Begraben: Speyer, Dom
Jüngster Sohn des Königs
HEINRICH IV. aus seiner 1. Ehe mit der Bertha
von Turin, Tochter von Graf Otto von Savoyen
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2043
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HEINRICH V., Kaiser, deutscher König
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* 11. August 1086, + 23. Mai 1125
Utrecht
Begraben: Speyer, Dom
Eltern:
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Kaiser HEINRICH IV. und Bertha
von Turin
oo 7.1.1114 Mathilde (+ 1167), Tochter König Heinrichs I. von England
Als nachgeborener Sohn zunächst nicht für die
Nachfolge im Reich bestimmt, wurde HEINRICH V.
im
Alter von 12 Jahren auf einer Mainzer Reichsversammlung (10. Mai 1098)
anstelle seines abgesetzten Bruders zum König gewählt
und am 6. Januar 1099 in Aachen gekrönt. Gegenüber seinem mißtrauisch
gewordenen Vater mußte er sich hierbei verpflichten, sich niemals
gegen dessen Willen in die Reichsgeschäfte einzumischen. Dennoch wurde
er von seinem Erzieher, Bischof Konrad von Utrecht, offenbar zielgerichtet
auf seine künftige Aufgabe vorbereitet. Wohl aus Sorge über eine
zunehmenden Entfremdung zwischen Königtum und Adel als Folge der niedere
soziale Schichten begünstigenden Politik seines Vaters schloß
sich HEINRICH V. der bayerischen Adelsopposition
an. Er löste eine bis nach Sachsen reichende Abfallbewegung aus. Für
seinen Griff nach der Herrschaft versicherte sich HEINRICH
V. der Unterstützung Papst Paschalis' II., von dem er die
Lösung der seinem Vater geschworenen Eide erlangte. Nach der erzwungenen
Abdankung HEINRICHS IV. und der Auslieferung
der Reichsinsignien empfing HEINRICH V.
am 5. Januar 1106 in Mainz die Huldigung der Fürsten. Obgleich er
von diesem Datum an seine Regierungsjahre zählte, konnte er sich erst
nach dem Tode seines Vaters (7. August 1106) unangefochten in der Herrschaft
behaupten. Durch seine Vermählung mitMathilde
kam es zu einem dauerhaften Bündnis mit dem englischen
König.
Kaum zur Herrschaft gelangt, setzte HEINRICH
V. mit äußerster Härte die von seinem Vater
eingeschlagenen Wege fort, wodurch er seinerseits die Gegnerschaft der
Fürsten wie des Reformpapsttums heraufbeschwor. Konsequent führte
er die von HEINRICH IV. im sächsisch-thüringischen
Raum begonnene Königslandpolitik weiter und suchte, die neu gewonnenen
Territorien durch Anlage bzw. Ausbau von Reichsburgen zu sichern. Aufgrund
der hierbei zwangsläufig auftretenden Interessengegensätze brach
das Fürstenbündnis, dem HEINRICH V.
seine
Herrschaft verdankte, bald zusammen. An der Spitze der wiederum von Sachsen
ausgehenden Aufstandsbewegung standen Herzog Lothar
von Sachsen sowie der ehemalige königliche Erzkanzler Erzbischof
Adalbert I. von Mainz. Bis zum Ende seiner Regierungszeit ist
HEINRICH
V. der Ausgleich mit den aufstrebenden Territorialfürsten
nicht mehr gelungen. Nach der vernichtenden Niederlage am Welfesholz bei
Eisleben (11. Februar 1115) war Sachsen für dassalische
Königtum faktisch verloren.
Nach dem Tode HEINRICHS IV.
hatte sich der Konflikt mit dem Papsttum auf die Investiturfrage reduziert.
Auf seinem erstern Italienzug (1110/11) gelang HEINRICH
V. die Wiederherstellung der Reichsgewalt in Italien. Der von
Paschalis II. unterbreitete Plan, nach welchem ein Investiturverzicht des
deutschen Königs durch die völlige Restitution der Regalien kompensiert
werden sollte, scheiterte am Widerstand der betroffenen Bischöfe.
Im Vertrag von Ponte Mammolo (11. April 1111) erzwang HEINRICH
V. von ihm das Recht der Investitur mit Ring und Stab und ließ
sich am 13. April zum Kaiser krönen. Anfang 1116 erschien HEINRICH
V. erneut in Italien, um die Erbschaft der im Vorjahr verstorbenen
Markgräfin Mathilde von Tuszien (Ergänzung: Mathilde war
die Cousine HEINRICHS IV.) anzutreten.
Ein Ausgleich mit dem pragmatisch agierenden Papst Calixtus II. scheiterte
im Herbst 1119 noch an der Frage der Temporalieninvestitur. Mit dem auf
Initiative der Fürsten zustande gekommenen Wormser Konkordat (23.
September 1122), in welchem HEINRICH V.
für Deutschland weiterhin eine Einflußnahme auf die Bischofserhebung
zugesichert worden war, fand der Investiturstreit seinen formellen Abschluß.
Mit dem kinderlosen Tode HEINRICHS
V. war das Haus der SALIER erloschen.
Zwar ist es HEINRICH V. nicht gelungen,
den Aufstieg des Territorialfürstentums aufzuhalten; sein beharrliches
Bemühen, die Rechte der Krone zu bewahren, legte jedoch den Grund
für die Erneuerung der Königsmacht unter den STAUFERN.
Quellen:
-----------
Ed. der Urkk. H. V. von A. Gawlik-M. Thiel in Vorb.
Literatur:
-----------
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XII. 62 a. HEINRICH V., König
1099, Kaiser 1111 15. IV.
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* 1081 8. I., + 1125 23. V.
Gemahlinnen:
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a) 1114 7. I. Mathilde, Tochter König Heinrichs I. von England (siehe XII 162)
b) Konkunine
HEINRICH V.
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* 1086, + Utrecht 23. V 1125
Begraben: Speyer Dom
Mainz 10. V 1098 Mit-König
Aachen 6. I 1099 gekrönt
1106 König
13. IV 1111 Kaiser
oo 7. I 1114
MATHILDE VON ENGLAND
* 7. II 1102, +
10. IX 1167
Begraben: Le Mans Cathedrale
Tochter von Heinrich I. Beauclerc König von England Herzog der Normandie
II oo 22. V (2. IV) 1127
GEOFFROY V. PLANTAGENET 1129 Cte d'Anjou
+ Chateau du Loir 11. IX 1151
Begraben: Le Mans Cathedrale
KAISER HEINRICH V.
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* 1086
+ 23.5.1125 in Utrrecht
Grabstätte: Dom zu Speyer
Eltern: Kaiserr HEINRICH IV. und Bertha von Turin
oo 7.1.1114 in Mainz
MATHILDE
* wohl 1102, + 10.9.1167
Rouen
Grabstätte: Abtei Bec (Normandie)
Die Ehe blieb kinderlos.
Eltern: Heinrich I., König von England (1100-1135) und (seit 1106) Herzog der Normandie, und Mathilde (Edith), Tochter des Königs Malcolm III. von Schottland
(Wohl) Mai 1098: in Mainz zum (Mit-)König gewählt,
am 6.1.1099 in Aachen gekrönt
Anfang 1106: Antritt der selbständigen regierung
(nach vorhergegangenem Abfall von Kaiser HEINRICH IV.), am 5.1. in Mainz
Entgegennahme der Reichsinsignien und Empfamg erneuter Treueide
13.4.1111: in Rom von Papst Paschalis II. zum Kaiser
gekrönt
Wichtige Quellen:
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vom Stein-Gedächtnisausgabe Band 15 (1972) Seite 123ff. - Anonyme
Kaiserchronik, ebd. Seite 211ff. (für HEINRICH V. geschrieben).
7.1.1114
oo 1. Mathilde von England, Tochter des Königs
Heinrich I.
Tribur 7.2.1102-10.9.1167
Kinder:
Illegitim
Bertha
-
oo Ptolemäus Graf von Tusculum
-
Literatur:
----------
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