HOHENLOHE


Lexikon des Mittelalters:
********************

Hohenlohe
--------------
Fränkisches Adels-Geschlecht, erstmals 1153 nach dem Ansitz Weikersheim gennannt, 1178 im Besitz der namengebenden Burg Hohlach bei Uffenheim, welche die Handelsstraße Augsburg-Frankfurt kontrollierte. Aufgestiegen in staufiscehn Gefolge, erwarben die HOHENLOHE 1232/35 Langenburg, um 1250 Öhringen (Grablege), später auch Waldenburg, Möckmühl (1445 an Kurpfalz verkauft) und Neuenstein. Trotz mächtiger Nachbarn (Würzburg, Ansbach), mehrfacher Erbteilungen und Schenkungen besonders an den Deutschen. Orden, beherrschten die HOHENLOHE am Ausgang des Mittelalters ein ansehnliches Territorium (Erbeinung von 1511). Sie verfügten besonders im 13. Jahrhundert über eine bemerkenswerte Position in der Reichskirche (zwei Hochmeister des Deutschen Ordens, je ein Biischof in Bamberg und Würzburg, fränkisches Domkapitel).
A. Wendehorst

Quellen:
-----------
H.isches UB, hg. K. Weller-Ch. Belschner, 3 Bände, 1899-1912-

Bibliographien:
--------------------
Frk. Bibliogr. II/1, hg. G. Pfeiffer, 1969, Nr. 21781-2023-

Literatur:
-------------
LDG 548f.
NDB IX, 484-486
K. Weller, Gesch. des Hauses H., 2 Teile, 1903/08
W. Engel, Würzburg und H., 1949
F. Ulshöfer, Die H.ische Hausverträge und Erbteilungen [Diss. Tübingen, 1960]
H. Prinz zu H.-Schillingsfürst-F.K. Erbprinz zu H.-Waldenburg, H. Bilder aus der Gesch. von Haus und Land, 1965.