Nach G. Mayr Sohn des Grafen Altmann I. an der Paar
(† nach 1007) aus dem Hause der ARIBONEN und der
Liutgard
von Kühbach, Tochter von Graf
Babo I. († 9.1.975) und
der Ita
von
Schwaben
Bruder
von Graf Udalschalk II. an der Paar († um 1040), Graf Altmann II. an der Paar († um 1047), Graf Hartwic I. an der Paar (†
1024),
Neffe von Graf Udalschalk I. von Kühbach († 1008/09), Graf Adalbero von Kühbach († 9.10. nach 1011), Hilda von Kühbach
Enkel von Graf
N.N. aus dem Hause
der ARIBONEN und der
N.N.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 223
*******************
1. GUNTPOLD
F. siehe Vorbemerkung; eV.
c 1020 Jetzendorf AG Pfaffenhofen (Grafschaft an der unteren Amper)
wird an Freising gegeben, Spitzenzeuge Guntpolt
comes et frater eius
Hartwich
nQ 5, 247 f n 1384
(1022/23) Tausch mit Gütern zu Leibersdorf AG Mainburg,
Dietersdorf
G Aufham AG Pfaffenhofen und Tölzkirchen G Baumgarten AG Freising
sowie Abersberg G Zolling AG Moosburg, Zeuge comes
Guntpolt nQ 5, 253 f n 1392
1025 Gundpolt
comes DD 3, 693 n
2
c 1025 Tausch mit Gütern zu
Gundelshausen G Dürnhausen AG
Pfaffenhofen und Roggendorf G Sillertshausen AG Moosburg Spitzenzeuge Guntpolt
comes nQ 5, 257 f n 1397
1034 Mai Regensburg comites tres Altmann, Sarhilo, Guntpolt
et frater eius Hartwich
nQ 5, 295 f n 1440
(1034) Altmann comes, Hartwich, Sarchilo comes,
Guntpolt comes nQ 5 295 n 1439; IV.
1045 27/3 - 11/6 Schenkung der Richlint, Witwe Adalberos II. von Ebersberg,
an das Kloster Ebersberg, Spitzenzeuge Guntpolt
comes, später Hartwic de Perchoven Hundt,
Ebersberg 143
f n 44.
Vorbemerkung zu den Anfängen
----------------------------------------
Hartwig
II. (siehe unten 3) steht an der Spitze des von vornherein
gesicherten
Stammbaumes. Denn wenn er auch nirgends ausdrücklich als Vater
Ernsts I. bezeugt ist, so
kann doch über dieses Verhältnis
kein Zweifel bestehen. Er ist Vogt
von Eichstätt, ebenso nach ihm
Ernst; Hartwigs
Name findet sich wieder bei den Söhnen Ernsts
I., zuletzt trägt ihn ein Ur-Enkel Ernsts
I. Schwieriger ist die Anknüpfung nach oben. - Von etwa
1020
an begegnen in den Freisinger Aufzeichnungen wiederholt die Brüder
Guntpolt
(1) und Hartwig
I. (2), von denen der erstere Graf war, während der
letztere
dem politisch einflussreichen Grafen
Altmann II.
(Ebersberg-Kühbach
n 31) näher stand. Er kann nicht gut dessen Schwieger-Sohn gewesen
sein, weil sein Bruder Graf war und deswegen wie er selbst schon in
vorgerückteren
Jahren gestanden haben muss. Die Annäherung, die durch die
Übernahme
der männlichen Vornamen der Familie Altmanns in die Hartwigs ganz
offenkundig ist, muss durch die Kinder der beiden erfolgt sein.
Hartwig,
der Bruder Guntpolts, steht also um
eine Geschlechtsfolge höher als Hartwig,
der Gatte der Aviza (3).
Letzterer heißt von etwa 1035 an von Berghofen
einem im Umkreis der Besitzungen Altmanns
gelegenen Ort. Nach der Eichstätter
Überlieferung des 14. Jahrhunderts, einer Zeit also, die dem 1305
erloschenen berühmten Geschlecht noch sehr nahe stand und die man
auch aus inneren Gründen durchaus ernstnehmen muss, gehörte
der
Eichstätter
Bischof Gebhard (4), der 1054-1057 als Viktor II. Papst war, unserem
Geschlecht an. Als Gebhard
1042 Bischof wurde, war er noch sehr jung, er wird etwa 1020
geboren
sein. Da sein Vater Hartwig
hieß, kann er nur ein Bruder Hartwigs
von Berghofen und Sohn des älteren Hartwig,
Bruder des Guntpolt, gewesen sein.
Durch seine Mutter Beliza wird
die Verbindung mit Kaiser
HEINRICH III.
über den mit diesem verwandten Bischof
Gebhard
III. von Regensburg hergestellt worden sein. Wenn Papst
Gebhard-Viktor in
den erzählenden Quellen teils Bayer, teils
Schwabe genannt wird, so bezieht sich jenes offenbar auf die
Wirksamkeit
seines Vaters in Bayern, dieses auf die Abkunft seines Geschlechtes. Graf
Gunpolt besaß seine Grafschaft aus zweiter
oder dritter Hand von
dem Grafen Adalbero II. von Ebersberg,
dem Gatten der welfischen
und schwäbischen
Richlinde, deren Namen man übrigens bei den Kindern Hartwigs
II. wieder findet. Guntpolt
und
sein Bruder Hartwig
gehörten
demnach einem schwäbischen
Hause an und wurden durch ihre
Beziehungen
zu Richlinde nach Bayern
verpflanzt.
Beliza stellt auch die charakteristische
Verbindung des zunächst im Amper-Raum tätigen Geschlechtes
mit
Eichstätt an der Altmühl her. Sie muss eng mit dem Eichstätter
Vogt Gotapold von 1035
(Heidingsfelder n 166) verbunden gewesen sein, von
dem des Papstes Bruder Gotapold (5) den Namen
hat, und war entweder dessen Tochter oder Schwester, jedenfalls aber
Erbin.
Der Vogt Gotapold kann nicht des
Bischofs Vater gewesen sein, weil sein
Name nach 5 aus dem Geschlechte verschwindet.