Gerhard I.                                    Graf von Grögling und Dollnstein
-------------                                    Vogt zu Eichstätt, Plankstetten und St. Walburg
   
1170  

Ältester Sohn des Grafen Hartwig III. von Grögling ( nach 1139) und der N.N. von Mainz, Tochter von Stadtgraf Gerhard;
Bruder von Graf
Gebhard I. von Grögling ( 1158),
Neffe
von Graf Altmann von Grögling ( 2.10.1125/30), Graf Ernst II. von Grögling (27.10.), Bischof Gebhard  von Eichstätt ( 17.3. 1149)
Enkel von
Graf Ernst I. von Grögling und Ottenburg  ( 12.11.1096/97) und der Richlind

Brandenburg Erich: Tafel 24 Seite 48
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

XII. 197b. SOPHIE
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* ca. 1140
nach 1227 25.II.

Gemahl:
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GEBHARD I. GRAF von HIRSCHBERG
    
ca. 1185


Schwennicke Detlev: Tafel 33
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII"

GERHARD I.
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1170

um 1140/58 GRAF von GRÖGLING
1149/um 1160 GRAF von DOLLNSTEIN
um 1140/49 VOGT von PLANKSTETTEN
1142 VOGT zu EICHSTÄTT
um 1145 VOGT von ST. WALBURG

  I. oo N.N.
           

 um 1160
  II. oo SOPHIE VON SULZBACH
              
nach 1.VIII.1227

Erb-Tochter von Graf Gebhard III. und Mechthild von Bayern


Schwennicke Detlev: Tafel 93 A
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"Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI"

SOPHIE
------------
   
nach 11.VIII.1227

 um 1160
  oo GEBHARD I. GRAF von GROEGLING und DOLLNSTEIN
            
1170


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 226
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24. GERHARD I.

F. nicht überliefert, doch eindeutig bestimmt durch die Nachfolge nach 12 in allen dessen Attributen; eV.
c 1140 Gerhardus comes de Chreygilingen Vogt von Plankstetten MB 9, 400 f
1143 Vogt des Klosters Prüll im Auftrag des Bischofs von Regensburg MB 15, 162 f
c 1145 Vogt von St. Walburg Heidingsfelder n 382 f
c 1160 Gerhardus comes de Tollensteine QE 1, 314 n 131
(1165 Mai) Würzburg Reichstag illustris comes Gerhardus de Kregekingen MB 9, 457 f
(1166 26/3) Lauf (bei Nürnberg) Reichstag comes Gerhardus de Tallenstain MB 13, 115 n 68, Stumpf 4067 a; IV. datiert 1167 Heidingsfelder n 443; sonst c 1170 MB 22, 101 f n 172 und 174, 108 n 186
c 1170

Gemahlin:
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Da der älteste Sohn Gebhard zuerst 1179 auftritt und deswegen nicht vor 1160 geboren sein kann, muss Gerhard I. zweimal verheiratet gewesen sein. Name und Idendität der ersten kinderlosen Gattin sind unbekannt, vermutlich war sie aus dem Hause TRÜDINGEN, da die Spitzenzeugen bei der Gründung von Planckstetten 1129 (13) die Brüder Friedrich und Adelpreht von dort sind.
Die seit Moritz wohlbekannte Abstammung der späteren GRÖGLINGER von Sophie, einer Tochter Gebhards III. von Sulzbach siehe da n 40) wird erst 1227 dadurch ganz deutlich, dass sie sich sowohl von Hirschberg wie auch von Sulzbach nennt Heidingsfelder n 503, sie ist vermutlich die Sophya comitissa de Heinberg zum 26/1 des c 1270 aufgezeichneten Lilienfelder Totenbuches Necr. 5, 372
nach 1227.


Dendorfer Jürgen: Seite 68,107-111,132
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"
Adelige Gruppenbildung und Königsherrschaft. Die Grafen von Sulzbach unnd ihr Beziehungsgeflecht im 12. Jahrhundert."

Der einzige Sohn Berengar II. trat zuerst sicher datierbar ab 1156 neben seinem Vater in Privat- und Königs-Urkunden auf. Als er bei der Katastrophe des Heeres BARBAROSSAS 1167 vor Rom starb, wurde mit ihm jede Hoffnung auf ein Weiterbestehen des sulzbachischen Hauses begraben. In den Nachfahren seiner Schwestern Adelheid, Sophie, Elisabeth und Bertha lebte das SULZBACHER-Haus dann nach dem Tod ihres Vaters 1188 zumindest kognatisch weiter. Von ihnen war Adelheid mit einem Grafen von Kleve vermählt, Sophie mit dem HIRSCHBERGER Graf Gerhard von Grögling (
c. 1170) [317 Die Ehe ist leider beim unbefriedigenden Forschungsstand zu den Grafen von Hirschberg nicht aus zeitgenössischen urkundlichen Quellen erkennbar. Von ihr weiß scheinbar nur die Reimchronik. Vgl. KR V, 651-668, die auch eine zweite Ehe mit dem Grafen von Abenberg erwähnt. Da zu beiden Geschlechtern, HIRSCHBERGERN und ABENBERGERN, nahe Beziehungen der SULZBACHER nachweisbar sind, kann diese Eheverbindung, auch wenn sie nicht urkundlich nachweisbar ist, doch so hohe Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen, daß sie hier angenommen werden soll. Vgl. dazu Moritz, Sulzbach I 278-288. Zudem treten gerade die Grafen von Hirschberg nach dem Aussterben der Grafen von Sulzbach als deren Erben in Erscheinung.], Elisabeth mit Graf Rapoto I. von Ortenburg ( 1186) und eine von Tyroller mit plausiblen Begründungen erschlossene Tochter Bertha mit dem Edelfreien Heinrich II. von Altendorf.
Als gesichert kann gelten, daß Töchter aus der Ehe Gebhards von Sulzbach mit der WELFIN Mathilde um 1145 heiratsfähig gewesen sein dürften [530 Das ergibt sich zum einem aus dem Zeitraum, in dem diese Ehe geschlossen wurde, zum anderen aus dem möglicherweise ersten Auftreten der Tochter Adelheid von Kleve um 1145.]. Die Söhne der Sophie und Graf Gerhards von Gröglingen traten zuerst ohne Erwähnung des Vaters 1179 auf. Hier bezeichnenderweise Gebhard IV. von Grögling, der Sohn der Sophie, im Gefolge Graf Gebhards von Sulzbach. Da Gebhard nach 1227 starb, dürfte er bei seinem ersten urkundlichen Erscheinen noch eher in jugendlichem Alter gewesen sein. Also konnte er frühestens um 1160 geboren gewesens ein. Ähnlich lange sind auch seine Brüder belegt [533 Auch Sophie ist bis 1227 nachweisbar (Vgl. Moritz, Sulzbach I 258; Urk. Speinhart Nr. 10, Seite 6f.), ebenso wie ihre Söhne: Graf Gerhard starb 1225, sein Bruder Hartwig, der Bischof von Eichstätt war, 1223.].
Man wird nicht weit fehl gegen, die Ehe Sophies mit Graf Gerhard von Grögling deshalb um das Jahr 1160 anzusetzen.
In Brauns Chronik findet sich die Nachricht, daß Graf Gerhard I. von Grögling (
c. 1170) an Kastl stiftete. Diese Schenkung bestätigt die schon durch das Konnubium zwischen Sophie ( nach 1227), einer Tochter Graf Gebhards II. von Sulzbach und diesem Grafen Gerhard erkannten Beziehungen zwischen SULZBACHERN und HIRSCHBERGERN.



  1. oo NN
              
    
 
    um 1160
  2. oo Sophie von Sulzbach, Erbtochter des Grafen Gebhard III. und der Mechthild von Bayern
          um 1145
nach 1.8.1227  
 
 
 
 
 
Kinder:
2. Ehe

  Gebhard II. Graf von Grögling
   um 1160
1232

  Gerhard II. Graf von Dollnstein
       
1191
 
  Hartwig Bischof von Eichstätt (1196-1223)
  um 1160/65
Anfang 3.1223




Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch Tafel 24 Seite 48 - Dendorfer Jürgen: Adelige Gruppenbildung und Königsherrschaft. Die Grafen von Sulzbach unnd ihr Beziehungsgeflecht im 12. Jahrhundert. Seite 68,107-111,132 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 33 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI Bayern und Franken. Tafel 93 A - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 226 -