Legl Frank: Seite 53
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"Studien zur Geschichte der Grafen
von
Dagsburg-Egisheim."
Die patrueles von Leo IX.
Aus den Privilegien Leos IX.
für Hesse und für Altdorf sind
uns mehrere patrueles
des Papstes bekannt. So stellte Leo
IX. im Jahr
1049 auf Bitten patruelis
nostri Adalberonis, Tullensis
ecclesiae
canonici, für das von den Vorfahren Leos IX. gestiftete Kloster
Altdorf eine Bulle aus [294
Urkunde, abgedruckt bei SCHÖPFLIN, Alsatia diplomatica, 1. Band,
Nr. 208, Seite 164f., Zitat, ebda., Seite 165.].
Zudem erfahren wir aus dem Privileg des
Papstes für das ebenfalls von seinen Vorfahren gestiftete Kloster
Hesse von zwei weiteren Söhnen seiner Vater-Brüder,
nämlich von Matfried [295 Urkunde,
abgedruckt bei CALMET, Histoire de Lorraine, 2. Band, 2.
Auflage, preuves, Col. 287-289: Tegit
enim martyr patrueles nostros
Comites Mathfridum & bonce memoriae Gerhardum, ejusque uxorem
devotam famulam Deo Cunizam
(Zitat, ebda., Col. 288). Zum Privileg
für Hesse siehe auch oben Seite 49 mit Anm. 265. ]
und dem zum Zeitpunkt der Ausstellung des
Privilegs bereits verstorbenen Gerhard
mit dessen Gattin Cuniza,
welche allesamt in Hesse bestattet wurden [296 Ebda.
Siehe das
Zitat in der vorangegangenen Anm.].
Welchen Vater-Brüdern Leos IX.
sind diese patrueles
zuzuordnen? Wir
kehrten drei Brüder von Leos IX. Vater, nämlich Eberhard IV.,
Gerhard I. und Matfried I. [297 Siehe
dazu oben, Seite 38-43.]. Da wir keine Quellen
besitzen, die uns
Auskunft geben, welche Kinder diesen drei Brüdern Hugos IV. im
einzelnen zuzuordnen sind, müssen wir mehr oder weniger vage
Vermutungen anstellen.
So kann man davon ausgehen, daß Adalbero
wohl kein Sohn Eberhards
IV. und dessen Gattin Berta
war, denn man sieht Eberhards Witwe
Berta
als handelnde, die über Schenkungen ihrer Vorfahren
verfügt [298
Siehe dazu oben, Seite 41 mit Anm. 221.].
Würde ein Sohn aus dieser Ehe existieren,
wäre dieser wohl der Ausführende der von Berta vorgenommenen Transaktionen. Adalbero könnte also ein Sohn
sowohl Gerhards I. als auch Matfrieds I. gewesen sein. Die
beiden anderen patrueles,
Gerhard und Matfried, könnte man - geht man
von ihren Namen aus - jeweils als Söhne
von Gerhard I. bzw. Matfried
I. ansehen, wie in Tafel 7 dargestellt [299 Vgl auch
die Tafel bei HLAWITSCHKA, Anfänge, Seite 116. In
die Tafel 7 sind nicht Herzog
Friedrich II. von (Ober)-Lothringen und
dessen Tochter Sophie von
Ober-Lothringen und Beatrix
von Tuszien
aufgenommen. Letzere wird von Leo IX.
als seine neptis bezeichnet.
Siehe zwei Urkunden Leos IX.,
abgedruckt bei J. v. PFLUGK-HARTUNG,
Acta Pontificum Romanorum inedita, 2. Band, Stuttgart 1884 (Ndr. Graz
1958), Nr. 107, Seite 72f. und Nr. III, Seite 76ff. Siehe dazu E. GOEZ,
Beatrix von Canossa und Tuscien. Eine Untersuchung zur Geschichte des
11. Jahrhunderts, Sigmaringen 1995, Seite 147f. und Reg. 4g und h,
Seite 199.]. Eine präzise Aussage zu den
Filiationen läßt sich nicht geben, und wir müssen es
bei den vorangegangenen Vermutungen belassen. Der Name Adalbero, der in der Familie der DAGSBURG-EGISHEIMER hier zum ersten
Mal auftaucht, erklärt sich durch die Verwandtschaft zum oberlothringischen Herzogs- und LUXEMBURGER Grafen-Haus (siehe Tafel 7).
Tafel 7
Zu den patrueles Leos IX.
Matfried oo
Lantsind
Wigerich oo Kunigunde
I
I
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Adalbert v Metz oo Liutgart oo Eberhard Hz.
Friedrich 1
Siegfried
v. Ober-Lothringen
von Luxemburg
I
I
I
I
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-------------------------------
Matfried Hugo
raucus Hz. Theoderich I.
Bf. Theoderich II. Friedrich Eva
v. Metz
I
I
I
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Gerhard I. Eberhard IV. Matfried I. Hugo IV.
Adalbero
Bf. Adalbero III.
oo
Berta
v. Merz
I
I
I
I
I
I
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-------------------------------------------------------------------------
Gerhard II. Adalbero Mattried II. Gerhard
III. Hugo V. Eberhard V.
LeoIX. Hildegard filia
oo Cuniza Kan. Toul