SIGMARINGEN
Lexikon des Mittelalters:
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Sigmaringen
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Stadt an der Donau (Baden-Württ.), Grafschaft
Auf einem steilen Felsen über der Donau entstand, 4 km von der
alemannischen Siedlung Sigmaringen (heute: Sigmaringendorf) entfernt,
das gleichnamige »castellum«, 1077 von Rudolf von Rheinfelden
vergeblich belagert.
Die erstmals 1083 genannten Manegold
und Ludwig von
Sigmaringen werden dem Verwandtenkreis der Grafen von
Pfullendorf und Altshausen-Sulmetingen zugerechnet.
Im 12. Jahrhundert benannten sich die SIGMARINGER zudem nach
Spitzenberg und Helfenstein. Aus der bei der Burg allmählich
entstandenen Siedlung erwuchs im 13. Jahrhundert die Stadt
Sigmaringen.
Im Rahmen seiner Bemühungen, einer habsburgischen Herzogsgewalt in
Schwaben die territorialherrschaftl. Grundlage zu verschaffen, erwarb RUDOLF VON HABSBURG 1290 auch
»Burg und Stadt« Sigmaringen, im Habsburger Urbar von 1305
als »Officium« oder »Grafschaft« bezeichnet.
Wahrscheinlich wurden 1323 Burg, Stadt und Herrschaft Sigmaringen an
Württemberg verpfändet. 1399 von Württemberg als Pfand
an Graf Eberhard von Werdenberg überlassen,
galt Sigmaringen seit 1460 als reichslehnbare Grafschaft. Doch konnte
sich Habsburg 1482 einen Anspruch sichern, falls die WERDENBERGER aussterben
sollten. Als dieser Fall 1534 eintrat, gelangte die Grafschaft
Sigmaringen 1535 als österreichisches Lehen an die Grafen von
Zollern.
S. Lorenz
Literatur:
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: H. Bühler, Richinza v. Spitzenberg und ihr Verwandtenkreis,
Württ. Franken 58, 1974, 303-326
M. Kuhn-Rehfus, S. 1077-1977. Ein Abriß seiner Gesch. (900
Jahre S. 1077-1977, 1977), 11-68
W. Schöntag, Die Gft.en S. und Veringen (Hb. der baden-württ.
Gesch., II, 1995), 376-378.