Altmann II.                                  Graf an der Isar
---------------                                         Vicedom von Freising
    um 1047  

Nach G. Mayr jüngerer Sohn des Grafen Altmann I. an der Paar ( nach 1007) aus dem Hause der ARIBONEN und der Liutgard von Kühbach, Tochter von Graf Babo I. ( 975) und der N.N.
Bruder von
Graf Udalschalk II. an der Paar (um 1040), Graf Guntpold an der Paar (1045), Graf Hartwic I. an der Paar ( 1024) Neffe von Graf Udalschalk I. von Kühbach ( 1008/09), Graf Adalbero von Kühbach ( 9.10. nach 1011), Hilda von Kühbach
Enkel von Graf N.N. aus dem Hause der ARIBONEN und der N.N.

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 69
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31. ALTMANN II.         

F. s. 30; eV.
c 1020 Altmann comes DD 3, 694 ff. n 2
c 1025 vicedomnus Altmannus des Bischofs Egilbert von Freising nQ 5, 261 n 1402; IV.
c 1047 die Bischöfe Nitker von Freising (1039-1053) und Eberhard von Augsburg (1029-1047) vollziehen einen Tausch, udZ. Altmann comes nQ 5, 304 n 1447;
1048

Gemahlin:
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unbekannt

Kinder:
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  Aviza
        

  oo Hartwig II. von Berghofen (s. Hirschberg)
           


Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Seite 117,120,126,135
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"Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben."

Wir kommen nun zu Altmann II., nach Tyroller ca. 1020 bis ca. 1047 Vizedom von Freising, Graf an der Isar, Sohn Altmanns I. und Bruder Udalschalks II. Über Tyroller hinausgehend, konnten wir fesstellen, daß er neben Udalschalk auch die Brüder Gumpold und Hartwic hatte. Altmann comes finden wir mit Graf Odalschalk und Graf Guntpolt als Zeugen für den Grafen Gerold [120 Trad. Weihenstephan (wie Anm. 68) Nr. 3 in Gerharding (Landkreis Ebersberg). Auch Graf Gerold dürfte mit der Familie des Grafen Altmann verwandt gewesen sein. Dies zeigen zunächst seine Besitzinteressen: Gerold tauscht um das Jahr 1000 Besitz in jenem Biberbach ein (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1355), in dem aus unserem Verwandtschaftskreis Meginhart, Papo, der Sohn Piligrims, Engildeo und Hartwic zu finden sind (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1080, Nr. 1091, Nr. 1097, Nr. 1407). Zwischen Aripo und Dietrich ist Gerolt Zeuge für Graf Udalschalk und dessen Schwager Altmann (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1336f). Um 1015 finden wir Gerold in einer Zeugenreihe, die fast nur Männer nennt, die in unseren Zusammenhang gehören, Odalschalk, Gerolt, Ekkihart, Altman, Etih, Hoholt, Sizo, Hartwic, Heinrih, Aripo; Graf Guntpold war Salmann (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1369). Zur selben Zeit ist Gerold Salmann für eine Schenkung zu Gerharting (Landkreis Ebersberg) mit vielen gleichen Zeugen: Odalschalk comes, Guntpolt, Ekkihart, Heinrih, Dietrih ... Aripo, Hoholt (Trad. Freising (wie Anm. 8) Nr. 1370). In Gerharding aber tradiert, wie eben angeführt, Gerold als nobilis homo, qui et ipse comes das Seelgerät für Bischof Egilbert an Weihenstephan. Gerold und Guntpolt eröffnen die Zeugenreihe, als Etih, der Zeuge für Graf Udalschalk und Altmann in Michelskirchen, mit Bischof Egilbert tauscht, und zwar in folgender Gruppe: Kerolt et comes Guntpolt, Hartuuic, Penno, Diotrich (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1392; vgl. Nr. 1607). Bischof Egilbert hat Gerold auch als Vogt eingesetzt, so bei der Schenkung des Grafen Altmann zu Schäftlarn (Trad. Freisng [wie Anm. 8] Nr. 1383b). Auch beim Namen Gerold läßt sich beobachten, daß er in denselben Namensverbindungen weiterlebt. Um 1065 hat ein Gerolt einen Bruder Jacob, um 1130 gehören ein Gerold und der Domherr Hartwic zusammen (Trad. Freising [wie Anm. 8] Nr. 1620, Nr. 1735.].
Als Bischof Egilbert mit seinem Vogt Udalschalk für seinen Besitz in Hohenkammer Klosterbesitz in Pfreimd eintauschte, lag Hohenkammer in Altmanns Comitat. Wie die gleichen Zeugen zeigen, übertrugen Graf Altmann und Graf Udalschalk gleichzeitig Besitz an Weihenstephan: Dabei war Udalschalk erster Zeuge für Altmann, Altmann für Udalschalk. Der von Graf Altmann tradierte Besitz lag in Kärnten - in Reisach im Gailtal und in Egge bei Hermagor. Wie Graf Udalschalk erlangte auch Graf Altmann eine herausragende Position beim Freisinger Bischof: Nach 1022 handelte Bischof Egilbert cum consilio vicedomno Altmanni necnonn videlicet advocati Odalscalchi und tauscht cum consensu Altmanni comitis et quorundam fidelium suorum per manum advocati sui Odalscalch. Tyroller hat recht, wenn er den Grafen Altmann mit dem Freisinger Vizedom identifiziert. Dennoch ist Altmanns Zeugenhilfe hier kaum auf sein Grafennamt zurückzuführen, sondern auf seine Stellung als herausragender Vasall Bischof Egilberts. Altmann ist nämlich in dieser Zeit auch Spitzenzeuge für Freisinger Besitzgeschäfte, die Orte in Süd-Tirol und Kärnten betreffen, wo Altmann ganz sicher nicht als Graf als erster Zeuge auftrat. Bei einem Tausch zwischen Bischof und Domkapitel vertrat Udalschalk den Bischof, sein Bruder Graf Altmann das Domkapitel als Vogt. Wir kennen bereits Graf Altmanns Stiftung an Weihenstephan für das Seelenheil Bischof Egilberts, er tradierte auch Gut in Schäftlarn für des Bischofs Seelenheil, diesmal in Freising.
Um 1030 finden wir eine für die Verwandtschaftsverhältnisse es Grafen Altmann II. sehr aufschlußrreiche Urkunde:
Eine femina nobilis Hazacha = Haziga, Witwe eines Piligrim, übergab ihr Gut zu Schäftlarn dem Grafen Altmann, der es dem Freisinger Bischof tradieren sollte. Der Bischof sollte dafür zwei Töchter im Kloster unterbringen. Zeugen waren Heimo, Papo und Engildeo, die Söhne der Haziga, danach folgen Papo und Ogo, die Söhne eines Dietrich.
Papo hieß auch Hazigas Vogt, der Urkunde zufolge Stief-Vater der Kinder und damit Hazigas zweiter Gemahl. Man könnte sagen, daß Altmann hier einfach als Vertreter des Bischofs handelte. Es ist aber daran zu erinnern, daß Graf Altmann selber in Schäftlarn begütert war; ohne Zweifel wurde Altmann auf Grund seiner Verwandtschaft von Haziga und ihrem zweiten Mann Pabo gebeten, ihnen als Salmann zur Verfügung zu stehen. Wenn wir uns in Altmanns Verwandtschaft umsehen, dann ist natürlich an seinen Cousin Babo III. "von Scheyern" zu denken, der selber eine Tochter Haziga hatte. Wir gehen davon aus, daß die Schäftlarner Tradentin Hazecha und ihr zweiter Mann Pabo die Eltern der Haziga "von Scheyern" waren.



   oo Irminpurc
           



Kinder:

  Altmann Graf an der Isar
     

  oo Totila
         

  Aviza
        nach 2.4.1068

  oo Hartwig II. Graf von Berghofen
            9.9.1068/69



Literatur:
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Kramer Ferdinand/Strömer Wilhelm: Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben. Seite 108,113,117-122 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE  Seite 69 -