Begraben im Kloster Graefenthal
Ältester Sohn des Grafen
Gerhard III. von Geldern und der Margarete
von Brabant, Tochter von Herzog
Heinrich I.
Thiele, Andreas: Tafel 2
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser I Westeuropa"
OTTO II. (IV.) "MIT DEM PFERDEFUSS"
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* um 1215, + 1271
Otto III. der Lahme folgte 1229 dem Vater als Graf von Geldern unter Vormundschaft und unterstützte Holland und den Erzbischof von Bremen gegen die Stedinger. Er war der am meisten vom Königtum abhängige deutsche Fürst im Niederrheingebiet, galt 1247 sogar für etliche Fürsten als deutscher Thronkandidat, wählte seinen Cousin WILHELM VON HOLLAND und half ihm. Er erhielt von ihm unter anderem Nymwegen, das er zur Residenz ausbaute, und Emmerich als Reichsvogteien. Er ließ sich 1247 vom Erzbischof Konrad von Hochstaden-Köln ins anti-staufische Lager ziehen. Er griff oft als Vermittler in die vielen Fehden seiner Umgebung ein, wurde selbst durch Besitzverschachtelungen in Westfalen in viele Fehden mit den Grafen von Ravensberg und Tecklenburg und den Bischöfen von Münster, Osnabrück und Paderborn hineingezogen. Er verbündete sich mit der Stadt Köln und dem JÜLICHER Schwager und nahm mit 1267 Konrads Nachfolger in der Schlacht bei Zülpich gefangen, weshalb er zeitweise gebannt wurde. Er war ein bedeutender Städtegründer (unter anderem Emmerich, Geldern, Arnheim und Doesberg), führte viele Fehden mit Kleve und den Bischöfen von Utrecht um Einfluss am Niederrhein und musste unter anderem seine Ansprüche auf das Salland aufgeben. Er erreichte als Vormund Brabants und Hollands ab 1261/62 eine überragende Position in Nieder-Lothringen und gewann die Hoheit über viele Herrschaften, wie Groenlo, Breedevort und Lichtenvoorde. Er war zeitweise Schirmvogt von Köln.
1. oo MARGARETE VON KLEVE
+ 1251
Tochter des Grafen Dietrich V.
2. oo PHILIPPA DE DAMMARTIN
+ 1277/81
Tochter des Grafen Simon von Ponthieu, Witwe Graf Rudolfs
II. von Lusignan-Issoudun
IX. 1. OTTO II. DER LAHME/MIT DEM PFERDEFUSS
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* um 1215, + 10.1.1271
Begraben im Kloster Graefenthal
Graf von Geldern 1229-10.1.1271
a) Erste Ehe vor dem 24.11.1240 Margareta von Kleve
(+ 10.9.1251, begraben im Kloster
Graefenthal), Tochter von Graf
Dietrich V. von Kleve (* ca. 1195, + 1260/62) und der Mechthild
von Dinslaken.
b) Zweite Ehe 1253 mit Philippa de Dammartin (+
14.4.1277/81, begraben im Kloster Graefenthal),
Tochter von Simon de Dammartin
(+ 1229), Graf von Ponthieu und der Marie von
Ponthieu-Aumale (+
1251); Witwe von Raoul de Issodun, Graf und Eu, und von Raoul Herrn von
Coucy (+ 1250). Philippas Schwester
Johanna (+ 1279), Gräfin von Ponthieu und Aumale,
heiratete König
Ferdinand III. den Heiligen von Kastilien (1217-1252) und wurde
die
Stiefmutter des römisch-deutschen
Königs ALFONS
X. VON KASTILIEN (römisch-deutscher
König 1257-1272, König von Kastilien
1252-1284).
Kinder aus erster Ehe:
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X. 1. Elisabeth
X. 2. Margareta
Kinder aus zweiter Ehe:
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X. 3. Rainald
X. 4. Philippa, Frau von Süsteren
X. 5. Margareta
1253
2. oo 2. Philippa de Dammartin, Tochter des Grafen
Simon von Ponthieu
- 1277/81
1. oo Rudolf
II. Graf von Lusignan-Issoudun
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Kinder:
1. Ehe
Elisabeth
- 1315
oo Adolf VIII. Graf von Berg
- 1296
Margarete
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um 1262
oo Enguerrand IV. von Coucy, Graf von Marle
- 1310
2. Ehe
Rainald I.
um 1255-9.10.1326
Marie
- um
1306
Margarete
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oo Dietrich VII. Graf von Kleve
- 1305
Philippa
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oo Walram III. Graf zu Valkenburg
- 1302
Literatur:
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GELRE GELDERN GELDERLAND. Geschichte und Kultur
des Herzogtums Geldern. Verlag des Historischen Vereins für Geldern
und Umgebung 2001 Band I Seite 33 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband
1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I
Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 2 -