Begraben: Krypta der Minoritenkirche in Wien
Tochter des Königs Philipp
III. von Frankreich aus seiner 2. Ehe mit der Maria
von Brabant, Tochter von Herzog Heinrich III.
Reifenscheid, Richard: Seite 30
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"Die Habsburger. Von Rudolf I. bis Karl I."
RUDOLF III., Herzog von Österreich, 1306 König
von Böhmen
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* um 1282, + 4.7.1307
Wien
Horazdowitz bei Prag
Grabstätte: Fürstengruft im St-Veits-Dom in Prag
1. oo 29.5.1300 in Wien
BLANKA, PRINZESSIN VON FRANKREICH
* um 1285, + 19.3.1305
Paris Wien
Grabstätte: Krypta der Minoritenkirche in Wien
Eltern: Philipp III., König von Frankreich, und Maria,
Prinzessin von Brabant, Tochter Heinrichs III., Herzog von Brabant
Philipp bot die Hand seiner Schwester Blanca gegen einen Teil des habsburgischen Hausgutes im oberen Elsass, ALBRECHT VON HABSBURG setzte Rudolf, seinen Ältesten, ein, der dafür künftighin im Westen Rückendeckung haben sollte; die beiden jungen Leute wurden einander versprochen.
Krieger Karl-Friedrich: Seite 88
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"Die Habsburger im Mittelalter"
Die Verhandlungen führten im Spätsommer 1299 zu einem vorläufigen Ergebnis, das vorsah, den ältesten Sohn König ALBRECHTS, Rudolf, mit der Schwester des französischen Königs, Blanca (Blanche), zu verheiraten.
Benker Gertrud: Seite 43,55
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„Ludwig der Bayer. Ein Wittelsbacher auf dem Kaiserthron.
“
Der HABSBURGER hatte
eine Tochter zu bieten, der französische König einen Sohn - aber
dann disponierte man wieder um und fasste eine Verbindung von ALBRECHTS
Sohn
Rudolf (III.) mit der Schwester Philipps
IV. von Frankreich,
Prinzessin Blanche,
ins Auge. Gesandtschaften waren schon seit 1295 hin- und hergegangen. Nach
der Königskrönung
ALBRECHTS
nahmen die Verhandlungen Gestalt an. Im Dezember 1298 und im April des
nächsten Jahres trafen die beiden Könige in Lothringen (Neufchateau
und Quatrevaux bei Toul) zusammen.
ALBRECHT war zu Zugeständnissen
an der deutschen W-Grenze bereit: Das von Frankreich schon besetzte linke
Maasufer wurde preisgegeben; über weitere strittige Fragen (Burgund,
Arelat) sollte eine Schiedsgericht entscheiden. Doch waren Frankreichs
Ziele noch höher gesteckt. Die Gesamtbelehnung der Söhne ALBRECHTS
sollte zugunsten des Bräutigams und seiner Braut aufgehoben werden.
Tatsächlich fand sich der deutsche König bereit, das Sukzessionsrecht
dahingehend zu beugen (August 1299), dass Rudolf
III. und Blanche sowie die
Nachkommen aus dieser Ehe die Herrschaft in den ehemals babenbergischen
Ostländern zugesprochen wurde. Die Brüder Rudolfs
wurden kraft königlicher Willensäußerung und mit Zustimmung
der Kurfürsten zum Verzicht bestimmt. Das bedeutete eine Regelung
der Erbfolge nach dem Prinzip der Primogenitur. Nur bei Kinderlosigkeit
des Paares sollten die alten Bestimmungen in Kraft treten, und dies war
schließlich auch der Fall, da die Ehe tatsächlich kinderlos
blieb.
Rudolf III. begab
sich im Februar 1300 auf die Reise, und an Pfingsten fand in Paris die
Hochzeit statt. Das Paar sollte nach ALBRECHTS
Vorstellungen
mit Holland-Seeland-Friesland belehnt werden.
Herzog Rudolfs III. Gattin,
die Herzogin Blanche, wurde - vermutlich
infolge einer Fehlgeburt - 20-jährig aus dem Leben gerissen. Damit
war das vielversprechende Freundschaftsband der HABSBURGER
mit
dem französischen Hof zumindest gelockert.
Niederösterreichische Landesausstellung: Seite161
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"Die frühen Habsburger"
Rudolf III.
Zu Pfingsten 1300 heiratet er in Paris Blanche, die Schwester des Königs Philipp IV. von Frankreich. Diese Hochzeit war ein Ergebnis der diplomatischen initiativen ALBRECHTS I.; vorausgegangen war ihr ein Verzicht der jüngeren Brüder Herzog Rudolfs zugunsten der Nachkommen aus dieser Ehe. Doch starb die Herzogin bereits am 19. März 1305 erst zwanzigjährig, ohne daß eines ihrer Kinder sie überlebt hätte. Sie wurde in der Wiener Minoritenkirche begraben; ihr prunkvollers Hochgrab wurde 1784 zerstört.
Kiesewetter, Andreas: Seite 274,281
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II.
von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence
und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"
In beiden Vertragsprojekten wurde ausdrücklich festgelegt,
daß Jakob statt Bianca
von Anjou nun Blanche, die
Schwester Philipps IV., zur Frau nehmen
sollte.
Zunächst schien für
Jakob alles nach Plan zu verlaufen. Mit den beiden französischen
Gesandten kam es wohl schon im April hinter dem Rücken des Papstes
zu der angestrebten Einigung. Als Basis dienten die Vorverträge vom
Januar 1295, die nur in unwesentlichen Punkten modifiziert wurden. Der
König von Aragon sollte nun definitiv Blanche
Capet heiraten und für den Krieg gegen England 40 Galeeren
stellen.
29.5.1300
oo 1. Rudolf III. Herzog von Österreich
x um 1282-4.7.1307
Literatur:
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Benker Gertrud: Ludwig der Bayer. Ein Wittelsbacher
auf dem Kaiserthron. Eugen Diederichs Verlag München 1997 Seite 43,55
- Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller
Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis
Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 195 - Kiesewetter,
Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou
(1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der
Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999
Seite 274,281 - Krieger, Karl-Friedrich: Die Habsburger im Mittelalter.
Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin
Köln 1994, Seite 88,115 - Reifenscheid, Richard: Die Habsburger.
Von Rudolf I. bis Karl I. Verlag Styria Graz Wien Köln, 1982, Seite
30 -