Tochter des Großgrafen Roger I. von Sizilien
aus dem Hause HAUTEVILLE aus seiner
1. Ehe mit der Judith von Evreux, Tochter von Graf Wilhelm
Thiele, Andreas: Tafel 417
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Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 -
EMMA
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oo 1087
RUDOLF MACCABEO
D'EU-MONTESCALGLIOSO
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3 Kinder
Durch die Eroberung von Sizilien war Roger I. von
einem mittellose Abenteurer zu einem der angesehensten Fürsten Europas
geworden. Könige hielten um die Hand seiner Töchter an. Dabei
spekulierten sie vor allem auf die Mitgift, die vom sprichwörtlich
reichen Grafen zu erwarten war. So etwa König
Philipp I. von Frankreich (1060-1108),
der nach der unrechtmäßigen Verstoßung seiner Gemahlin
Berta
(1092) um die Hand von Rogers Tochter Emma angehalten
haben soll. Nach dem Bericht Malaterras hätte der Graf sie ihm gewährt,
da er nicht wußte, daß der König noch verheiratet war.
Brautführer sei der Graf von Toulous, Raimund IV. von St-Gilles (1093-1105),
gewesen, der eine Schwester
Emmas, Mathilde, geheiratet hatte.
Nachdem dieser erkannt habe, daß Philipp
keine wahren Heiratsabsichten hatte, sondern nur die Mitgift in die Hand
bekommen wollte, habe er versucht, den Brautschatz an sich zu reißen.
Die von Roger seiner Tochter mitgeschickten Begleiter hätten
diesen Plan aber durchschaut und seien mit der Mitgift, aber ohne die Braut,
nach Sizilien zurückgekehrt. Raimund sei schließlich nichts
anders übriggeblieben, als seine Schwägerin mit einem Grafen
von Clermont zu verheiraten.
Im Jahr darauf drang Roger II.
bis
in die Basiliata vor. Unweit der Grenze zu Apulien, in Montescaglioso bei
Matera, bemächtigte er sich des Erbes seiner Schwester, der Gräfin
Emma, Witwe des Rudolf
(Raoul), Herrn von Montescaglioso, die um 1120 gestorben
war. Auf dieser Expedition ignorierte Roger
bei seinem Vorgehen vollkommen die Rechte der "Königin"
Konstanze,
die für den minderjährigen
Bohemund II. die Regentschaft
ausübte. Diese hatte im April 1121 mit Hilfe Herzogs Wilhelm von
Apulien und Tankreds
von Conversano eine Burg am Basento, also im Gebiet der Herrschaft
Montescaglioso, erobert [16 Romuald von Salerno 211f. D Ro II 6,
16f. (1124 Sept.-Dez.); es handelt sich um die einzige Urkunde mit einer
lateinischen Unterschrift Rogers II. Emma
nennt sich Gräfin, weil sie die Tochter eines Grafen (Rogers
I.) ist. während ihr Mann den Grafentitel nur in Urkunden trägt,
deren Echtheit zweifelhaft ist.].
Der Graf von Sizilien war der Auffassung, als Verwandter
des verstorbenen Vasallen habe er ein Anrecht auf dessen Lehen. Diese Vorstellung
hatte er bereits 1124 mit seinem Eingreifen in Montescaglioso demonstriert,
wo er das Erbe seiner Schwester beanspruchte.
1. oo N.N. Graf von Clermont
-
1087
2. oo Rudolf Graf von Montescaglioso
- um 1108
Literatur:
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Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher
zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997 Seite 24,41,45
Tafel 2 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 417 -