Kunigunde                                  Gräfin im Worms- und Nahegau
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nach 870

Tochter des Grafen N.N. aus dem Hause der ERLAFRIDE

Münsterdreisen
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Münsterdreisen (auch Münster-Dreisen) ist ein untergegangenes Kloster bei Dreisen im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. An seiner Stelle steht heute der Münsterhof.
Gegründet wurde es um 870 als Benediktinerinnen-Kloster durch einen Herzog Nanthar und seine Frau Kunigunde. Schutzpatron der Klosterkirche war Saturninus von Toulouse. Nach der Zerstörung durch die Hunnen 951 fiel das Kloster in den Besitz der SALIER, die es im 3. Viertel des 11. Jahrhunderts als Augustinerchorherren-Kloster neugründeten.

Metz Wolfgang: Seite 5,18,21
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"Miszellen zur Geschichte der Widonen und Salier, vornehmlich in Deutschland"

2. Kloster Münsterdreisen war 868 von einem dux Nantharius und seiner Gattin Kunigunde gegründet worden [83 MG DLdD 114 H. WERLE, Münsterdreisen: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte.] und befand sich später, 1144, in den Händen des Herzogs Friedrich II. von Schwaben [34 St. Nr. 3468, WERLE, Erbe des salischen Hauses Seite 123ff, 223.]. Der Name des Gründers in Verbindung mit der Schenkung der Beatrix von Tuszien [35 Ebenda Seite 238ff.], Stief-Schwester Konrads des Jüngeren, und der Lage der Güter in Rheinfranken inmitten der salischen Besitzungen läßt die Beweisführung Werles überzeugend erscheinen, daß auch hier altes salisches Erbe vorliegt [36 Ebenda Seite 124ff.]. Interessant ist nun auch eine Beobachtung von K. Schmid, derzufolge der Name Noting mehrfach in den Verbrüderungsbüchern mit Nantharius und seiner Gattin Kunigunde vorkommt [37 K. Schmid, Kloster Hirsau und seine Stifter (1959 Seite 84ff., 132ff.].

Schmid Karl: Seite 17,28,78,80,83,86-88,91-93,122
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"Kloster Hirsau und sein Stifter"

Bisher ist lediglich bekannt, daß ein Mitglied der Stifter-Familie, nämlich Noting, das Amt eines Reichs-Bischofs in Italien bekleidet hat. In Erlafrid, dem Schenker an Lorsch von 769, ist einer seiner Vorfahren zu erkennen. Aufgrund mehrerer Einträge in den Gedenkbüchern von Reichenau und Brescia sind wir jedoch in der Lage, in das Gefüge der Hirsauer Stifter-Familie tieferen Eiunblick zu nehmen. Gleich im Eintrag I (Reichenau) tritt uns eine Gruppe von 50 Personen entgegen, in der Träger der Namen Erlafrid (dreimal), Noting (zweimal), Thietlind (dreimal) und Kunigund (dreimal) öfters genannt sind, das heißt den Kern einer großen Personengruppe bilden. Da nun die gleichen Namen im kleineren, offenbar nurmehr zwölf Personen umfassenden Eintrag II. (Brescia) wiederkehren, besteht kein Zweifel, daß Erlafrid, Noting, Thietlind und Kunigund verwandtschaftlich aufs engste zusammengehören. Es handelt sich augenscheinlich um die Stifter-Familie der Aureliuszelle, die das Gerippe von Eintrag I  darstellt. Außerdem kehren die Namen Richgund und Nanther des Eintrags I (Reichenau) im Eintrag II (Brescia) wieder.
Wir könnten nicht wagen, den in den Einträgen der Hirsauer Stifter-Sippe vorkommenden Nanther mit einem der gleichnamigen Großen aus dem Mittelrhein-Gebiet in Zusammenhang zu bringen, wenn nicht bekannt wäre, daß die Gemahlin des "dux Nantharius", des Klosterstiftes von Münster-Dreisen (863/64), Kunigunde hieß. Da aber gerade Kunigunde ein in der Hirsauer Gründer-Sippe besonders bevorzugter Name gewesen ist und die Lage der Besitzungen der Hirsauer Stifter ohnehin ins fränkische Gebiet tendiert, ist die Annahme einer Verwandtschaftsbeziehung zwischen den beiden Familien sicherlich begründet. Sie dürfte wohl kognatischer Art gewesen sein [36 Wahrscheinlich kam Kunigund aus der Familie der Hirsauer Stifter.].   
 




  oo Nantharius Graf im Worms- und Nahegau 
           
nach 870




Literatur:
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Metz Wolfgang: Miszellen zur Geschichte der Widonen und Salier, vornehmlich in Deutschland Seite 5,18,21 - Schmid Karl: Kloster Hirsau und sein Stifter Seite 17,28,78,80,83,86-88,91-93,122 -