GÜNTHER VON HENNEBERG
Günther von Henneberg
(† 16. August 1161) war Bischof von Speyer von 1146 bis zu
seinem Tod.
Herkunft:
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Günther stammte
aus dem Geschlecht der von Henneberg. Er war ein
jüngerer Sohn des Burggrafen
Godebold II. von Würzburg,
ein Bruder des Grafen
Poppo II. von Henneberg
und des Würzburger
Bischofs Gebhard.
Ähnlich seinem Bruder
Gebhard, dem engen Verbündeten FRIEDRICH BARBAROSSAS, war auch Günther ein loyaler
Gefolgsmann der STAUFER.
Gründung des Klosters Maulbronn:
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Auf Günther von
Henneberg geht jedoch vor allem das Kloster
Maulbronn zurück. Unter anderem dank der Arbeit Bernhard
von Clairvaux’ hatte der Zisterzienserorden auch im heutigen
Deutschland großen Zulauf erhalten. In Südwest-Deutschland
stiftete der Edelfreie Walter von Lomersheim sein
Erbgut Eckenweiher zwischen Mühlacker und Lienzingen
zur Gründung eines Zisterzienser-Klosters, in das er selbst als
Laienbruder
einzutreten gedachte.
Mit der Neugründung dieses Klosters wurde Abt Dieter von der Primarabtei Morimond betraut, der am 24. März 1138 eintraf. Der Standort der Stiftung scheint jedoch für die Klostergründung nicht vorteilhaft gewesen sein. Vermutlich war Wassermangel einer der Gründe für die bald erfolgte Verlegung.
1146 nahm sich der zuständige und neue Bischof Günther von Speyer persönlich des Klosters an. Er erklärte ebenfalls den Ort für ungeeignet und schenkte dem Kloster das Bischofslehen zu Mulenbrunnen in einem abgeschiedenen Waldtal. Die Verlegung geschah vermutlich im Sommer des Jahres 1147. An ihrem neuen Standort entwickelte sich das Kloster schnell zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zentrum im nördlichen Schwarzwald.