Conversano, Grafen von
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Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 207
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Conversano, Grafen
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Nach dem Zerfall der byzantinischen Herrschaft begegnen als erster normannischer Graf ab 1068 Gottfried, ein Neffe Herzog Robert Guiscard (Hauptorte sind Conversano, Brindisi und Nardo). Ihm folgen seine Söhne Robert und Alexander, der 1132 als einer der Beauftragten König Rogers II. den Frieden mit Bari bekräftigt, sowie Tankred, den Roger als einen der Führer des apulischen Aufstandes 1133 absetzte. An dessen Stelle setzte der König 1134 seinen Schwager Robert de Bassunvilla (1138 schon verstorben). Dem gleichnamigen Sohn und Nachfolger verlieh König Wilhelm I. 1154 auch die Grafschaft Loretello (Molise). Dennoch gehörte Robert II. zu den Anführern der Adelsopposition von 1154-1157 und 1161-1162 und wurde deshalb exiliert (er begegnet am Hof BARBAROSSAS). 1169/70 von der Regentin wieder eingesetzt, begegnet er in den Quellen nunmehr als Pfalzgraf von Loretello und Graf von Conversano. Nach seinem Tod (1182) war die Grafschaft offenbar zeitweise von der Krone eingezogen, denn erst 1190 verlieh König Tankred sie seinem Gefolgsmann Hugo II. Lupinus, Graf von Catabzaro, der später zu HEINRICH VI. überging und wohl 1197/98 ohne Erben starb. Nach dem Tod des Kaisers übertrug Kaiserin Konstanze Conversano dem Berard von Celano, Graf von Loretto (+ 1207), der mit einer Enkelin Rogers II. verheiratet war. Sein Sohn Berard II. - zunächst vertreten durch einen Verwandten - erhielt 1218 von FRIEDRICH II. die Investitur mit dem väterlichen Erbe, konnte sich jedoch nicht gegen Andreas Lupinus (1219-1225)durchsetzen, einen Sproß der früheren Grafen von Conversano und Valet FRIEDRICHS II. Nachdem dieser als Verräter abgesetzt worden war, wurde die Grafschaft in staufischer Zeit offenbar nicht mehr ausgegeben. Als Stadtherr von Conversano begegnet seit etwa 1239 bis zum Ende der staufischen Epoche Philipp Chinard, der spätere Admiral König Manfreds. Im späteren Mittelalter wechselte der Besitz von Conversano zwischen mehreren Familien.