Kunigunde von Northeim               Gräfin von Groitzsch
-------------------------------               Markgräfin von Vohburg
um 1090/95-8.6.1140
 

4. und jüngste Tochter des Grafen Kuno von Beichlingen aus dem Hause der Grafen von Northeim und der Kunigunde von Weimar-Orlamünde, Tochter von Markgraf Otto I.
 

Brandenburg Erich: Tafel 26 Seite 52
****************
XII. 231 b. KUNIGUNDE
----------------------------------
* ca. 1095, + 1140 8. VI.

Gemahl:
-----------
a) 1110
WIPRECHT DER JÜNGERE VON GROITZSCH (siehe XII. 299.)
        + nach 1117, vor 1124

b) ca. 1128
DIEPOLD III. Markgraf von Vohburg
       + 1146



Schwennicke Detlev: Tafel 13 B
*****************
"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1"

WIPRECHT III.
--------------------
    + 27.I. (1116)

Begraben: Pegau

1110 von Kaiser HEINRICH V. gefangengenommen

  oo 1110
       KUNIGUNDE VON BEICHLINGEN (NORTHEIM)
                +

Tochter von Graf Kuno und Kunigunde von Weimar
(II. oo 1116/17 Diepold III. Markgraf von Vohburg, + 8.IV.1146



Thiele Andreas: Tafel 170
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

KUNIGUNDE
-------------------

  1. oo WIPRECHT II. Graf von Groitzsch
                 + 1118/23

  2. oo DIEPOLD III. Markgraf von Vohburg
                 + 1146



Lange Karl-Heinz: Seite 141-142
***************
"Die Grafen von Northeim 950-1144"  1958

Die vierte und jüngste Tochter Kunos und Kunigundes erhielt den Namen ihrer Mutter. Sie heiratete im Jahre 1110 den Grafen Wiprecht III. von Groitzsch, den Sohn Wiprechts II.und Judiths von Böhmen, und zwar am gleichen Tage, als ihre Mutter mit Wiprecht II. ihre dritte Ehe einging. Ihre Ehe mit Wiprecht blieb kinderlos. Nachdem dieser an einem 27. Januar 1116, aber spätestens im Jahre 1124, noch vor seinem Vater gestorben war, vermählte sie sich zum zweiten Male mit dem bayrischen Markgrafen Diepold III. von Vohburg, einen Sohn Diepolds II. und Liutgards von Zähringen. Kunigunde kann jedoch nicht vor dem 25./26. März 1127 geheiratet haben, da zu diesem Zeitpunkt Diepolds erste Gemahlin Adelheid von Polen, starb. Nimmt man hinzu, dass Kunigunde, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, nach 1128 ihrem zweiten Gemahl noch drei Kinder gebar, so wird man ihre Geburt kaum vor 1095 ansetzen können. Sie wird daher kurz nach diesem Zeitpunkt geboren sein, ein Ansatz, der sich zwanglos mit den Altersverhältnissen ihrer drei älteren Schwestern und ihrer Mutter Kunigunde vereinbaren läßt.
Das allem Anschein nach älteste Kind Kunigundes und Diepolds war Berthold, der nach dem Tode seines Vaters als Markgraf von Cham und Vohburg auftritt und an einem 15. September nach 1181 starb. Seine Gemahlin ist unbekannt. Seine ältere Schwester hieß wie ihre Mutter und Großmutter Kunigunde und heiratete den Markgrafen Ottokar III. von der Steiermark, den Sohn Leopolds I. von Steier und der WELFINSophie. Ottokar starb am 31. Dezember 1164, Kunigunde am 21. November 1184 oder 1185. Als jüngste Tochter Kunigundes und Diepolds wird eine Adelheid von Laufen genannt, über die sich keine weiteren Nachrichten erhalten haben. Man nimmt wohl mit Recht an, dass sie die Gemahlin Graf Poppos IV. von Laufen (1139-1181) war.
Diepold III. heiratete nach dem Tode seiner Gemahlin Kunigunde in 3. Ehe die Gräfin Sophie von Ungarn. Da aus dieser Ehe noch zwei Kinder hervorgingen, und Diepold am 8. April 1146 starb, wird diese Verbindung wohl um oder kurz nach 1140 geschlossen sein. Die Kinder Diepolds und Kunigundes müssen demnach vor diesem Zeitpunkt geboren sein. Der Tod ihrer Mutter, der um die gleiche Zeit erfolgt sein muß, ist nirgends genau überliefert.

Friedheim, Rainer: Seite 588,591
***************
"Wiprecht von Groitzsch. Sturz in die Tiefe."

Gleichzeitig verheiratete Wiprecht seinen Sohn gleichen Namens mit ihtrer Tochter gleichen Namens.
Im Winter 1113 fand er durch seinen Verwandten, den Erzbischof Adelgot von Magdeburg, mit seiner Frau Kunigunde in der Stadt Lohburg, jenseits der Elbe, ein Asyl.

Partenheimer Lutz: Seite 209
****************
"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Kunigunde die Jüngere, Tochter aus der Vermählung mit dem BEICHLINGER, ehelichte Wiprecht den Jüngeren von Groitzsch, ihre Schwester Adela den Grafen Dietrich von Katlenburg, nach dessen Tod (1106) den Grafen Helperich von Plötzkau. Aus der dritten Verbindung Kunigundes der Älteren - mit Wiprecht dem Älteren gingen vier Töchter hervor (Annalista Saxo zu 1062, MG SS 6, Seite 693); Hans Patze/Walter Schlesinger (Hg.): Geschichte Thüringens 2. Band, 1. Teil: Hohes und spätes Mittelalter (MDF 48/2/1). Köln/Wien 1974, Seite 180).

Giesebrecht Wilhelm von: Seite 217
*********************
"Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Vierter Band Staufer und Welfen."

Am 8. April 1146 war der alte Markgraf Dietbold von Vohburg gestorben, ein sehr reicher und mächtiger Fürst, der ein halbes Jahrhundert lang eine bemerkenswerte Rolle in den oberdeutschen Angelegenheiten gespielt hatte. Dietbold war dreimal vermählt gewesen. Aus der zweiten Ehe des alten Markgrafen mit Kunigunde von Beichlingen, einer Enkelin Ottos von Northeim [Kunigunde war in erster Ehe mit dem jung verstorbenen Wiprecht II. von Groitzsch vermählt gewesen; Dietbold von Vohburg war ihr zweiter Gemahl.], entsprossen ein Sohn, Berthold mit Namen und zwei Töchter.
 
 
 
 

    1110
  1. oo Wiprecht II. Graf von Groitzsch
     x     um 1090-27.1.1116

  2. oo Diepold III. Markgraf von Vohburg
           um 1075-8.4.1146
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Berthold II. Markgraf von Vohburg und Cham
          -15.9.1182

  Kunigunde
         -21.11.1184

  Sie starb als Nonne zu Admont.

 oo Ottokar III. Markgraf von Steiermark
     1125-31.12.1164

  Adelheid
        -

  oo Poppo IV. Graf von Lauffen
               -
 
 
 

Literatur:
-----------
Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 26 Seite 52 - Fenske, Lutz: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1977 Seite 350 - Friedheim, Rainer: Wiprecht von Groitzsch. Sturz in die Tiefe. Schütze-Verlag München-Solln 1958 Seite 588 - Giesebrecht Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit. Vierter Band Staufer und Welfen. Braunschweig 1877 Seite 217 - Lange, Karl-Heinz: Die Grafen von Northeim (950-1144). Politische Stellung, Genealogie und Herrschaftsbereich. Beiträge zur Geschichte des sächsischen Adels im Hochmittelalter Dissertation Kiel 1958 Seite 141-142 - Partenheimer Lutz: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2001 Seite 209 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I, 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 13 B - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 170 -