Liutgard von Kühbach                   Gräfin an der Pasar
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   um 1000 

Tochter des Grafen Babo I. von Kühbach ( 9.1.975) aus dem Hause der BABONEN aus seiner 1. Ehe mit der Ita von Schwaben, Tochter von Herzog Konrad (20.8.997) und der Judith von Marchtal
Schwester von Graf Udalschalk I. von Kühbach ( 1008/09), Graf Adalbero von Kühbach ( 9.10. nach 1011), Hilda von Kühbach
Nach W. Wegener Tochter des Grafen Babo I. von Kühbach
( 9.1.975) und der Willibirg von Ebersberg, Tochter von Graf Adalbero I.
Nichte von Graf
Liutold von Mömpelgard, Graf Konrad in Schwaben (
24.11.994), Herzog Hermann II. von Schwaben (4.5.1003), Gräfin Ita von Öhningen-Altdorf ( 16.10.), Uda von Schwaben
Verwandte der Römischen Kaiserin Gisela von Schwaben (
15.2.1043), Graf Heinrich von Altdorf (15.8. um 1000), Graf Welf II. von Altdorf (10.3.1030), Gräfin Richlinde von Ebersberg (12.6.1045), Bischof Eberhard von Bamberg ( 1041), Graf  Kuno I. im Sualafeld ( nach 1020)
Enkelin von Graf Poppo von Kühbach und der Willibirg von Ebersbach

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 67
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21. LIUTGARD

F. s. 18 zu (1008/09), verheiratet mit dem Grafen Altmann I. an der Isar unterhalb Moosburg: 1007 1/11 Ergolding AG Landshut liegt in der Grafschaft Altmanni comitis DD 3, 190 n 160.


Weinfurter, Stefan: Seite 106
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"Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten"

Noch ein weiterer Besitzschwerpunkt Kunigundes läßt sich in Bayern ausmachen. Er befand sich an der Westgrenze des Herzogtums im Bereich des Lechs. In einer ihrer Urkunden von 1025 wird festgehalten, daß sie dem Adligen Babo den Königshof Ecknach (nahe bei Aichach) anvertraute, damit dieser ihn an das Frauenkloster Kühbach (nordöstlich von Aichach) weitergebe. Dieses Frauenkloster war zwischen 1008 und 1011 von den Grafen von Kühbach-Hörzhausen gegründet worden. Diese Adels-Familie, die mit den Grafen von Ebersberg verwandt war, muß zur Spitze des bayerischen Adels gezählt werden. Zu ihr gehörte Udalschalk I., der Vogt von Freising und für kurze Zeit, 1003 und 1004, Graf im Nordgau. Er hinterließ bei seinem Tod 1008 seinem Bruder Adalbero das Vermächtnis, mit einem Teil seines Erbes ein Kloster in Kühbach zu Ehren des hl. Magnus zu gründen. 1011 war die Gründung vollzogen. Ihre Schwester Liutgard hatte einen Sohn namens Udalschalk II., der die Vogtei über Freising von seinem Onkel übernahm.

Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Seite 102,109,113,117,120,126,135
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"
Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben."

Engilrat und ihr Sohn Aripo hatten in jenem Gumpersdorf einen Anteil an der Kirche, an der auch der Edle Altmann, den wir als Verwandten des Grafen Udalschalk kennenlernen werden, anteilsberechtigt war.

Um 975 tauscht der Edle Aripo Besitz in Elsendorf mit Bischof Abrahanm, um 980 gibt Kumpo, der Verwandte des Kühbacher Gründer-Grafen Udalschalk und des Altmann, dort in einem Tauschgeschäft Besitz ab, und um 990 tauscht der Edle Etih dort Besitz ein [66 Trad. Freising (wie Anm. 8) Nr. 1246, Nr. 1284, Nr. 1289. Auch in einem weiteren Tauschgeschäft zeigt sich Etih als Grundherr im Mainburger Raum. An der Spitze seiner Zeugen standen dabei Kerolt, Graf Guntpolt und Hartwic. Guntpolt und Hartwic waren Söhne der KÜHBACHERIN Liutgard und des Grafen Altmann. Bezeichnenderweise war Etih unter den Zeugen, als der Kühbacher Graf Udalschalk in Königswiesen tradierte und als Graf Udalschalk in Michelskirchen tauschte. Ohne Zweifel gehört auch der Elsendorfer Grundherr in die aribonisch-kühbachische Verwandtschaft. Zu Etih vgl. DIEPOLDER, Herkunft (wie Anm. 61) 99.].
Wir kommen nun zu Liutgart, für die Tyroller angibt:
Verheiratet mit Altmann I., Graf an der Paar. In seinem Textteil sagt Tyroller aber "verheiratet wahrscheinlich mit dem Grafen Altmann I. an der Isar unterhalb Moosburg". 1007 liegt Ergolding (Landkreis Lansdshut) in der Grafschaft Altmanni comitis [82 TYROLLER, Genealogische Tafeln (wie Anm. 7) 23.]. Altmanns Grafschaft an der Paar entpuppt sich als bloßes Versehen. Ohne Zweifel gehörte dieser Altmann zur engsten Verwandtschaft der KÜHBACHER, wie eine von Tyroller nicht herangezogene Freisinger Tradition erweist. Als Graf Udalschalk von Kühbach um das Jahr 1000 mit Bischof Gottschalk tauschte, vollzog der Bischof gleichzeitig, wie die absolut identische Zeugenreihe zeigt, ein Tauschgeschäft mit seinem Vasallen, dem Edlen Altmann [83 Trad. Freising. (wie Anm. 8) Nr. 1336. Altmann trägt im Gegensatz zu Udalschalk nicht den Grafentitel.]. Der Bischof gab ihm die Kirche und Landbesitz in eben jenem Michelskirchen (Landkreis Dachau), in dem auch Graf Udalschalk Besitz bekam. Altmann hatte 166 Morgen Land und seinen vierten Anteil an der Kirche zu Gumpersdorf (Landkreis Dachau) gegeben. Anteil an der Kirche zu Gumpersbach hatte auch die edle Frau Engilrat [84 Trad. Freising. (wie Anm. 8) Nr. 1086.], Mutter des Grafen Aripo, beide zentrale Figuren des ARIBONEN-Verbandes [85
Zu Engilrat vgl. DIEPOLDINGER, Herkunft (wie Anm. 61) 87-89. Die ARIBONEN gehörten zu den führenden Adels-Geschlechtern im frühmittelalterlichen Bayern, die zunächst im Ostland und nach den Ungarn-Kämpfen im inneralpinen Raum bedeutende Machtpositionnen aufbauen konnten. Zusammmenfassend zu den ARIBONEN mit weiterer Literatur siehe Wilhelm STÖRMER; Aribonen, in: LdM 1, Spalte 929.]. Wie die gemeinsamen Anteile an der Kirche von Gumpersdorf zeigen, gehörte auch Altmann irgendwie zu den ARIBONEN. Wenn wir davon ausgehen, daß der ARIBONE Altmann in die Familie der KÜHBACHER eingeheiratet hat, so ist doch offensichtlich, daß die intensiven Sippenverbindungen zwischen ARIBONEN und KÜHBACHERN sehr viel älter sind.
So kommen wir zu dem Ergebnis, daß Tyroller recht damit hatte, Altmann für den Mann der Liutgart und für den Vater des jüngeren Grafen Udalschalk zu halten.
Tyroller unterscheidet zu Recht Altmann I. und Altmann II., daneben gibt es in der Altmann I. vorausgehenden Generation einen weiteren Altmann, der in aribonische Zusammenhänge gehört:
Um 930 finden wir diesen Altman in der typischen ARIBONEN-Gruppe Aripo, Ratkoz, Altmann, Meginhart. Er ist sicher noch identisch mit jenem Altmann, der um 965 bei einem Tausch des edlen Vasallen Dietrich mit Bischof Abraham in einer fast nnur aus ARIBONEN-Verwandtschaft bestehenden zeugenreihe vorkommt, aus der wir die für unseren Zusammenhang wichtigen Namen anführen: Jacob, Erhancker, Ogo, Peratolt, Altmann, Ediram, Kundpold ... Kisalolt, Adalpero. Bemerkenswert ist, daß dieser Altman hier mit einem Ediram und einem Kuntpolt auftritt. Von Kuntpold erwähnten wir bereits, daß er mit Graf Udalschalk von Kühbach bei dessen Königswiesener Schenkung mittradiert; für uns ist der Name deswegen besonders wichtig, weil Altmann, der Mann der KÜHBACHERIN Liutgart, selber einen Sohn Kuntpalt hatte, wie noch zu zeigen ist.
Tyroller nennt neben Graf Udalschalk als weiteren Sohn des Ehepaares Liutgart und Altman einen Altman, Vicedom von Freising [97 TYROLLER, Genealogische Tafeln (wie Anm. 7) 25.]. Tyroller baut seine Annahme auf den Namen auf; sie läßt sich aber auch quellenmäßig absichern. Um das Jahr 1000 nennt eine Salzburger Zeugenreihe Altmann und seine Söhne Cumpolt und Altmann [98 SUB (wie Anm. 19 I 266.]. Damit ist gesichert, daß der so oft mit Altman II. genannten Kuntpolt sein Bruder war. Um 1100 macht ein Altmann mit Zustimmung seiner Frau Perhta eine Schenkung an Salzburg und macht dabei etwas, was man häufiger wünschen würde: Er nennt Vorfahren, und zwar seine Großeltern Altmann und Totila und seine Eltern Aribo und Racka. Wir können daraus ersehen, daß Altmann II. wieder einen Sohn mit Namen Altmann hatte, der seinem Sohn den typischen ARIBONEN-Namen Aribo gab.
Neben Udalschalk, Kuntpold und Altmann können wir noch einen vierten Bruder nachweisen: 1034 finden wir die Zeugenreihe Altman, Sarhilo, Gunpolt und seine Bruder Hartuuic [100 Trad. Freising. (wie Anm. 8) Nr. 14440; vgl. Nr. 1439.].

 

 
 
 

  oo Altmann I. Graf an der Paar
           nach 1007
 
 
 
 

Kinder:

  Udalschalk II. Graf an der Paar
       um 1040

  Altmann II. Graf an der Paar
       um 1047
 
  Guntpold Graf an der Paar
     1063

  Hartwic I.
Graf an der Paar
      1024



Literatur:
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Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben. Seite 102,109,113,117, 120,126,135 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE  Seite 67 - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Puset Regensburg 1999, Seite 106 -