Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2092
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Eppstein, Herrschaft
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Die Herren von Eppstein stammen von den seit 1107 nachweisbaren Herren von Hainhausen ab. Sie siedelten zwischen 1183 und 1190 im Zuge der gegen Kaiser FRIEDRICH I. gerichteten Resitutionspolitik des Erzbischofs Konrad I. von Wittelsbach in Mainz nach Eppstein (Hessen, Main-Taunus-Kreis) über die Mannen des Erzstifts und des Reiches, des Pfalzgrafen und anderer Hochadelsgeschlechter. Allode und Lehen konzentrierten sich im Vordertaunus, am Untermain, im Rodgau und Spessart. Aufgrund rigoroser Nutzung von Vogteirechten, Kauf und Erbschaften griffen sie in den Taunus und den Königssondergau aus. Hauptgegner wurden hier die Grafen von Nassau. Eine Linientrennung vor der Mitte des 13. Jh. bestand nur bis 1264, führte aber zur Abgabe von Eigenbesitzanteilen an die verschwägerten Grafen von Katzenelnbogen und von Nassau; die wichtigeren Lehen behielt die weiterblühende Linie. Besitzsichernd wirkte die enge Verbindung mit der Mainzer Kirche, der die Herren von Eppstein zwischen 1200 und 1305 4 Erzbischöfe stellten, dadurch 1240 in das anti-staufische Lager gerieten und in Gegensatz auch zu den Königen ADOLF und ALBRECHT I. traten. Eine Teilung 1433 und Verkäufe an Hessen 1492 leiteten die Schwächung der Territorialstellung ein und führte 1581 zur Übernahme etwa der Hälfte des Gebietes durch Kurmainz.
Quellen und Literatur:
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P. Wagner, Die E.schen Lehensverzeichnisse und Zinsregister des 13.
Jh., 1927 - W. Pietsch, Die Entwicklung des Territoriums der Herren v.
E. im 13. und 14. Jh. vornehmlich aufgrund ihrer Lehensverzeichnisse, HJL
12, 1962, 15-50.
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