Ernst
I.
Graf von Grögling und Ottenburg
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Vogt zu Eichstätt
† 12.11.1096/97
Nach W. Wegener ältester Sohn des Grafen
Hartwig II. an der unteren Amper
(† 9.9.1068/69) und der Aviza von Kühbach, Tochter
von Graf Altmann († um 1047) und
der Irminpurc
Bruder von Graf Udalschalk von Lurngau († 20.11.1115), Graf Adalbert von Ortenburg [Kärnten]
(† 8.1096), Richlint, Gräfin N.N.
von Weyarn
Nach J.P.J.Gewin Sohn des Grafen
Hartwig
I. († 1034); Bruder von Vogt Hartwig von Eichstätt († 9.9.1068/69), Papst
Viktor II. († 28.7.1057)
Nach D. Schwennicke Sohn oder Nachkomme des Grafen Altmann von Freising († 1047)
Nach Gottfried Mayr Sohn des Grafen Hartwic II. von Berghofen und
der Aviza; Bruder von Udalschalk und Richlint
Schwennecke
Detlev:
Tafel 32
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"Europäische Stammtafeln. Neue
Folge Band XII"
ERNST I.
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† 12.XI.1096/97
1070 GRAF
um 1085 VOGT zu EICHSTÄTT
1096 von GRÖGLING (CHREGELINGEN)
GRAF von OTTENBURG
I. oo RICHLIND
1068
†
Tochter von Hartwig
Vogt zu Eichstätt und Aviza
II. oo LIUTGARDE
VON ZÄHRINGEN 1096-1104
†
18.III.1119
Witwe von Markgraf Diepold
II. von Vohburg
Tochter von Herzog Berthold I.
von Kärnten Markgraf von Verona
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN
GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 224
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6. ERNST I.
F. siehe Vorbemerkung und 3 zu 1068 2/4
1070 Rasen (Pustertal) Schenkung des
Bischofs Ellenhard von
Freising
an Brixen, udZ. Ernst comes Kärnt.
UB 3, 154 n 387
c 1070 Bischof Ellenhard von Freising schenkt
Hof zu Sielstetten G
Grafendorf AG Mainburg an sein Domkapitel, udZ. Ernust
comes
nQ 5, 458 n 1614
c 1070 Ernust
comes
udZ. des Heiratsvertrages
von 10
c 1085 Ernestus
advocatus episcopi
Udalrici Eistetensis
MB 14, 190 f n 26
c 1085 comes Ernust nQ 5, 478 n
1650,
1096 Verona HEINRICH IV. urkundet
für St. Lambrecht, udZ. Ernestus de Chregelingen...Adelbret
Frisingensis DD 6, 608 ff n 451
(1096/98) Altman
filius Ernusti comitis
siehe 10
(1096/98) Graf Ernust delegiert
(letztwillig) sein Gut zu Trudering (jetzt zu München) an das
Domkapitel
Freising zu Jahrtagszwecken nQ 5, 479 f n 1652 a
Ernust
comes de Otinpurg delegiert
(letztwillig) Eigengut zu Trudering teils für das Domkapitel
Freising
teils für Weihenstephan als Seelgerät für sich und seine
Gattin nQ 5, 479 f n 1652 b
† (1096/98) 12/11 Freising Dom:
Ernest
comes,
oblagium de Druohtering Necr.
3, 95.
Gemahlin:
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Liutgarde (Tochter des Herzogs Berthold von Zähringen,
Witwe
des Markgrafen Dietpold II. † 1078, siehe
Ratpotonen-Diepoldinger n 8)
gibt mit Hand ihres Sohnes Hartwic
dem Domkapitel Freising Gut zu "Asinheim"
(wohl Asenkofen siehe 10 unter Bertha)
nQ 5, 490 n 1671
ihr Sohn Ernst II. hat
Besitz in den Orten Pretzabruck, Zilchenricht und Traunricht bei
Nabburg,
der nur von der Mutter als Gattin eines DIEPOLDINGERS stammen kann
Heidingsfelder
n 327 f;
1102 10/5 Leucarda
comitissa
unter
den Gründern von Kastl MB 24, 114 f n 2, Kehr-Brackmann, Germ.
Pont.
2, 18 f;
† 18/3 (1119)
HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER
BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 159
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29. ERNST
C. 1070-c. 1084. Graf von
Ottebnburg (G. Gunzenhausen, B. A. Freising).
Vor 1073. Unter den edlen Zeugen im Ehevertrag des vicedominus von
Freising und Perhta
erscheinen Ernust
comes
et vasallus suus Isingrim:
F. nr. 1469.
1053/78. Edle Zeugen: Otto,
Ernust,
Waltheri comites: F. nr. 1614.
1078/98. Edle Zeugen: 1. Domnus Ernust,
3. Hartwig de Roringenmos
(G. 32.): F. nr. 1631.
1078/91. 1. Zeuge: Comes Ernust:
F. nr. 1650.
1082/97. Graf Ernst von Ottenburg
übergibt der Freisinger Kirche für sein, seiner Gemahlin und
seiner Eltern Seelenheil durch die Hand seines "miles" Gotebold sein Gut
zu Trudering (B. A. München): F. nr. 1652ab.
Note:
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Graf Ernst hatte einen Sohn Altman,
der 1091/98 in der Mitte einer Reihe edler Zeugen aufgeführt ist:
F. nr. 1664a. Wir fanden ihn weiter nicht erwähnt.
Während Graf Hartwig G. 27. (siehe oben)
sich offenbar in der
Diözese Eichstätt niederließ, verwaltete sein Bruder Ernst
eine Grafschaft in der
Umgebung von Dachau. Ebenda scheint aber
auch ein jüngerer Sohn
Hartwig G. 32. (siehe unten) ansässig
geblieben zu sein, dem der Zuname "von Röhrmoos" (B. A.
Dachau) beigefügt
wurde.
Weller
Tobias: Seite 401
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert."
Liutgard
schließlich, die offenbar einzige Tochter Bertholds I.
[53 BÜHLER,
Richinza von Spitzbergen passim, glaubt in der im Mai 1092 mit
ihrem damals schon erwachsenen Sohn Werner von Kirchheim
auftretenden
Richinza (vgl. PARLOW,
Zähringer, No. 128, 90) eine weitere
Tochter Bertholds I. aus
seiner Ehe mit Richwara
erkennen zu
können; seine in erster Linie besitzgeschichtlichen Argumente und
vage Hinweise auf Namenstradition sind jedoch für eine solche
genealogische Zuordnung nicht tragfähig. Gleichwohl werden die
Thesen BÜHLERS von den Europäischen Stammtafeln NF 1/2
(1999), Tafel 265, übernommen.], wird in der "Tabula
consanguinitatis' in Wibalds
Briefbuch als
Großmutter der DIEPOLDINGERIN
Adela, der ersten Gemahlin
BARBAROSSAS, genannt [54 Vgl.
Wibald von Stablo, Epist., Nr. 408, 547: Bertolfus cum Barba genuit
Liutgardim, Liutgardis genuit marchionem Theobaldum. Marchio Theobaldus
genuit Adelam.].
Demnach muß sie die Gemahlin des erstmals 1077
als Markgraf auf dem bayerischen Nordgau (Mark Nabburg) bezeugten
Diepold II. gewesen sein
[55 Vgl.
D H. IV. 296 (= DOEBERL, Regensten, No. 1).], der im August 1078 bei
Mellrichstadt im Heer des SALIER-Königs
fiel [56 Vgl. HEYCK,
Zähringen 107; TROTTER, Vohburg, No. 5, 55; TYROLLER, Genealogie,
Tafel 13, No. 8, 185; PARLOW, Zähringer, No. 91,59f.]. Da Diepold
II. zu den Parteigängern HEINRICHS IV. zählte, sein
Schwieger-Vater Berthold I.
aber ein entschiedener Anhänger des
Gegen-Königs RUDOLF VON RHEINFELDEN war, darf
man wohl annehmen,
daß seine Hochzeit mit der ZÄHRINGERIN
Liutgard um einiges
vor 1077/78 anzusetzen ist [57
Vgl. HEYCK, Zähringen 107.].
Liutgard überlebte
ihren Gemahl um mindestens vierzig Jahhre. Sie
wird noch bis 1118 urkundlich erwähnt [58 Vgl. Chron. Reichenbach
402: Anno Domini MCXVIII. regnante Hainrico
IIII. Imp. et Hertwico Ratisponensi Episcopo, Diebaldus Marchio de
Vohburg petitionem matris sua Leuchardis, et uxoris sua Alhaidis caepit
construere Monasterium in Reichenbach, in honore Beata Maria Dei
Genitricis et omnium Sanctorum. Ferner Trad. Reichenbach, No. 1,
3f.
Siehe auch DOEBERL, Regesten, No. 11a; DERS., Markgrafschaft 27;
TYROLLER, Genealogie 185.]. Vermutlich ist sie mit der Lutgard
filia ducis Berchtoldi identisch, deren
Tod im Nekrolog des Klosters
St. Peter im Schwarzwald zum 9. August verzeichnet ist [59 Necr. s.
Petri Nigrae Silvvae, MGH Necr. 1, 336; vgl. HEYCK, Zähringen 107.
- TYROLLER, Genealogie, Tafel 13, No. 8, 185 und Tafel 16, No. 6,
224, mutmaßt, Liutgard habe
sich nach dem Tode Diepolds II.
in zweiter Ehe mit dem bayerischen
Grafen Ernst I. von Grögling
vermählt und sei um 1096/98 erneut Witwe geworden. Die
besitzgeschichtlichen Argumente, die TYROLLER zur Stütze dieser
These anführt, vermögen jedoch nicht zu überzeugen.
PARLOW, Zähringer, No. 1, 3, läßt die Frage einer
eventuellen zweiten Eheschließung Liutgards offen.].
Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Seite
121,126,476
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"Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken
und Schwaben."
Um 1100 übergab eine Gräfin Liutgart, die Frau des
"Hirschberger" Grafen Ernst [146 TYROLLER, Genealogische
Tafeln (wie
Anm. 7) 180 Nr.6.], eine Hufe in einem Asinheim, das Bitterauf
nicht recht deuten konnnte. Wenn wir bedenken, daß diese Liutgard
dabei mit der Hand ihres Sohnes Hartwic für das
Seelenheil eines
Guntpold tradierte, dann
ist nicht daran zu zweifeln, daß
es sich um eine spätere Schicht der Kühbacher Erben handelt.
1068 übergab die edle Frau Richlint Besitz zu
Alfershausen und zu
Thalmässing (beide Orte Landkreis Roth) mit der Hand ihres Vogtes
Ernst in Anwesenheit ihrer Mutter Aviza dem Bischof Gundekar von Eichstätt und
ihrem Vater Hartwic, dem
Eichstätter Hochstiftsvogt.
Gleichzeitig übertrug der Edle
Udalschalk auf
Bitten seines Bruders Ernst Besitz
zu Pettenhofen
(Stadtteil von Ingolstadt) an Eichstätt. Klar ist, daß
Ernst, der Vogt der Richlint bei einer Tradition in Anwesenheit der
Eltern, zu ihren nächsten Verwandten gehört haben muß.
Daß Tyroller recht hat, wenn er Ernst für einen Bruder
Richlints hält und
nicht für ihren Ehemann, ergibt sich
daraus, daß in der nächsten generation der HIRSCHBERGER
dieser Name weitergegeben wird, und zwar zusammen mit den aus
Freisinger Urkunden bekannten alten Leitnamen der Familie Altmann und
Hartwig. Ernst und Udalschalk waren also
Söhne Hartwigs von
Berghofen, des Eichstätter
Vogtes. Im reichen Freisinger Material
kommt zwra der Name Ernst
vor, aber niemals in irgendwelchen
Zusammenhängen mit dem Verwandtschaftskreis um Altmann. Dies
läßt den Schluß zu, daß der Name über die
Mutter Aviza in das Geschlecht der HIRSCHBERGER gekommen ist. Ernst
erbte von seinem Vater die Hochstiftsvogtei über
Eichstätt.
Er hatte die Söhne Altmann,
Hartwic, Ernst und Gebhard. Ernst und
Gebhard, der von 1125-1149
Bischof von Eichstätt
war,
gründeten das Benediktiner-Kloster Plankstetten. Offensichtlich
wird bei der Gründung des Klosters Planstetten noch einmal alter
Kühbacher Besitz
sichtbar. Dieser Besitz kam zum Teil an die
Altmann-Nachkommen und
bot ihnen eine gute Basis für ihre Position
im Bistum Eichstätt. Mit der Vogtei über Eichstätt
erlangten die HIRSCHBERGER
einen Machtschwerpunkt, der die alten
Besitzungen im Freisinger Bistum an den Rand treten ließ. So ist
von dieser Schwerpunktverlagerung her durchaus zu verstehen, wenn die
HIRSCHBERGER das
Interesse an ihrem Erbgut im Freisinger Bereich
verloren und es allmählich aufgaben.
Eher könnten Beziehungen mit den Herren von Hirschberg
bestehen.
Als Ernst von Hirschberg
mit seinen Brüdern, dem Bischof
von
Eichstätt Gebhard
(1125-1149) und dem Bistumsvogt
von
Eichstätt Hartwig,
ein Kloster in Plankstetten errichtete, holte
er Mönche aus Kastl.
1. oo Richlind, Tochter des Vogts zu Eichstätt Hartwig
† nach
1068
1098
2. oo 2. Liutgard von Zähringen, Tochter des Herzogs
Berthold
I.
†
18.3.1119
Liutgard war die Witwe des Markgrafen Diepold II. von Vohburg
(†
8.7.1078).
Kinder:
1. Ehe
Altmann I. Graf von Grögling
† 2.10.1125/30
Hartwig III. Graf von Grögling
†
Ernst II.
Graf von Grögling
† 27.10.
Gebhard Bischof von Eichstätt (1125-1149)
† 17.3.1149
Literatur:
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Gewin Dr. J.P.J.: HERKUNFT
UND GESCHICHTE FÜHRENDER
BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER Seite 159 - Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm:
Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben.
Seite 121,476 - Schwennicke,
Detlef: Europäische
Stammtafeln. Stammtafeln zur
Geschichte
der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel
33 - Weller Tobias:
Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12.
Jahrhundert.
Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2004 Seite 401 -