Gertrud                                                     Gräfin von Braunschweig
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um 990/1000-21.7.1077
 

Begraben: Burgkirche zu Braunschweig
 

Vermutlich Tochter des Grafen Ekbert (des Jüngeren?) aus dem Hause der BILLUNGER
 

Brandenburg Erich: Tafel 3 Seite 7
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

X. 29 b. LUDOLF, Graf von Braunschweig und Westfriesland
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* 1016/17, + 1038

Gemahlin:
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GERTRUD

Anmerkungen: Seite 133
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29. Ludolf

siehe Brandenburg, Gisela Seite 20.
Die Herkunft seiner Gemahlin ist nicht bestimmbar.

Korrektur (Wolf): wird 27 a (statt 29 b)
Ergänzung (Wolf): Ludolf Graf von Braunschweig, * 1002/03 (statt 1016/17).
weiterers Kind:
XI Ida von Elsdorf "filia fratris imperatoris Heinrici" (Annal. Stadenses MGH SS 16, 319),
* 1020/25 (dazu Armin Wolf, Wer war Kuno von Öhningen?, in: Deutsches Archiv 36, 1980 Seite 4 Anm. 50 mit weiterer Literatur).



Glocker Wilfried: Seite 335
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik"

VIII. 1./VIII. 63. LIUDOLF
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* c 1003, + 1038 IV 23

Graf im Derlin- und Gudinggau, "comes privignus imperatoris";

oo GERTRUD
           + 1077 VII 21

Der 1038 verstorbene Graf Liudolf ist in D Ko II. 124 von 1028 VII 1 als "comes privignus imperatoris" bezeugt; ebenso nennt ihn der Annalisto Saxo a. 1038, SS VI 682, von dem wir ebenda auch Liudolfs Todestag und den Namen seiner Gemahlin erfahren.
Liudolf war somit ein Sohn der Kaiserin Gisela aus deren 1. Ehe mit Graf Bruno von Braunschweig. Schölkopf, Grafen Seite 109, macht auf die Grafschaftsrechte Liudolfs im Gudinggau aufmerksam, wo auch die LIUDOLFINGER Grafschaftsrechte besaßen.
Der Todestag Gertruds ist im Memorienbuch des Blasiusstiftes zu Braunschweig eingetragen.
Vgl. zu ihr Dürre, Geschichte Seite 47 und 50, sowie Böttger, Brunonen, Seite 415 Anm., 485 f. und 488 ff.



Liudolf war Graf von Braunschweig (Raum Oker-Aller, Helmstedt) und eine Stütze seines kaiserlichen Stiefvaters. Seine Gemahlin Gertrud brachte ihm die sogenannte friesische Mark mit den Gauen Stavergo, Ostergo, Westergo und Isselgo als Erbgut zu. Liudolf starb in Italien.

Hirsch, Siegfried: Band I Seite 461/III Seite 111
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II."

Wahrscheinlicher wenigstens ist es, daß Gertrud, welche den Annales Hildesheimenses zufolge im Jahr 1018 von Godeschalk, dem Sohne des Markgrafen Ekkehard von Thüringen und Meißen, geschieden wurde, Ecberts Tochter war [1 Annal. Hildesh. zu 1018.].
1019
Auch ein in den großen Familien spielender Ehehandel beschäftigte hier wieder diesen hohen Hof: wir lesen, daß Bischof Bernward in Gegenwart des Kaisers und auf Grund der synodalen Beschlüsse die Ehe des Godeschalk, des Sohnes eines mit hohem Reichsamt betrauten Mannes, namens Ekkehard, und der Gertrud, der Tochter eines Grafen Ekbert, geschieden habe. Sicheres wissen wir weder von den Personen, denen dieser Rechtsspruch galt, noch von den Gründen, die ihn bestimmt haben. Betreffs der letzteren mag die Analogie es gestatten, wieder an verbotene Ehegrade und damit auch an politische Motive des Kaisers zu denken: betreffs der ersteren wäre noch eher erlaubt in Gertrud ein Glied des Hauses Ekberts des Einäugigen [1 In Anknüpfung an die "filii Ekbrahti comitis et nepotis nostri" in der Urkunde OTTOS III. von 1001, Stumpf 1248, und an die der Form nach freilich sehr verdächtige Urkunde HEINRICHS II. von 1022 (am besten bei Lüntzel, Der Heilige Bernward Seite 98), worin eine Abteilung des Derlingau "praefectura Ekberti" genannt wird. Vgl. Wedekind, Noten II, 70,75. Stumpf 1792.], als in Godeschalk den Enkel des großen, den Sohn des jüngeren Ekkehard von Mark Meißen zu sehen. Denn wie sollte von einem solchen sonst keinerlei Spur in unseren Nachrichten geblieben sein, und wie käme er in die Diözese von Hildesheim unter Bernwards Gericht [2 Bei Falke freilich ist, da möglicherweise aus demselben Hause drei Menschenalter später eine Gertrud vorkommt, die Abstammung der unsern von Ekbert dem Einäugigen gewiß, und die Gfrörers große sächsisch-wendische Kombinationen (Kirchengeschichte IV, 111 ff.) Godeschalk notwendig aus dem Meißnischen Haus - die Moden zweier Jahrhunderte! (Böttger, Die Brunonen, Seite 328, N. 515a hält Gertrud für eine Tochter Ekberts des Jüngeren, des Sohnes von Ekbert dem Einäugigen.]!

Rockrohr Paul: Seite 8
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"Die letzten Brunonen"

Liudolf war vermählt gewesen mit Gertrud, der Tochter des Grafen Arnulf von Holland, welche ihm als Erbgut die Gaue Stavero, Westergo und Isselgo als marchia Fresiezubrachte [3 Origines Guelficae IV, 418 f.]. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ludolf als Besitzer dieser Gaue, über die er bereits alle Hoheitsrechte ausübte, den Titel marchio Brandenburgensis führte, wie denn auch seine Gemahlin als marchionissa (senior) bezeichnet wird [6 Wedekind, Noten etc. I, 430: Anno Dom. M. LXXVII ob Ghertrudis marchionissa senior.].

Bollnow, Hermann: Seite 35,41
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"Die Grafen von Werl. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte des 10. bis 12. Jahrhunderts."

Brunos Sohn Liudolf war mit einer Gräfin Gertrud verheiratet, die ihm die Söhne Bruno und Egbert den Älteren gebar [27 Ann. Saxo 1038, 1057 Seite 662,692.]. Weder über Brunos von Braunschweig noch über Gertruds Abstammung ist etwas überliefert; wohl aber gibt es darüber zahlreiche phantastische Mutmaßungen. So hat man Gertrud für eine Tochter Egberts des Einäugigen [28 Schaukegl - nach Böttger, Brunonen, Seite 477 A. 656a - auf Grund von Ann. Hild. 1018 Seite 32. In diesem Jahr trennt Bischof Bernward von Hildesheim in Goslar die Ehe eines Grafen Godschalk mit einer Gertrud: "Berwardus episcopus --- Godescalcum, Eggihardi presidis filium, et Gertrudem, Egberdi comitis filiam, separavit". Es ist völlig unsicher, ob es sich hier um ein Glied der Familie Egberts des Einäugigen handelt, vgl. Hirsch I 461,III 111 f.: Posse C. d. Sax. reg. I 47 (Einleitung).], der nach andern wieder der Vater Brunos von Braunschweig ist, gehalten.
Eccard [30 Bei Böttger, Brunonen Seite 475 ff.], Böttger [31 Ebd. Seite 472 ff.] und Rockrohr [32 Rockrohr Seite 8 verweist in A. 3 auf Orig. Guelf. IV 418f., wo aber nur steht: "Flandrem fuisse lacile concesserim".] bezeichnen sie als eine Tochter Arnulfs von Holland. Das ist völlig aus der Luft gegriffen; der einzige Anhaltspunkt könnte die irrige Annahme sein, daß Arnulf irgendwelche Beziehungen zu Mittelfriesland gehabt hätte. Allerdings ist von ihm überliefert, daß er Töchter gehabt hat.
Jäckel sucht nachzuweisen, daß sie die Erbin, vermutlich die Tochter des Grafen Rednat von Mittelfriesland war.
Es bleibt also nur übrig, daß Ida eine Tochter Liudolfs von Braunschweig ist, der dann gegen 1000 geboren sein muß. Diese Annahme wird durch die Namensgebung nch bestärkt. Daraus möchte ich auch schließen, daß Ida eine Tochter Gertruds ist, die dann eine Gräfin von Egisheim sein muß.

Schölkopf Ruth:
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"Die sächsischen Grafen"

Weiter führte er aus, dass er mit einer Gertrude comitissa vermählt war. Über Bollnows Feststellung, dass es unmöglich ist, Gertruds Abstammung nachzuweisen, läßt sich nicht hinaus kommen. Böttger und Rockrohr hielten sie für eine Tochter des Grafen Arnulf von Holland. Die Annales Egmundani erwähnten von ihm nur, dass er mehrere Töchter hinterließ. Sie soll ihrem Gatten die sogenannte friesische Mark mit den Gauen Stavergo, Ostergo, Westergo und Iselgo als Erbgut zugebracht haben. Hier amtieren eine weitere Generation später die BRUNONEN. Es läßt sich allerdings nicht nachweisen, aus welchen Gründen ihre Belehnung erfolgte.

Hlawitschka Eduard: Seite 143-148
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen"

Dobbertin sucht die Verbindung vielmehr über einen Ekbert zu gewinnen, der der Vater von Liutolfs Gemahlin Gertrud und zugleich ein Sohn Kunos von Öhningen gewesen sei, wobei es indes einen Ekbert als Sohn Kunos/Konrads gar nicht gegeben hat [131 Vgl. oben Seite 112. Schon A. Wolf, Kuno Seite 39-44, hat einen Ekbert als Sohn Kunos von Öhningen/Konrads von Schwaben abgelehnt.].
Albert von Stade schrieb der Elsdorferin auch noch zusätzlich - was wohl ihr Ansehen und ihre hohe Abkunft weiterhin unterstreichen sollte - als Mutter eine Schwester Papst Leos IX. aus dem Hause EGISHEIM im Elsaß zu. Diese Frage ist kaum weniger umstritten als die nach der väterlichen Herkunft Idas.
Auszugehen ist dabei davon, daß der nunmher als Vater Idas gesicherte Graf Liutolf von Braunschweig mit einer gewissen Gertrud vermählt war. Mehrfach ist dieses Faktum überliefert [141 Als Gemahlin Liutolfs (von Braunschweig) - und somit als Mutter Idas - ist uns durch den Annalista Saxo eine Gertrud bezeugt; vgl. oben Anmerkung 58. Auch aus Inschriften und Memorienbüchern kennen wir sie; vgl. H. Dürre, Geschichte der Stadt Braunschweig, Braunschweig 1861, Seite 47,50f., und H. Böttger, Brunonen Seite 415 Anmerkung, 485f., 488-490; auch Ders., Geschichte der Brunonen-Welfen Seite 167-169. Als Todestag Gertruds ist uns der 21.VII.1077 überliefert; vgl. H. Dürre, Das Register der Memoiren und Feste des Blasiusstiftes Braunschweig, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen, Jahrgang 1886, Seite 37, zum 21.VII.: Anno Dom. MLXXVII obiit Ghertrudis marchionissa (senior; dieses Wort ist Hinzufügung von spätere Hand).]. Aber woher stammte diese Gertrud? Und ist sie soror Leonis papae qui et Bruno gewesen, die Albert von Stade als Idas Mutter angibt?
Aus besitzgeschichtlichen Erwägungen hatte die ältere Forschung gemeint, ihre Heimat müsse Friesland gewesen sein; die Nachricht Alberts wurde dabei nicht beachtet. Nach Zurückweisung dieser Vermutung kam 1930 Bollnow über die Heranziehung Alberts von Stade zu dem Ergebnis, "daß Ida (von Elsdorf) eine Tochter Gertruds (von Braunschweig) ist, die dann eine Gräfin von Egisheim sein muß.
Zu dieser Sicht mußte Dobbertin übrigens schon deswegen kommen, weil er einen schon einmal vor 200 Jahren von J. Schaukegl erstmals unterbreiteten Vorschlag in nähere Erwägung zog, in Liutolfs Gemahlin Gertrud jene gleichnamige Tochter eines Grafen Ekbert zu erblicken, deren Ehe mit einem gewissen Godescalus, Sohn eines Grafen Ekkehard, nach dem Bericht der Hildesheimer Annalen und der Vita Meinwerci 1019 durch Bischof Bernward von Hildesheim getrennt wurde [152 Ann. Hildesheim. ad 1018 (nach dem Itinear HEINRICHS II. richtig zu 1019), ed. G. Waitz, Seite 32.]. Liutolf könnte ja jene Gertrud geheiratet haben, was in Dobbertins Konzeption - das heißt mit Beibehaltung des Geburtsjahres 999 für die Kaiserin Gisela, der Geburt ihres Sohnes Liutolf 1016 und der Volljährigkeit des spätestens 1053 erschlagenen Ida-Sohnes Ekbert - eben nur dann möglich war, wenn Liutolfs (dann wesentlich ältere) Frau Gertrud die spätere Elsdorferin Ida als ihre Tochter mit in die Ehe gebracht hat. Und da Gertrud - entsprechend dem herangezogenen Ehescheidungsbericht vom Jahre 1019 - einen Vater Ekbert hatte, konnte sie auch keine Vollschwester Leos IX. - wie es nach dem Bericht Alberts von Stade zu folgern wäre - gewesen sein, da Leos IX. Vater ja Hugo von Dagsburg/Egisheim war.
War Liutolfs Gemahlin und Idas Mutter Gertrud, die sonach selbst die Tochter eines Ekbert gewesen zu sein scheint, aber auch die Tochter von Leos IX. Mutter Heilwig? War Gertrud - da die Väter Leos IX. und Gertruds (Graf Hugo von Egisheim und Graf Ekbert) ja nicht identisch waren - also eine Halbschwester Leos IX.?
Wir können es hierbei auch offenlassen, wer wohl jener Graf Ekbert, Vater Gertruds, gewesen ist. Ob er etwa zu den filii Ekbrahti comitis et nepotis nostri Kaiser OTTOS III. gehörte, die ihren Komitat im ostfälischen Ambergau - bei der Burg Dahlum zwischen Goslar und Hildesheim - hatten, was ihn als Sohn Ekberts des Einäugigen (+ 994) ausweise [165 Im Ambergau war nach der zu 979 gesetzten, in etwa zeitgenössischen Fälschung MG O II., 202b ein Wichmann Graf. Dieser gilt als Sohn Egberts des Einäugigen. Vgl. dazu R. Kloss, Das Grafschaftsgerüst des Deutschen Reiches, Diss. Breslau 1940, Seite 49ff., und G. Althoff, Adels- und Königsfamilien Seite 38,102,119,417.]? Oder war er ein anderer in den Urkunden OTTOS III. und HEINRICHS II. genannter Ekbert?

Weinfurter, Stefan: Seite 166
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"Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten"

Von besonderer Wichtigkeit war die Synode von Goslar im Februar oder März 1019. Anwesend waren neben der Kaiserin Kunigunde die Erzbischöde Gero von Magdeburg und Unwan von Hamburg-Bremen sowie die Bischöfe von Halberstadt, Oldenburg, Minden, Münster, Schleswig, Hildesheim, Bamberg, Paderborn, Utrecht, Zeitz und Havelberg. Auch die Herzöge von Nieder-Lothringen und von Sachsen hatten sich eingefunden. Hier ging es zunächst wieder einmal um die Trennung einer Ehe. Gottschalk, der als Sohn eines Grafen (praeses) namens Eggehard bezeichnet wird, war mit Gertrud, der Tochter eines Grafen Egbert, verheiratet. Diese Ehe wurde aufgehoben - wahrscheinlich wegen zu naher Verwandtschaft.

Bork Ruth: Seite 77
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"Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert."

Ergänzend können noch einige mehrfach geäußerte Vermutungen, die sich auf etwaige Töchter Ekberts beziehen, hinzugefügt werden. Die Hildesheimer Annalen melden zu 1018 [1 Richtiger 1019, vgl. Hirsch-Breßlau, Jbb. H. II. Band 3 Seite 115.], daß der Bischof Bernward, in der Fastenzeit zu Goslar in Anwesenheit des Kaisers eine Ehescheidung vorgenommen habe zwischen Gottschalk, dem Sohn des "praeses" Ekkehard, und Gertrud, der Tochter eines Grafen Ekbert [1 Ann. Hild. SS. III, 95.]. Man nahm an, daß es sich dabei um eine Enkelin Ekberts des Einäugigen, bzw. eine Tochter Ekberts des Jüngeren handele, der in einer Urkunde vom 1. Juli 1028 [2 DK II. 124, Seite 169.] (mit seinem Bruder Amelung zusammen) und in der Vita Meinw. erscheint, die zum Jahre 1019 den gleichen Vorgang bringt [3 Vita Meinw. c. 164, Seite 86. Siehe Böttger, Brunonen Seite 328 Anmerkung 515a und Gfrörer K.G. IV, 111ff.; Hirsch-Breslau (Jbb. Heinrich II. Band III, Seite 111f. und 112 Anmerkung 2) hielt die Zuordnung Gertruds als eines Gliedes des Hauses Ekberts des Einäugigen für möglich, bezweifelte aber, daß es sich in jenem Gottschalk um einen Angehörigen des meißnischen Hauses handelte, ein meines Erachtens berechtigtes Bedenken, angesichts des Tatbestandes, daß sich in den Quellen sonst zumindest kein Gottschalk unter den Nachkommen Ekkehards von Meißen findet.], und später noch einmal die Brüder Ekbert und Amelung erwähnt [4 Vita Meinw. c. 202 Seite 118.]. Dies ist nun, da zu einer sicheren Begründung die Unterlagen nicht hinreichen, nur eine Vermutung, mehr nicht. Immerhin kann man dafür geltend machen, daß es sich, wenn sie zuträfe, bei dem geschiedenen Ehepaar um Vetter und Base dritten Grades gehandelt haben könnte [5 Vgl. Hinschius V, 279 und Feine, Kirchliche Rechtsgeschichte Seite 181. Nach den Rechtsgrundsätzen der kirchlich geübten Ehegerichtsbarkeit waren Verwandtenehen bis zum 6. Grad römischer Zählung verboten.] (Verwandtenehe 4. Grades), also eine Verwandtschaft, wie sie die in dieser Zeit sich durchsetzende strenge kirchliche Anschauung (durch HEINRICH II. vertreten) bekämpfte.
 
 
 
 

  1. oo Gottschalk, Sohn des Grafen Ekkehard
   -1019    -

    1020
   2. oo Liudolf Graf von Braunschweig
           ca 1003-23.4.1038
 
 
 
 

Kinder:

  Ekbert I.
  um 1025-2.1.1068

  Brun Markgraf von Friesland
  um 1024-26.6.1057

  Ida von Elsdorf
  1020- vor 1082
 
 
 
 

Literatur:
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Annalen von Hildesheim ad a. 1019 - Annalista Saxo: Reichschronik ad a. 1038,1057 - Bollnow, Hermann: Die Grafen von Werl. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte des 10. bis 12. Jahrhunderts. Dissertation Stettin 1930 Seite 35,41 - Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Dissertation Greifswald 1951 Seite 77 -  Böttger H.: Geschichte der Brunonen-Welfen vom Urbeginne derselben in Hochasien der Wiege des Menschengeschlechts bis Herzog Heinrich den Löwen Arnold Weichelt Verlag Hannover 1880 Seite 164 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 3 Seite 7,133 - Brüsch, Tania: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte. Herrschaftsbildung und Adelsbewußtsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen Verlag Husum 2000 Seite 20,23,30-37,50,68,86,88-90,92,96,98-100,112,117, 129,130-132,144,154,273,275 - Dobbertin, Hans: Das Verwandtschaftsverhältnis der „schwäbischen“ Edlen Ida von Elsdorf zum Kaiserbruder Ludolf IV. von Braunschweig (+ 1038) und zu Papst Leo IX. (+ 1054) Seite 44-78 - Hirsch, Siegfried: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich II., Verlag von Duncker & Humblot Berlin 1864 Band I Seite 461/Band III Seite 111 - Hlawitschka Eduard: Die familiären Verbindungen der Brunonen. in: Auxilia historica: Festschrift für Peter Acht zum 90. Geburtstag. Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 132 München 2001 - Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987, Seite 127,143-148,150,169 - Rockrohr, Paul: Die letzten Brunonen, Dissertation Halle-Wittenberg 1885 Seite 8 - Schölkopf, Ruth: Die sächsischen Grafen 919-1024, Göttingen 1957 Studien und Vorarbeiten zum Historischen Atlas Niedersachsens - Weinfurter, Stefan: Heinrich II. (1002-1024) Herrscher am Ende der Zeiten, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1999, Seite 166 -