Heinsberg
 

Hermann Grote "Stammtafeln" Seite 170
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Seite 2111
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Heinsberg
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Stadt im nordwestlichen Nordrhein-Westfalen

Sitz einer Adelsfamilie, erwähnt 1085 (Chronik von St-Trond) mit Goswin I. "de castello, quod dicitur Heinesberge"; dieser stammte von der Familie der seit dem frühem 11. Jh. im Niederrhein begüterten 'FLAMENES' ab (Geldern). Mit Goswins I. Enkeln, dem Kölner Erzbischof Philipp und Gottfried I. (+ um 1190), starb diese erste Heinsberger Dynastenfamilie aus; die Herrschaft fiel über weibliche Erbfolge zunächst an Kleve, 1233-1488 an die SPONHEIMER. Die Herren von Heinsberg konnten ihre Selbständigkeit durch Anlehnung an die jeweilige Vormacht am Niederrhein behaupten: bis 1288 (Worringen) an Kurköln, nach 1288 an Brabant, nach 1371 (Baesweiler) an Jülich und seit dem beginnenden 15. Jh. an Brabant/Burgund. Nach dem Tode des letzten in Heinsberg regierenden SPONHEIMERS, Johann IV. (+ 1448), kam Heinsbergüber dessen Töchter zunächst an Nassau-Saarbrücken, 1483 an Jülich-Berg und wurde 1484 als eigenes Amt dem Herzogtum Jülich einverleibt.

Literatur:
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H. 700 Jahre Stadt (Fschr., 1956) - S. Corsten, Das Heinsberger Land im frühen MA, AHVN 161, 1959, 5-64 - U. Lewald, Burg, Kloster, Stift (VuF 19, 1976), 155-180 - F. Ewig, Gangolfstift zu Heinsberg, bearb. H. Candels, 1985.