Johannes I. Crescentius Nomentanus       Patricius von Rom
---------------------------------------------      Graf von Terracina
    -29.4.998 enthauptet
     Rom
 

Sohn des Patricius Crescentius de Theodora und der Sergia
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Seite 343
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Crescentius II. Nomentanus
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     + 29. April 998
      Rom

Sohn des Crescentius de Theodora

Fälschlich auch bekannt als Johannes Crescentius, römischer Senator und Konsul, Graf von Terracina.
Mit seiner Hilfe wurde Papst Johannes XIV. 984 gestürzt und Bonifatius VII. wieder eingesetzt, ehe dieser 985 selbst wahrscheinlich ein gewaltsames Ende fand. Unter Johannes XV. (985-996) baute er seine Stadtherrschaft aus, konnte allerdings 996 die Einsetzung Gregors V. durch OTTO III. nicht verhindern. Als Crescentius den mit dem Kaiser verwandten Papst vertrieb und an seine Stelle Johannes Philagathos (Johannes XVI.) einsetzte, schlugen OTTO III. und Gregor V. mit unerbittlicher Härte zurück: Crescentius wurde mit seinen Gefolgsleuten enthauptet, Johannes XVI. grausam verstümmelt und eingekerkert. Den Patriziustitel (damals noch in der Form "patricius domini Apostolici") hat nicht Crescentius, sondern sein Bruder Johannes I., Graf von Terracina (+ 988) geführt, der 985 an der Erhebung Johannes' XV. maßgeblich beteiligt gewesen war



Thiele, Andreas: Tafel 393
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

JOHANNES I. CRESCENTIUS NOMENTANUS
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    + 998 enthauptet

Behauptete die führende Position seiner Familie in Rom als Patricius usw. 985 setzte er die Wahl von Papst Johann XV. durch (+ 996), sein willfähriges Werkzeug; 984 schon hatte er Bonifaz VI. als rechtmäßigen Papst durchgesetzt (+ 985 ermordet). Johann machte sich durch hemmunmgslosen Nepotismus unbeliebt, auch ein völlig unwürdiger, geldgieriger Papst; 989 kam Kaiserin Theophanu nach Rom, ohne die Position der CRESCENTINER erschüttern zu können; gerät ab 9996 schroff gegen den deutschen Papst Gregor V., verjagte ihn und machte den Griechen Johannes Philagathos, Bischof von Piacenza, zum Gegen-Papst Johann XVI. 998 kam Kaiser OTTO III. zurück, setzte Johann ab, Johannes wurde enthauptet.



Bedeutende CRESCENTIER waren:
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Crescentius II. Nomentanus
     + 29. April 998
      Rom

Sohn des Crescentius de Theodora

Fälschlich auch bekannt als Johannes Crescentius, römischer Senator und Konsul, Graf von Terracina.
Mit seiner Hilfe wurde Papst Johannes XIV. 984 gestürzt und Bonifatius VII. wieder eingesetzt, ehe dieser 985 selbst wahrscheinlich ein gewaltsames Ende fand. Unter Johannes XV. (985-996) baute er seine Stadtherrschaft aus, konnte allerdings 996 die Einsetzung Gregors V. durch OTTO III. nicht verhindern. Als Crescentius den mit dem Kaiser verwandten Papst vertrieb und an seine Stelle Johannes Philagathos (Johannes XVI.) einsetzte, schlugen OTTO III. und Gregor V. mit unerbittlicher Härte zurück: Crescentius wurde mit seinen Gefolgsleuten enthauptet, Johannes XVI. grausam  verstümmelt und eingekerkert. Den Patriziustitel (damals noch in der Form "patricius domini Apostolici") hat nicht Crescentius, sondern sein Bruder Johannes I., Graf von Terracina (+ 988) geführt, der 985 an der Erhebung Johannes' XV. maßgeblich beteiligt gewesen war



Johannes I. Crescentius Nomentanus behauptete die führende Rolle seiner Familie in Rom als Patricius. Nach der Rückkehr der Kaiserin Theophanonach Deutschland riß Crescentius die weltliche Gewalt in Rom an sich. Er hatte schon 984 die Wahl von Bonifaz VI. durchgesetzt und setzte 985 Johannes XV. als willenloses Werkzeug ein. Papst Johannes machte sich mit hemmungslosem Nepotismus und Geldgier schlimmster Art unbeliebt. 989 kam die Kaiserin Theophano nach Rom, ohne die Position der CRESCENTIER erschüttern zu können. 996 wurde er von OTTO III. zur Verbannung verurteilt, aber gegen einen feierlichen Treueid begnadigt. Nach dem Abzug OTTOS III. hatte Crescentius im September 996 wiederum die Gewalt an sich gerissen und Papst Gregor V. aus Rom vertrieben. Auf der Synode von Pavia im Februar 997 wurde er von Gregor V. gebannt. Im Mai setzte er Johannes Philagathos als Johannes XVI. auf den Stuhl Petri. Als OTTO III. am 20.2.998 vor Rom erschien, öffneten die erschrockenen Römer willig die Tore. Nur Crescentius mit seinem Anhang, in der Engelsburg verschanzt, verharrte in Widerstand. Der kriegskundige Markgraf Ekkehard von Meißen erstürmte nach einer regelrechten Belagerung die Engelsburg und auf der obersten Zinne wurde Crescentius mit 12 seiner Anhänger und Mitstreiter enthauptet. Die Leichen wurden zur abschreckenden Mahnung an den Zinnen der Engelsburg und auf Galgen auf dem Monte Mario aufgehängt.

Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan: Seite 313
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"Otto III. Heinrich II."

Crescentius erklärte sich erst nach zweimonatiger Belagerung der Engelsburg zu Verhandlungen mit dem Kaiser bereit, die dann scheiterten, so dass er nach tumultuarischem Kampf in der Burg gefangengenommen werden konnte. Er wurde enthauptet, sein Leichnam von Rindern durch den Schmutz der Straßen bis zum Monte Mario gezogen und dort mit den Beinen am einem Kreuz aufgehängt.
 
 
 
 

  oo Stephania
             -29.4.998
 
 
 
 

Kinder:

  Johannes II. Crescentius
         -   1012

  Rogata
         -

  oo Oktavian Graf und Rektor von Sabina
              -

Sie begründeten das neue Haus CRESCENTIUS, das nie die Machthöhe des alten erreichte.
 
 
 
 

Literatur:
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Althoff Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 175,178,181,187- Althoff, Gerd: Otto III., Primus Verlag, Darmstadt 1997, Seite 10-192 - Althoff Gerd: Spielregeln der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1997 Seite 303 Anm. 63 - Beumann, Helmut: Die Ottonen, Verlag W. Kohlhammer, 1991 Seite 145 - Eickhoff, Ekkehard, Theophanu und der König, Klett-Cotta Stuttgart 1996, Seite 368,373,420 - Görich Knut: Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995, Seite 59-277 - KAISERIN THEOPHANU. Begegnung des Ostens und Westens um die Wende des ersten Jahrtausends. Gedenkschrift des Kölner Schnütgen-Museums zum 1000. Todesjahr der Kaiserin. Herausgegeben von Anton von Euw und Peter Schreiner Band I und II Köln 1991 - Schneidmüller, Bernd/Weinfurter Stefan/Hg.): Otto III. - Heinrich II. Eine Wende?, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1997, Seite 58-367A - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 393 -