Richwara                      Markgräfin von Österreich
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    -8.7.994
 

Tochter des Grafen Erenfried II. im Zülpichgau (EZZONE)
Nach Finckenstein Tochter des Grafen Ernst IV. vom Sualafeldgau

 
Gerd Althoff: Seite 404
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"Adels- und Königfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"

                                                                   G 79

Me:  8.7.  Ricuuar com  Gemahlin Markgraf Liutpolds

Richwar (Richarda) war die Gemahlin des BABENBERGERS Liutpold (G 78), der 994 in Würzburg ermordet wurde (vgl. Thietmar IV, 21). Sie ist auch in mehreren anderen necrologischen Zeugnissen zum gleichen Todestag wie ihr Gatte verzeichnet (siehe Lechner, Die Babenberger Seite 45); so in Salzburg und St. Emmeran in Regensburg. Es ist nicht bekannt, ob sie wirklich am gleichen Tag starb wie ihr Mann; vgl. Lechner, Beiträge zur Genealogie, Seite 263, der den Merseburger Beleg jedoch übersah. Zur Herkunft der Gedenktradition siehe oben (wie bei G 78).
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Karl Lechner: Seite 45,314 A 19,22;316 A 22; 317 A 33
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"Die Babenberger"

Es sind 2 ähnlich lautende Namen, die für die Gattin Liutpolds durch einwandfreie Zeugnisse überliefert sind, und zwar immer in unmittelbarer Verbindung mit Markgraf Liutpold und meist mit der Eintragung seines Todestages: Ri(c)hkart (Salzburger Verbrüderungsbuch, Ende 10. Jahrhundert; Necrolog St. Rutberti von Salzburg, Ende 11. Jahrhundert, aber auf ältere Vorlagen weisend; der älteste Melker Grabstein, überliefert in einer Handschrift aus den 30-er Jahren des 13. Jahrhunderts) und Richwar (Necrolog von St. Emmeran, Anfang des 11. Jahrhunderts; Reichenauer Verbrüderungsbuch, Ende des 11. Jahrhunderts). Es handelt sich zweifellos um die gleiche Person, die Verschiedenheit des Grundwortes des Namens lässt sich sprachgeschichtlich erklären (Richarda = Richwarda). Der Name Richardis aber war im Hause der EPPENSTEINER der späteren Herzöge von Kärnten verbreitet: Marchwards I. (von Eppenstein, + um 960/65) gleichnamiger Sohn ist ab 970 als Markgraf (der karantanischen Mark) bezeugt und um 995/1000 gestorben. Marchward I. hatte eine Schwester und eine Tochter dieses Namens; letztere war mit Graf Ulrich von Ebersberg (+ nach 1029) verheiratet. Der Sohn aus dieser Ehe, Adalbero, war mit einer Richalindis verheiratet; diese beiden waren die Stifter des Klosters Ebersberg. Marchward I. hatte einen Sohn und einen Enkel namens Ernst. Auch sein (Stief-?)Vater scheint Ernst geheißen zu haben. Er war Graf im Sualafeld.
Unsere österreichische Markgräfin Richarda (Richwarda) war vermutlich eine Halbschwester Graf Marchwards I. von Eppenstein und die Tochter Graf Ernsts IV. vom Sualafeldgau. Diese Verbindung wird auch noch dadurch unterstrichen, dass der 2. Sohn des 1. österreichischen Markgrafen Ernst hieß. Marchward II. von Eppenstein war wieder mit einer EBERSBERGERIN verheiratet. Wir sehen also, dass schon der erste österreichische Markgraf mit 2 höchst angesehenen Familien des Reiches verbunden war, den EPPENSTEINERN und den Grafen von Ebersberg.
Eine Trierer Quelle, die Fortsetzung der "Gesta Treverorum" aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts, nennt sie Richeza und erklärt sie für die Tochter eines Herzogs von Franken; aber die Quelle ist in genealogischen Fragen durchaus unzuverlässig.
 
Ernst Klebel: Seite 4
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"Der Aufstieg der Babenberger"
in: Jahrbuch für Landeskunde von Nieder-Österreich 1985

Diese Kombinationen erlauben eine weitere genealogische Unterstützung. Die ältere Vermutung von Karlmann Tangl, dass Richarda, die Gattin Leopolds I., aus dem Hause der steirischen Markgrafen stammte, lässt sich durch manche neuere Beobachtung erhärten. Denn Ernst hieß nicht nur Leopolds 1. Sohn, sondern auch der eine Sohn Markwards I., dessen Schwester Richardis hieß (der gleiche Name wie Richarda). Auch der Vater Markwards scheint Ernst geheißen zu haben und Graf im Sualafeldgau zwischen Donauwörth und Nürnberg gewesen zu sein.
 
 
 
 

  oo Liutpold Markgraf von Österreich
       um 940-10.7.994
 
 
 
 
 
Kinder:

  Adalbert I. der Siegreiche
  um 985-26.5.1055

  Heinrich I. der Starke
  um 965-23.6.1018

  Ernst I. Herzog von Schwaben
  970/84-31.5.1015
 
  Poppo Erzbischof von Trier (1016-1047)
  um 986-16.6.1047

  Judita(Judith)
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  Kunigunde
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  Christine Nonne
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  Christine lebte als Reklusin in Trier. (Karl Lechner: Seite 56)
 
  Hemma
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  oo Rapoto Graf von Diessen
              -
 
  Liutpold Erzbischof von Mainz (1051-1059)
        -   1059