bekannten Zeitpunkt Mönch im Kloster Hirsau geworden war. Anlässlich der mit diesem Verkauf verbundenen Rechtshandlung, bei dem von Seiten des Erzstifts umfangreiche Gegenleistungen erbracht werden mussten, boten beide Seiten Zeugen auf.
Schütz Alois: Seite 4
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"Die Andechs-Meranier in Franken und ihre Rolle in der
europäischen Politik des Hochmittelalter"
Otto von Schweinfurt war mit Irmgard, der
Tochter des Markgrafen Maginfred von Susa, verheiratet. Aus ihrer Ehe gingen
fünf Töchter, jedoch kein Sohn hervor. Von den Töchtern
des markgräflichen Paares trat Heilica in den geistlichen Stand. Sie
wurde später Äbtissin zu Niedermünster in Regenburg. Ihre
Schwester Beatrix heiratete dagegen den schwäbischen
Grafen
Heinrich von Hildrizhausen, der sich nach dem Tod Ottos von Schweinfurt
den Markgrafentitel beilegte. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor,
die alle dem geistlichen Stand angehörten, sowie eine Tochter, die
den Namen der Mutter trug und mit einem Grafen von Kappenberg in Westfalen
verheiratet war. Eine weitere Tochter, Judith, war zunächst mit dem
1053 abgesetzten Herzog Konrad von Bayern verheiratet. Nach dessen Tod
1055 vermählte sie sich mit dem Pfalzgrafen Boto aus dem Hause der
ARIBONEN. Aus ihrer zweiten Ehe stammte eine Tochter Adelheid, die Graf
Heinrich von Limburg, den späteren Herzog von Lothringen, heiratete.
Judiths Schwester Berta, auch Alberada genannt, ging dagegen die Ehe mit
Graf Hermann von Habsberg aus dem Hause der Grafen von Sulzbach ein. Dieser
nahm ebenso wie sein Schwager Heinrich von Hildrizhausen den Markgrafentitel
seines Schwiegervaters an.
oo Heinrich II. Graf von Hildrizhausen
- 1078
Kinder:
Konrad
-
1104 gefallen
Otto der Blinde Mönch zu Hirsau
-
Eberhard Bischof von Eichstätt (1106-1112)
-6.1.1112
bei Quedlinburg
Eberhard war der Erbe von Schweinfurt.
Beatrix
-
1115/22
1. oo Gottfried I. Graf von Cappenberg
- 1106 gefallen
2. oo Heinrich I. Graf von Rietberg
- 1115/18
Literatur:
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Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung
im östlichen Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977
Seite 245 - Schütz Alois: Die Andechs-Meranier in Franken und
ihre Rolle in der europäischen Politik des Hochmittelalter, in
Die
Andechs-Meranier in Franken. Europäisches Fürstentum im Hochmittelalter.
Verlag Philipp von Zabern Mainz 1998, Seite 4,13 -