Tochter des Herzogs Hugo IV.
von Burgund aus seiner 1. Ehe mit der Jolanthe
von Dreux, Tochter des Grafen Robert
III.
Thiele, Andreas: Tafel 107
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Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 -
ADELHEID
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+ 1273
oo um 1250
HEINRICH III. VON
BRABANT, Herzog von Lothringen
+ 1261
Leo Heinrich Dr.: Seite 581-583
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"Zwölf Bücher niederländischer Geschichten."
Heinrichs
der Gute starb am 28. Februar 1261, und als Regentin
folgte ihm, nach mannigfachen Streitigkeiten zwischen den nächsten
Verwandten über die vormundschaftliche Regierung seines Sohnes seine
Gemahlin Adelheid, die Tochter Herzog
Hugos von Burgund. Sie wußte es auch bei den Ständen
dahin zu bringen, daß der geistesschwächere ältere Sohn
Heinrichs III., der ebenfalls Heinrich
hieß, nicht, dagegen aber ihr Lieblingssohn, der zweitgeborene Johann,
Nachfolger des Vaters wurde. Die Stadt Löwen und ein Teil der Ritterschaft
wollten zwar Prinz Heinrichs Recht durchfechten, allein dieser resignierte
und trat als Mönch in die Augustinerabtei in Dijon im Jahre 1269.
Außer diesen beiden Söhnen hinterließ
Heinrich III. noch einen Sohn, Gottfried,
welcher Einkünfte und Rechte in Aerschot, Sichem und anderen Ortschaften
und deren Gebiete zur Abfindung erhielt, und Jeanna de Vierson heiratete.
Heinrichs III. Tochter, Marie,
ward 1272 die Gemahlin König Philipps von
Frankreich.
Nachdem die Ansprüche Heinrichs
von Löwen auf die vormundschaftliche Regierung mit Hilfe des
Grafen von Geldern und des Bischofs von Lüttich zurückgewiesen
waren, führte die Herzogin Adelheid mit
Hilfe Gottfrieds,
des Herrn von Perweyz, und Walther Berthouts, des Vogtes von Mecheln,
das Regiment. Sie betrieb sofort die Übertragung des Nachfolgerecht
auf Prinz Johann, fand aber an der Stadt Löwen und dem Adel,
besonders an dem Marschall von Brabant, Arnold von Wesemaele, Widersacher.
Endlich kam es zwischen Walther Berthout und Arnold in der Gegend zwischen
Löwen und Mecheln im Jahre 1264 zum Treffen und Arnold erlitt eine
Niederlage, ohne daß dadurch die Opposition aufgehört hätte.
Im folgenden Jahre starb Gottfried von Perweyz und Heinrich van
Bautershem trat an seine Stelle.
Da Heinrich von Lüttich früher sich auch Rechnung
auf die Regentschaft in Brabant gemacht und betrogen hatte, blieb in ihm
einiger Groll, und indem er Brabant den Besitz des Schlosses von Falaix
zu bestreiten suchte, kam er mit Walther Berthout, seinem Vogte in Mecheln,
der als Regent der Herzogin zur Seite stand, in unmittelbar feindselige
Berührung. Walthers Erscheinen mit einem Heerhaufen in Hannut zwang
fürs erste die Lütticher, die Bedrängnis von Falaix aufzugeben;
aber, nachdem nun Prinz Heinrich am 17. Mai 1267 wirklich resigniert
und König
RICHARD am 3. Juni Anstalten zur Ratifikation dieser Verzichtleistung
getroffen hatte [1 Butkens p. 282.], trat die wesemaelsche Partei
der der Herzogin und also auch der Berthoutschen um so leidenschaftlicher
entgegen, und veranlaßten dadurch auch den Bischof von Lüttich,
Berthouts Benehmen gegen ihn in Beziehung auf brabantische Verhältnisse
als Rebellion zu behandeln und gegen ihn als seinen ungehorsamen Vogt von
Mecheln zu ziehen [2 Siehe oben Seite 425.].
Die Herzogin Adelheid
verpfändete nun an Dietrich von Valkenburg einen Teil der Einkünfte
von der Maasbrücke in Maestricht, und erhielt dadurch dessen Hilfe
gegen Lüttich; auf ähnliche Weise wurde Herr Dietrich von Heinsberg
gewonnen und wahrscheinlich setzten sich die Brabanter sehr bald wieder
in Besitz.
Im Jahre 1268 kam König
RICHARD nach Cambrai, wo ihn Herzog Johann die Lehnshuldigung
leistete, und wie es scheint, trotz seiner Jugend (er war wenig über
15 Jahre alt) für majorenn erklärt wurde.
um 1250
oo Heinrich III. Herzog von Brabant
um 1220-28.2.1261
Kinder:
Heinrich IV.
1251/52- nach 29.4.1272
Johann I. der Siegreiche
1252/53-3.5.1294
Gottfried von Brabant, Herr von Aerschot und Vierson
um 1255-11.7.1302
Maria
1256-12.1.1321
21.8.1274
oo 2. Philipp III. König von Frankreich
1.5.1245-5.10.1285
Literatur:
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Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher niederländischer
Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite 581-583 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 20,107
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