Begraben: Marquette
Jüngere (2.) Tochter
des Herzogs
Heinrichs II. des
Großmütigen von Brabant († 1.2.1248) aus dem Hause LÖWEN aus seiner 1.
Ehe mit der Maria
von Schwaben, Tochter von König
PHILIPP
VON SCHWABEN († 21.6.1208 ermordet) und der Irene
Angelina von Byzanz
Schwester von Gräfin Mathilde von Artois († 29.9.1288),
Herzog Heinrich III. der Friedfertige von
Brabant († 28.2.1261), Herzogin Maria von Bayern († 18.1.1256
hingerichtet), Stief-Schwester von Nonne Margarete im Kloster
Herzogenthal (†
14.3.1277), Herzogin Elisabeth von Braunschweig († 9.10.1261)
und Langdgraf Heinrich I. dem Kind von Hessen († 21.12.1308)
Tante von Herzog Heinrich IV. von
Brabant († nach 29.4.1272), Herzog Johann
I. dem Siegreichen von Brabant († 3.5.1294),
Herrn
Gottfried von
Aerschot und
Vierson (⚔
11.7.1302) und Königin
Maria von Frankreich († 12.1.1321)
Nichte der Römischen Kaiserin
Maria von Brabant († nach 9.3.1260), Gräfin Margarete von Geldern (
† 21.9.1231), Gräfin Adelheid von Boulogne (†
1261/78), Pfalzgräfin Mathilde bei Rhein (†
21.12.1267), Herrn Gottfried von Baucignes,
Leeuwe
und Gaesbeek († 21.1.1253), Gräfin Elisabeth von Kleve, Erbin von
Sprimont († 23.10.1273) und
Maria von Brabant
Enkelin von Herzog
Heinrich I.
dem Streitbaren von Brabant († 5.9.1235) und der Mathilde von Boulogne
Ur-Enkelin vom Römischen Kaiser
FRIEDRICH I. BARBAROSSA († 10.6.1190) und der Beatrix von Burgund
HEINRICH
RASPE
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* (1204), † Wartburg 16.II.1247
Begraben: Eisenach Katharinenkloster
IV.1227 VORMUND von Hermann II.
1241 LANDGRAF
von
THÜRINGEN
1242/43 PROKURATOR
für DEUTSCHLAND
Veitshöchheim 22.V.1246 GEGEN-KÖNIG
1231 Gründung von Frankenberg/Eder
1236 von Wolfshagen
vor 16.V.1247
I. oo
ELISABETH VON BRANDENBURG
(ASKANIER)
† 1237
Tochter von Markgraf Albrecht II.
Wiener Neustadt II 1238
II. oo
GERTRUD VON ÖSTERREICH
(BABENBERGER)
† 1241
Tochter von Herzog Leopold V.
Kreuzburg/Werra 10. III
1241
III. oo
BEATRIX VON BRABANT
* (1225) † 11.XI.1298
Begraben: abbaye de Marquette bei Lille
Tochter von Herzog Heinrich
(oo II Löwen XI 1247 Guillaume III de
Dampierre
(-sur-Aube)
Seigneur de Courtrai †
Turnier zu Trazegnies 6.VI.1251
Begraben: Marquette)
VI. Generation
(45) HEINRICH RASPE IV.
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* 1203/04, † 16. Februar 1247 auf der
Wartburg
Begraben: Katharinen-Kloster zu Eisenach (das Herz im dortigen Dominikaner-Kloster)
Regent
bzw.
Landgraf von Thüringen
1227
Reichsverweser
1242/43
König
22.
Mai 1246 Veitshöchheim
Gemahlinnen:
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1. oo
ELISABETH VON BRANDENBURG
† Sommer 1231
Begraben: Reinhardsbrunn
Tochter des Markgrafen Albrecht II. von Brandenburg
Februar 1238 in Wiener
Neustadt
2. oo
GERTRUD VON BABENBERG
† vor 10. März 1241
Tochter des Herzogs Leopold VI. von Österreich
März 1241
3. oo
BEATRIX VON BRABANT
† 11. November 1288
Begraben: Marquette
Tochter des Herzogs Heinrich II. von Brabant (späterer Gemahlin Wilhelms III., Graf von Flandern, vermählt 1247, gestorben 6. Juni 1251)
Dadurch, dass Beatrix
die
Gattin
Heinrich Raspes,
Landgrafen
von Thüringen wurde, geriet sie in die Wirren der
beginnenden
kaiserlosen Zeit. Er war vor der Eheschließung mit Beatrix
1241
bereits zweimal verheiratet gewesen, mit Elisabeth, der Tochter
des Markgrafen Albrecht von
Brandenburg, und Gertrud,
der Tochter
Herzog Leopolds VI. von Österreich.
Die päpstliche Bannung des Kaisers 1239
brachte
den kirchentreuen
HEINRICH RASPE in
einen Gewissenskonflikt. In dieser Zeit vermählte er sich 1241 in
3. Ehe mit der staufisch-brabantischen
Beatrix.
Er geriet unter den Einfluß von deren wankelmütigen Vater
Heinrich
II. von Brabant und des päpstlichen
Agenten in
Deutschland,
des
Archidiakons Albert Beham von Passau.
Beatrix erlebte
das
schwere Sterben und den Tod ihres Gatten am 16. Februar 1247. Die Ehe
hatte
sechs Jahre gedauert.
HEINRICH RASPE
war etwa 46 Jahre alt geworden. Seine drei Ehen waren kinderlos
geblieben.
Beatrix überlebte
ihren Gatten um 41 Jahre. Sie starb im hohen Alter 1288.
Bittere
Schicksale blieben ihr nicht erspart. 1256 wurde ihre Schwester Maria
von ihrem Gemahl Ludwig II. von
Bayern aus
grundloser Eifersucht
ermordet;
sie erlebte auf der Wartburg die unglückliche und schmachvolle Ehe
der Tochter Kaiser FRIEDRICHS
II.,
Margarete,
mit dem Markgrafen Albrecht von
Meißen.
Beatrix
überlebte
Sturz und Ende ihrer staufischen
Verwandtschaft
um 20 Jahre.
Schwarz, Hilmar: Seite 76
**************
"Die Ludowinger. Aufstieg und Fall des ersten
thüringischen
Landgrafengeschlechts."
Die zweite Ehe schloß
HEINRICH
RASPE im Februar 1238 in Wiener-Neustadt mit Gertrud,
der Schwester des regierenden
österreichischen Herzogs. Bereits HEINRICHS
Schwester Agnes hatte
einen Mann aus dem gleichen Hause
geheiratet:
Gertrud starb jedoch
zwei oder drei Jahre später, so
daß
HEINRICH RASPE 1241 noch ein
drittes
Mail heiratete, und zwar die
BRABANTERIN Beatrix,
die ihn zwar überlebte, ihm jedoch keine Kinder schenkte. Diesmal
hatte er sich mit dem gleichen Herzogs-Haus wie seine Nichte Sophie
verbunden.
Schnith Karl: Seite 251
***********
"Frauen des Mittelalters in Lebensbildern."
Sophia, die 1224 geborene Tochter des Landgrafen Ludwig IV. und der Elisabeth, wurde 1240/41 dem Herzog Heinrich II. von Lothringen und Brabant vermählt. Es war eine Doppel-Hochzeit für beide Dynastien, denn HEINRICH RASPE, der Bruder und Nachfolger Ludwigs IV., vermählte sich mit Beatrix, der 23 Jahre jüngeren Tochter des genannten Herzogs Heinrich II. von Brabant. Diese Ehe blieb freilich kinderlos.
Goez, Werner: Seite 483,487
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"Lebensbilder aus dem Mittelalter. Die Zeit der
Ottonen,
Salier und Staufer."
Man ließ Sophia nicht lange Zeit, um
den
Bruder zu weinen. Nur neun Wochen nach dem Begräbnis veranstaltete
man eine Dppel-Hochzeit. HEINRICH RASPE,
durch den erbenlosen Tod seines Neffen wider alles Erwarten
plötzlich
selber Landgraf von Thüringen geworden, heiratete Beatrix,
die um dreiundzwanzig Jahre jüngere Tochter des Herzogs
Heinrich
II. von Brabant. (Auch diese Ehe des Letzten aus dem ludowingischen
Mannesstamm war nicht mit
Kindern gesegnet). Gleichzeitig
vermählte
man Sophia -
ungefähr im gleichen Alter wie Beatrix
stehend - mit deren verwitweten Vater. So wurde sie die Stief-Mutter
ihrer
eigenen Tante!
HEINRICHS Witwe Beatrix,
zugleich Sophias
gleichaltrige
Stief-Tochter, verließ
umgehend
Mittel-Deutschland. Man spielte ihr übel mit: Geldforderungen an
den
Erzbischof von Mainz, die zu ihrem Witwengut gehörten, wurden vom
Papst niedergeschlagen. Es handelte sich um Zahlungen in
beträchtlicher
Höhe, doch da der Landgraf verstorben war, gab es für
Innovcenz
IV. keine Gründe mehr, auf die ungekrönte
Königin Rücksicht
zu nehmen. Beatrix kehrte nach
Brabant
zurück; noch im gleichen Jahr vermählte sei sich mit dem
Grafen
von Flandern. Auch diese zweite Ehe blieb kinderlos und dauerte
nicht
lange; aber Beatrix wurde nicht
einsam.
Sie sammelte um sich einen Freundeskreis; Sophias Sohn Heinrich
schrieb ihr bisweilen und bat sie einmal darum, ihr geschmackvoll
gestaltetes
Siegel zur Bekräftigung an eine auf Brabant bezügliche
Urkunde
zu hängen.
10.3.1241
1. oo 3. HEINRICH RASPE Landgraf von
Thüringen
x
1201 † 17.2.1247
1247
2. oo Wilhelm III. Graf von Flandern
x 1224 † 6.6.1251
Literatur:
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Goez, Werner: Lebensbilder aus dem
Mittelalter.
Die Zeit der Ottonen, Salier und Staufer, Primus Verlag Darmstadt 1998
Seite 483 - Mühlbacher, Josef: Lebensweg und Schicksale
der
staufischen Frauen, Bechtle Verlag Esslingen 1977 Seite 199-202 - Schnith
Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien
Köln 1997 Seite 251 - Schwarz, Hilmar: Die Ludowinger
Aufstieg
und Fall des ersten thüringischen Landgrafengeschlechts,
Wartburg-Stiftung
1993 Seite 76,92 - Schwennicke Detlev: Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998
Tafel 145 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer
Verlag
Frankfurt/Main 1993 - www.wikipedia.de
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