Begraben: Kloster Graefentahl
Einziger Sohn des Grafen
Rainald I. von Geldern aus seiner 2. Ehe mit der Margarete
de Dampierre, Tochter von Graf
Guido III. von Namur-Flandern
Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 417
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Rainald II., Graf, seit 1339 Herzog von Geldern
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+ 1343
Bereits 1318 von den Ständen und den benachbarten
Territorialherren als Regent anerkannt, wurde nach dem Tod seines
Vaters Rainald I. 1326 Graf von Geldern.
Er regelte in den ersten Monaten seiner Regierung die rechtlichen Verhältnisse
auf dem platten Lande, umschrieb die Aufgaben der Amtleute, erweiterte
den Aktionsraum der Gerichte, kodifizierte verschiedene alte Landrechte
und schuf damit die Grundlage für die Vereinheitlichung des Territoriums.
Die Finanzpolitik wurden mit den Ständen zweckgebunden zum Vorteil
des Landes abgestimmt und Sondersteuern auf Ausnahmen beschränkt,
zum Beispiel bei Heirat von Grafenkindern als Ausgleich für die Primogenitur
oder bei Rainalds 2. Ehe mit Eleonore,
der Schwester König Eduards III. von England.
Die gefestigte Machtposition Gelderns fand ihre Anerkennung durch die Erhebung
zum Herzogtum 1339. Rainald starb, bevor er sein Ziel, das deutsche
Königtum, erreichte.
RAINALD II. "DER SCHWARZE"
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* um 1295, + 1343
Rainald II. der Schwarze setzte 1320 nach jahrelangen erbitterten Bürgerkriegen den Vater ab und folgte 1326 als Graf von Geldern-Zütphen. Er stritt besonders viel mit Brabant, den Bischöfen von Paderborn, Münster, Utrecht und Lüttich, ging eng mit Holland zusammen und ging im Thronkrieg zu Kaiser LUDWIG IV. über. Er zog mit ihm nach Italien und wurde von ihm am 19.3.1339 zum Herzog von Geldern erhoben und gleichzeitig mit Ostfriesland belehnt. Er wurde damit endgültig Reichsfürst, was er de facto schon vorher wie die Vorfahren war. Er geriet gegen Frankreich wegen dessen Bündnis mit den Friesen, schloss sich dem deutsch-englischen Bündnis an und wurde damit in den Hundertjährigen Krieg hineingezogen. Er beherrschte mit Holland das Bistum Utrecht, sorgte für die Urbarmachung friesischer Gebiete und verschuldete stark, was den Ständeeinfluss zunehmen ließ. Er erwarb unter anderem Berenbroich und Issum, erbte Mecheln und erreichte damit die größte territoriale Erstreckung Gelderns.
1. oo um 1315
SOPHIE DE BERTHOU
+ 1329
Tochter und Erbin des Florenz von Mecheln und der Gräfin Mechthild von Mark
2. oo ELEONORE
VON ENGLAND
+ IV. 1355
Tochter des Königs Eduard II.
Eleonore förderte 1350
im Bürgerkrieg ihren jüngeren Sohn.
XI. 1. RAINALD II. DER ROTE/DER SCHWARZE
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* um 1295, + 12.10.1343
Arnheim
Begraben im Kloster Graefentahl
Graf von Geldern 9.10.1362-12.10.1243, Erhebung in den Reichsfürstenstand als "Herzog von Geldern und Graf von Zutphen" am 19.3.1339
a) Erste Heirat am 11.1.1311 zu Roermond mit Sophie
de Berthour (+ 6.5.1329, begraben im Kloster
Graefenthal), Erbin der Herrschaft
Mecheln, Tochter von Floris de Berthout (+ 1332), Herrn
von Mecheln,
und der Mathilde von Mecheln. Sophie war die Nichte des Bischofs
Wilhelm von
Utrecht (1296-1301).
b) Zweite Heirat zu Nimwegen am 20.10.1331 mit Eleonore
von England (* 8.6.1318, + 22.4.1355
Deventer, begraben im Minoritenkloster
zu Deventer), als Vormund Regentin des Herzogtums
Geldern 1343-1344, Tochter
des Königs Eduard II. von England
(* 25.4.1284, + 22.9.1327) und
der Isabella
von Frankreich (* ca. 1292, + 27.8.1357).
Kinder aus erster Ehe:
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XII. 1. Margareta, Erbin von Mecheln
(* um 1320, + 4.10.1344, begraben im Minoritenkloster
zu Mecheln)
Verlobt am 1.3.1333 und verheiratet am 4.7.1342 mit
Gerhard von Jülich, Sohn des Grafen Wilhelm von Jülich.
Margareta verkauft am 1.12.1333 die Herrschaft und die Vogtei Mecheln
an die Grafschaft Flandern.
XII. 2. Mechthild
XII. 3. Elisabeth/Isabella
(+ 10.12.1376 Kloster Graefenthal, dort auch begraben),
Äbtissin des Klosters Graefenthal.
XII. 4. Maria
Kinder aus zweiter Ehe:
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XII. 5. Rainald III. der Dicke
XII. 6. Eduard
1332
2. oo Eleonore von England, Tochter des Königs
Eduard II.
8.6.1318-22.4.1355
Deventer
Kinder:
1. Ehe
Margarete
-4.10.1344
Elisabeth Äbtissin zu Grafenthal
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1376
Mechthild Herzogin von Geldern (1371-1379)
um 1325- 1384
1. oo Gottfried Graf von Heinsberg-Millen
- 1342
2. oo Johann Graf von Kleve
- 1368
3. oo Johann II. von Chatillon Graf von Blois
um 1340- 1381
Maria Erbin von Geldern
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1397
1362
oo Wilhelm II. Herzog von Jülich
-13.12.1393
2. Ehe
Rainald III.
13.5.1333-4.12.1371
Eduard
12.3.1336-24.8.1371
Literatur:
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GELRE GELDERN GELDERLAND. Geschichte und Kultur
des Herzogtums Geldern. Verlag des Historischen Vereins für Geldern
und Umgebung 2001 Band I Seite 34 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband
1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I
Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 3 -