Jüngere Tochter und Mit-Erbin des Grafen
Adalbert
IV. von Tirol († 22.7.1253) und der Uta von Frontenhausen-Lechsgemünd,
Tochter von Graf Heinrich II. († 26.1.1208) und der Adelheid
von Plain
Schwester von Gräfin Adelheid von Görz († 26.5.1279)
Nichte von Bischof Konrad IV. von Regensburg († 9.4.1226),
Graf Otto von Frontenhausen (†
vor 1185), Burggräfin
Adelheid von Nürnberg
Enkelin von Grafen
Heinrich von Tirol († 14.6.1190) und der Agnes von Wangen
Schwennicke
Detlev: Tafel 86
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"Europäische
Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"
OTTO II.
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† 19.VI.1248
Burg Niesten
Begraben: Langheim
1234 HERZOG von MERANIEN, PFALZGRAF von BURGUND
1234
oo ELISABETH VON TIROL
† 10.X.1256
Tochter von Graf Adalbert III.
(II. oo 1249 Gebhard IV.,
1240 Graf von Hirschberg
†
27.II. 1275)
Gemahl:
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1.) (1234) Herzog Otto II. von
Meranien siehe
15 zu 1234 (2. Hälfte) und (Ende Dezember), 1237 30/10,1239
4/6,1239,1241 21/3,
† 1248 19/6
vgl. Andechs n 73.
2.) (1249) Graf Gebhard
VII. von
Hirschberg siehe Hirschberg n 37
1250 Januar zuerst als seine Gattin erwähnt
RB 4,
751
1254 23/11 Elisabeth,
Gattin Gebhards von Hirschberg MB
2, 454 f n 12,
† 1256 10/10 Raitenhaslach: Elisabeth
comitissa de Tyrol Necr.
2, 278.
HERZÖGE
UND HEILIGE. Das Geschlecht der
Andechs-Meranier
im europäischen Hochmittelalter: Seite 83,96,99,102
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Banche,
die Tochter des Grafen, heiratete später den König von
Portugal, während Ottos
Sohn,
Herzog Otto VIII., sich mit Elisabeth, der Tochter Graf Alberts von Tirol,
vermählte.
Herzog
Otto VIII.
dürfte
1236 volljährig geworden sein und in dieser Zeit Elisabeth, die Tochter seines
Vormunds, Graf Alberts III. von Tirol,
geheiratet haben.
Nach Herzog Ottos VIII. Tod verbreitete
sich - was häufig der Fall war, wenn fürstliche Personen
unerwartet starben - das Gerücht vom gewaltsamen Ende des ANDECHSERS. Im Kloster
Schäftlarn glaubte man zu wissen, daß der Herzog vergiftet
und erdrosselt worden sei; in Franken hieß es dagegen seit dem
14. Jahrhundert, der letzte Herzog von Meranien sei einem Mord zum
Opfer gefallen - erdolcht von seinem eigenen Dienstmann Hager, wie die Sage
später berichtete.
Herzog
Ottos VIII. Ehe
mit Elisabeth von Tirol
war kinderlos geblieben.
Auch der Erbvertrag, den Herzog Otto
VIII. um die gleiche Zeit mit seinem
Schwieger-Vater, Graf Albert
III. von Tirol, schloß, könnte mit den erwähnten
erbrechtlichen Überlegungen oder Familienbeschlüssen in
Verbindung gestanden haben. Diesem Erbvertrag war es zu verdanken,
daß das Schicksal der "inter
montana", der "im Gebirge" gelegene ANDECHSER Güter beim
Eintritt
dfes Erbfalls im Juni 1248 von vornherein unstrittig war. Sie fielen an
Graf Albert III. von Tirol. Als
dieser 1253 starb, fiel dessen Erbe zu gleichen Teilen an seine beiden
Töchter. Nun erhielt Herzog
Ottos Witwe Elisabeth, die inzwischen den
aus Franken stammenden
Grafen Gebhard von Hirschberg
geheiratet hatte, die Besitzungen nördlich der Priener
Brücke
bei Landeck sowie nördlich der Holzbrücke bei
Oberauf-Franzensfeste im Eisacktal. Da aber auch Elisabeths Ehe mit dem HIRSCHBERGER kinderlos blieb,
sollten diese Güter nach ihrem Tod im Jahr 1256 an ihre Schwester Adelheid und deren GÖRZER Gemahl fallen. Auf
diese
Weise hatte die Kinderlosigkeit Herzog
Ottos VIII. von Meranien entscheidend
dazu beigetragen,
daß im Lauf des 13. Jahrhunderts im Alpenraum aus TIROLER, ANDECHSER und GÖRZER Besitzungen jene
Herrschaft entstehen konnte, die man bald als das "Land Tirol"
bezeichnete.
1239
1. oo Otto II. Herzog von Meranien
x um 1171/84
† 19.6.1248
2. oo Gebhard VII. Graf von
Hirschberg
x um 1220
† 27.2.1275
Literatur:
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DIE
ANDECHS-MERANIER IN FRANKEN.
Europäisches
Fürstentum im Hochmittelalter. Verlag Philipp von Zabern Mainz
1998
Seite 43,48, 132,266,272 - HERZÖGE
UND HEILIGE. Das Geschlecht der
Andechs-Meranier
im europäischen Hochmittelalter. (Hg. Josef Kirmeier und Evamaria
Brockhoff) Katalog der Landesaustellung im Kloster Andechs 13. Juli-24.
Oktober 1993 Haus der Bayerischen Geschichte Seite 83,96, 99,102 - Oefele
Edmund Freiherr von: Geschichte der Grafen von
Andechs, Innsbruck 1877 Seite 38 - Schwennicke
Detlev: Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main
1998 Tafel 86 - Thiele,
Andreas:
Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1 Tafel 113 - Wegener,
Wilhelm
Dr. jur.: Genealogische
Tafeln
zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag
Göttingen
1962-1969 Seite 310 -