Beliza                                          Gräfin an der Paar
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um 990/95nach 2.4.1068

Tochter oder Schwester des Eichstätter Vogtes Gotabold, vermutlich Verwandte von Bischof Gebhard III. von Regensburg (2.12. 1060), dem Stief-Bruder vom Römischen Kaiser KONRAD II. ( 4.6.1039)
Beliza soll aus dem Hause der WELFEN stammen!

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 223
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2. HARTWIG I.

F. siehe Vorbemerkung und 1 zu c 1020
1034 Mai; vgl. IV. ebenda zu (1034), wo deutlich wird, dass Hartwig zu dem Grafen Altmann in einem besonderen Verhältnis (des Gegen-Schwiegervaters) steht; Gemahlin Beliza (für Biliza, Bilihildis), Tochter oder Schwester des Eichstätter Vogtes Gotapold, siehe Vorbemerkung.

  oo Beliza, Tochter oder Schwester des Eichstätter Vogtes Gotabold
          

 
Kinder:

  Hartwig II.
      
9.9.1068/69
 
  Gebhard I. = Papst Viktor II.
  um 1012
28.7.1057
 
  Gotapolt Patriarch von Aquileja
      
27.12.1063


Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Seite 125,126,135
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"Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben."

Zum Abschluß der Untersuchung der in Tyrollers Stammbaum genannten Personen haben wir noch auf Aviza einzugehen, von der Tyroller sagt:
Verheiratet mit Hartwig von Berghofen, den er zu den HIRSCHBERRGERN zählt. Damit kommen wir zum Problem des genealogischen Zusammenhangs zwischen den Erben der KÜHBACHER und den Grafen von Hirschberg [169 Pankraz FRIED, Zur Herkunft der Grafen von Hirschberg, in: ZBLG 28 (= Gesellschaft, Staat, Kultur in Bayerns Geschichte. PS für M. Spindler zum 70. Geburtstag) (1965) 82-98. Fried geht nicht darauf ein, daß die HIRSCHBERGER über den Sohn Hartwic von Graf Altmann abstammten.]. Die bisherigen Überlegungen in diesem Zusammenhang kranken daran, daß nicht erkannt wurde, daß für die Ehe der KÜHBACHERIN Liutgart mit Graf Altmann vier Söhne nachweisbar sind:
Udalschalk, Altmann, Kuntpold und Hartwic.
Daß wir in Hartwic von Berghofen einen frühen Vertreter der HIRSCHBERGER vor uns haben, bestätigt eine Schenkung von ca. 1125, in der Graf Hartwic (III.) dort Besitz für das Jahresgedenken seines Bruders Altmann übergibt.
In Gumpersdorf besaß  auch der Edle Altmann, der Onkel Hartwigs von Berghofen, Besitz mit einem Anteil an der Kirche. Der genealogische Zusammenhang zwischen den frühen HIRSCHBERGERN, deren gesicherter Stammbaum mit Hartwig II. (= von Berghofen) einsetzt, Altmann, dem Mann der KÜHBACHERIN Liutgart, und den ARIBONEN ist offenkundig. Hartwig von Berghofen war auch Zeuge bei der Gründung des Klosters Geisenfeld und bei Schenkungen der Ebersberger Grafen-Familie an ihr Kloster Ebersberg. Sein hohes Ansehen zeigt sich darin, daß er einmal Vogt Kaiser HEINRICHS III. war. Dieses Ansehen dürfte darauf beruht haben, daß der Bruder Gebhard Bischof von Eichstätt und dann als Viktor II. Papst wurde, ein weiterer Bruder Gotapolt Patriarch von Aquileja. Von Gebhard sagt die Eichstätter Überlieferung, daß er dem Geschlecht der HIRSCHBERGER angehörte. Bischof Gebhard III. von Regensburg, ein Stief-Bruder KONRADS II., nennt ihn seinen Verwandten. Tyroller hat sicher recht, wenn von den Lebensdaten her Bischof Gebhard von Eichstätt für einen Bruder Hartwigs von Berghofen hält. Hartwig wird auch ausdrücklich Bruder des Patriarchen Gotapold genannt. Die Namen Gebhard und Gotapold stammen also aus der Familie seiner Mutter Beliza. Hartwig, der Sohn des Grafen Altmann, hatte offensichtlich eine "glänzende Partie" gemacht; seine Frau war Verwandte der salischen Kaiser, sie vermochte offensichtlich Namensmaterial ihrer Familie bei ihren Söhnen zur Geltung zu bringen. Sie dürfte aus einem vornehmlich in Schwaben begüterten Geschlecht gekommen sein, was die Bezeichnung ihres Sohnes Gebhard als Schwabe erklären würde.
1068 übergab die edle Frau Richlint Besitz zu Alfershausen und zu Thalmässing (beide Orte Landkreis Roth) mit der Hand ihres Vogtes Ernst in Anwesenheit ihrer Mutter Aviza dem Bischof Gundekar von Eichstätt und ihrem Vater Hartwic, dem Eichstätter Hochstiftsvogt. Gleichzeitig übertrug der Edle Udalschalk auf Bitten seines Bruders Ernst Besitz zu Pettenhofen (Stadtteil von Ingolstadt) an Eichstätt. Klar ist, daß Ernst, der Vogt der Richlint bei einer Tradition in Anwesenheit der Eltern, zu ihren nächsten Verwandten gehört haben muß. Daß Tyroller recht hat, wenn er Ernst für einen Bruder Richlints hält und nicht für ihren Ehemann, ergibt sich daraus, daß in der nächsten Generation der HIRSCHBERGER dieser Name weitergegeben wird, und zwar zusammen mit den aus Freisinger Urkunden bekannten alten Leitnamen der Familie Altmann und Hartwig. Ernst und Udalschalk waren also Söhne Hartwigs von Berghofen, des Eichstätter Vogtes. Im reichen Freisinger Material kommt zwar der Name Ernst vor, aber niemals in irgendwelchen Zusammenhängen mit dem Verwandtschaftskreis um Altmann. Dies läßt den Schluß zu, daß der Name über die Mutter Aviza in das Geschlecht der HIRSCHBERGER gekommen ist. Ernst erbte von seinem Vater die Hochstiftsvogtei über Eichstätt. Er hatte die Söhne Altmann, Hartwic, Ernst und Gebhard. Ernst und Gebhard, der von 1125-1149 Bischof von Eichstätt war, gründeten das Benediktiner-Kloster Plankstetten. Offensichtlich wird bei der Gründung des Klosters Planstetetn noch einmal alter Kühbacher Besitz sichtbar. Dieser Besitz kam zum Teil an die Altmann-Nachkommen und bot ihnen eine gute Basis für ihre Position im Bistum Eichstätt. Mit der Vogtei über Eichstätt erlangten die HIRSCHBERGER einen Machtschwerpunkt, der die alten Besitzungen im Freisinger Bistum an den Rand treten ließ. So ist von dieser Schwerpunktverlagerung her durchaus zu verstehen, wenn die HIRSCHBERGER das Interesse an ihrem Erbgut im Freisinger Bereich verloren und es allmählich aufgaben.





  oo
Hartwig I. Graf an der Isar
          
1034




Kinder:

  Hartwig II. Graf von Berghofen
      9.9.1068/69      

  Gebhart I. Bischof von Eichstätt = Papst Viktor II.
   
um 1012 28.7.1057     

  Gotapolt Patriarch von Aquileja
      
27.12.1063

 


Literatur:
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Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben. Seite 126,135 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 223 -